„Wir sind immer wieder erstaunt, wie viel Nachfrage und Enthusiasmus dieser Veranstaltung zum Saisonabschluss zuteil wird. Nach 45 Jahren hat sie auch bei jungen Generationen nichts von ihrem Reiz verloren, sich als Meister mit vielen anderen Meistern zu messen“, sagt Wolf-Dieter Jahn, stellvertretender Vorsitzender des Hamburger Segel-Clubs und Leiter der Veranstaltung.
Am Start sind unter anderem die 505er-Weltmeister und dreifachen Sieger Jan-Philipp Hofmann und Felix Brockerhoff, der frisch gekürte Deutsche Meister der Segel-Bundesliga Tobias Schadewaldt vom Norddeutschen Regatta Verein, die Olympia-Seglerin Marla Bergmann sowie für den Gastgeber Silke Basedow, Siegerin des Helga Cups.
„Mit über 30 Teams zeigt die Meisterschaft der Meister auch in diesem Jahr eindrucksvoll die Vielfalt und das hohe sportliche Niveau des Segelsports in Deutschland. Wenn die Besten aus unterschiedlichen Bootsklassen unter gleichen Bedingungen gegeneinander antreten, dürfen wir uns auf spannende Wettfahrten freuen. Mein Dank gilt dem Hamburger Segel-Club, der mit dieser traditionsreichen Regatta Jahr für Jahr einen besonderen Saisonabschluss ermöglicht“, sagt Mona Küppers, Präsidentin des Deutschen Segler-Verbands.
Ort
Hamburger Segel-Club e.V., An der Alster 47a, 20099 Hamburg. Wettfahrtgebiet ist die Außenalster in der Nähe der HSC-Steganlage.
Hintergrund: Teilnehmerfeld
Ziel der Meisterschaft ist es, klassenübergreifend die besten Seglerinnen und Segler der Saison zu ermitteln. Die Veranstaltung steht seit 2017 unter der Schirmherrschaft des Deutschen Segler-Verbands (DSV).
Startberechtigt sind die Deutschen Meisterinnen und Meister der Saison, die Siegerinnen und Sieger der Bestenermittlungen sowie die Top-Platzierten von Europa- und Weltmeisterschaften.
Hintergrund: Format
Damit Seglerinnen und Segler aus verschiedenen Bootsklassen unter gleichen Bedingungen gegeneinander antreten können, wird auf gestellten, baugleichen Booten vom Typ J/22 gesegelt, jeweils mit drei Personen an Bord. Gefahren werden Fleetraces unter Aufsicht von Umpires. In der Vorrunde starten bis zu neun Boote pro Rennen; an beiden Tagen segeln alle Teams die Vorrunde; am Sonntag ermitteln die bestplatzierten Crews, bis zu neun Teams, in einem Finale den Gesamtsieg. Die Siegerinnen und Sieger erhalten den Wanderpreis „Meister der Meister“.
Hintergrund: Tradition seit 1980
Die Meisterschaft der Meister wurde 1980 erstmals auf der Außenalster ausgetragen, um den besten Seglerinnen und Seglern Deutschlands eine gemeinsame Bühne zu bieten. Lediglich 2016 und 2020 fiel die Veranstaltung aus. Zu den Siegern zählen unter anderem die Olympiasieger Jörg und Eckart Diesch (1984), Jochen Schümann (2011) und Markus Wieser (2010, 2012, 2013). Rekordsieger ist der frühere America’s-Cup-Steuermann Karol Jablonski mit sechs Titeln zwischen 1994 und 2004, gefolgt von Wolfgang Hunger mit fünf Siegen.
2024 wurde die Meisterschaft der Meister erstmals inklusiv ausgerichtet: Gesegelt wurde auf Booten vom Typ RS Venture Connect, die durchgängig im Sitzen gesegelt werden können. Den Titel gewannen die 505er-Segler Jan-Philipp Hofmann und Felix Brockerhoff (Düsseldorfer Yacht-Club) – nach 2015 und 2022 bereits zum dritten Mal. 2025 kamen erstmals Kielboote vom Typ VX One zum Einsatz. Bei kaltem, nassem und teils stürmischem Wetter setzten sich Laser-Weltmeister Philipp Buhl und Justin Barth im entscheidenden Finalrennen durch; die drei bestplatzierten Crews lagen am Ende punktgleich.