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FD
Freunde der Deutschen Kinemathek e.V.

Filme aus dem Senegal mit einer Einführung von Christian Kravagna

Mi 16.7., 21h

(lifePR) (Berlin, )
Zur Vorlesungsreihe des Kunsthistorischen Instituts der FU Berlin "Transkulturelle Perspektiven afrikanischer Kunst/Geschichte" zeigen wir BOROM SARRET von Ousmane Sembène und TOUKI BOUKI von Djibril Diop Mambéty. Beide Filme widmen sich der Frage nach der (Un-)Möglichkeit des Überschreitens von Grenzen.

BOROM SARRET Ousmane Sembène SN 1963 OmU 20'

BOROM SARRET gilt als der erste von einem Afrikaner in Afrika gedrehte Film. Der Kurzfilm, entstanden in den ersten Jahren der Unabhängigkeit des Senegal, gibt bereits eines der großen Themen des Lebenswerks von Ousmane Sembène und des afrikanischen Kinos überhaupt vor - die Spaltung der postkolonialen Gesellschaft in den Handlungsraum der westlich geprägten Eliten und die Sphäre des täglichen Überlebenskampfes des einfachen Volkes. Am Beispiel eines Pferdewagenlenkers, der sich von einem feinen Herren überreden lässt, in den europäischen Teil von Dakar zu fahren - ein Akt der Grenzüberschreitung, der mit der Konfiszierung des Wagens bestraft wird -, schildert Sembène mit realistischen Mitteln die Relativität von Freiheit im dekolonisierten Afrika.

TOUKI BOUKI Djibril Diop Mambéty SN 1973 OmU 85'

Djibril Diop Mambétys TOUKI BOUKI, zehn Jahre später produziert, erweitert den Mobilitätshorizont seiner Protagonisten um ein Vielfaches und parallel dazu die Möglichkeiten des Mediums Film. Der Traum eines jungen Paares, die sozialen Zwänge der Heimat in Richtung Paris zu verlassen, gibt Mambéty den künstlerischen Raum, Realitätsebenen zu überlagern, die Kraft der Bilder auszuloten und die Geschichte an die Grenzen des Fantastischen zu treiben. Als frühes Beispiel des "postrealistischen" afrikanischen Films, der die lineare Erzählform und die didaktische Tendenz der Sozialkritik der ersten Generation afrikanischer Regisseure experimentell übersteigt, arbeitet Touki Bouki mit Mitteln der Wiederholung, des drastischen Tempowechsels, der theatralischen Inszenierung und bezieht sich mit viel Witz auf Kinogenres wie Roadmovie und Ganovenfilm. Deshalb ist Mambétys Film nicht weniger kritisch, wenn er das Thema der Emigration behandelt und sich scheinbar nebenbei über Korruption und Repräsentationssucht auslässt.
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