Mittwoch, 13. Dezember 2017


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Handwerk gegen solare Baupflicht

Kassel, (lifePR) - Die Pläne der Stadt Marburg, bei Neubauten oder größeren Sanierungsmaßnahmen die Montage von Solar- oder Photovoltaikanlagen verpflichtend vorzuschreiben, stoßen beim Handwerk in Nord-, Ost- und Mittelhessen auf heftige Kritik. "Die Ziele der Stadt Marburg, Energie einzusparen und alternative Energien zu nutzen, tragen wir selbstverständlich mit, zumal die regenerativen Energien für das Handwerk von großer wirtschaftlicher Bedeutung sind, aber eine Zwangsverpflichtung kann aus unserer Sicht nur schaden", sagt Günther Simon, Leiter der Abteilung Betriebsberatung und Unternehmensführung der Handwerkskammer Kassel.

Wesentlich sinnvoller als eine gesetzliche Verpflichtung sei die Förderung aller regenerativen Techniken und energiesparenden Maßnahmen, so der Diplom-Betriebswirt. "Während Solarthermie und Photovoltaik bereits heute gut nachgefragt werden, hält der Markt beispielsweise mit Biomasse und Brennstoffzellen auch andere Klima schonende Techniken bereit, die die Pläne der Stadt Marburg überhaupt nicht berücksichtigten." Gleiches gelte für den gesamten Bereich der Energieeinsparung, zum Beispiel für Wärme dämmende Techniken. Wirkungsvoller Klimaschutz müsse aber immer beide Bereiche umfassen.

"Ziel kann nur sein, nicht nur bei Bau, Montage und Wartung, sondern auch bei der Beratung auf die Kompetenz des Handwerks zu setzen, um so gemeinsam mit dem Bauherrn zu sinnvollen Lösungen zu finden." Nicht umsonst qualifiziere das Handwerk seine Mitarbeiter bereits in der Lehre, aber auch in speziellen Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen im Gebäudeenergiemanagement. "Unsere Internet-Datenbank umfasst bereits heute knapp 160 Gebäudeenergieberater."
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