Das westbrandenburgische Handwerk im 1. Quartal 2019

(lifePR) ( Potsdam, )
Das Handwerk in Westbrandenburg schließt an die Erfolgszahlen der letzten Jahre an. Der Geschäftsklimaindex bewegt sich aktuell mit 139 Punkten zwei Punkte über dem Wert des Vergleichszeitraumes im Frühjahr 2018.

In der aktuellen Frühjahrskonjunkturumfrage bewerten 93,1 Prozent der befragten Handwerksbetriebe ihre Geschäftslage mit gut oder befriedigend. Das ist der beste Wert seit Beginn der Frühjahresumfragen!

Per Saldo zeigen sich mehr Betriebe mit ihrer Auftragslage zufriedener als im Vorjahr. 26 Prozent der Unternehmen attestierten eine gestiegene Auftragslage. 61 beurteilen die Auftragslage/Nachfrage für die Jahreszeit normal – 6 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Der Anteil der Betriebe mit rückläufigen Auftragseingängen sank hingegen von 15 auf 14 Prozent.

Energie- und Rohstoffpreise bleiben Kostentreiber

Wie schon in den Vorjahresbefragungen treiben die steigenden Einkaufskosten das Handwerk um. Auch in der aktuellen Befragung vermeldeten 70 Prozent der Umfrageteilnehmer einen Preisauftrieb im Einkauf (plus 2 Prozent). An die Kunden weitergegeben hat dies aber nur jeder zweiter Betrieb. Besonders fallen bei den Kostensteigerungen die Energiekosten und die Rohstoffpreise ins Gewicht.

Auslastung weiter gestiegen

Die durchschnittliche Auslastung der Betriebe lag im ersten Quartal 2019 bei 85 Prozent, was noch einmal einen geringen Anstieg von 1 Prozentpunkt gegenüber den Frühjahren 2018 und 2017 bedeutet. Das Auftragspolster liegt konstant bei 10,6 Wochen. Spitzenreiter bleiben die Baugewerke mit 12,4 im Bauhaupt- und sogar 12,9 Wochen im Ausbaugewerbe.

Die Umsatzentwicklung wird so gut wie seit sieben Jahren nicht mehr eingeschätzt. Mehr als 57 Prozent der Betriebe meldeten stabile Umsätze, 27 Prozent gaben sogar einen Anstieg ihrer Umsätze an. Zuwächse kommen auch hier vor allem aus dem Bauhaupt- und Ausbaugewerbe (plus 9 und 21 Zähler). Dabei wird jeder zweite Euro im Wohnungsbau verdient, jeder dritte im gewerblichen Bau. Die Umsatzanteile im öffentlichen und Infrastrukturbau spielen eher eine untergeordnete Rolle. Aber auch die Handwerke für den gewerblichen Bedarf, die Nahrungsmittel- und Gesundheitshandwerke vermelden steigende Umsatzzahlen.

Die Investitionstätigkeit bewegt sich auf dem Niveau des Vorjahres. 18 Prozent der Betriebe haben im ersten Quartal mehr investiert (Vorjahr 17 Prozent). Allerdings haben knapp ein Viertel der Unternehmen gesunkene Investitionen gemeldet. Am stärksten investiert hat das Nahrungsmittelhandwerk (30 Prozent aller Betriebe). Am geringsten fielen die Investitionen im Kfz-Gewerbe aus, hier berichtet jeder dritte Unternehmer von gesunkenen Investitionen.

Personal als A und O für zügige Auftragsabarbeitung

Die Herausforderung, das bestehende Personal zu halten und neues einzustellen, bleibt angesichts der schwierigen Arbeits- und Fachkräftesituation im westbrandenburgischen Handwerk eine der Herausforderungen schlechthin. Durchschnittlich 11 Prozent der Betriebe gelang es zwar, zusätzliches Personal einzustellen, allerdings sind dies 3 Prozentpunkte weniger als im Vorjahreszeitraum. Im Nahrungsmittehandwerk wurden keine zusätzlichen Einstellungen gemeldet. Durchschnittlich 75 Prozent aller Betriebe haben an ihrem bestehenden Personalbestand festgehalten.

Positiv fällt die Einschätzung der bei der Handwerkskammer registrierten Auszubildendenzahlen aus: Zum 31. Dezember 2018 waren 3.290 Auszubildende über alle Lehrjahre in allen Gewerken registriert, ein Plus von 1,6 Prozent. Auch die Zahl der Ausbildungsbetriebe im Kammerbezirk stieg erneut, von 1.445 in 2017 auf nunmehr 1.475.

Aussichten und Erwartungen

Die Erwartungen der Betriebe im westbrandenburgischen Handwerk sind so positiv wie seit fünf Jahren nicht mehr. 96 Prozent gehen davon aus, dass ihre Geschäfte weiterhin so gut laufen. Darunter sind sogar 26 Prozent der Betriebe, die der Meinung sind, dass sich die Lage noch einmal verbessert. Das Bau- und Ausbaugewerk bleibt dabei aus heutiger Sicht weiter der Motor der Konjunktur. Die gute Beschäftigungslage (in einzelnen Landkreisen wird nach Aussagen der Arbeitsagentur von Vollbeschäftigung gesprochen), stützt zudem die Kauflaune der Kunden weiter. Auch die anhaltende Niedrigzinsphase motiviert die Verbraucher weiter, ihr Erspartes in Sachwerten anzulegen. Hinzu kommt die steigende Nachfrage nach Qualitätsprodukten. Besonders am Bau geht man von weiter steigenden Umsätzen und Aufträgen aus. Mehr als jeder vierte Baubetrieb sieht die kommenden Monate aus diesem Blickwinkel. Das größte Umsatzplus erwartet das Nahrungsmittelhandwerk (mehr als jeder zweite Betrieb). Auch 46 Prozent der Kfz- Betriebe haben ihre Umsatzerwartungen nach oben geschraubt. Das sah im Frühjahr letzten Jahres noch ganz anders aus, hier wiesen die Prognosen ein Minus von 3 Zählern aus. Ein Grund für den Optimismus trotz Dieselskandal könnte sein, dass die Reparatur- und Nachrüstungspflichten in den Werkstätten für mehr Aufträge sorgen werden. Dass die Nachfrage insgesamt sinken könnte, glaubt aktuell kaum jemand.

Die aktuellen Umfrageergebnisse basieren auf der Befragung von 4.400 Betrieben.
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