Dafür gibt es mehrere Erklärungen. CED zählt zu den Erkrankungen, bei denen das Immunsystem überreagiert und Entzündungsprozesse im ganzen Körper begünstigen kann, auch im Mund. Fachleute sprechen dabei vom Darm-Mund-Achsen-Prinzip: Entzündliche Prozesse im Magen-Darm-Trakt beeinflussen das Immunsystem und können dazu führen, dass sich das Zahnfleisch schlechter gegen Bakterien wehren kann. Gleichzeitig müssen viele Betroffene ihre Ernährung anpassen, um Schübe zu vermeiden, und eine eingeschränkte Nährstoffaufnahme im Darm kann zu einem Mangel an Vitamin D, Folsäure, Eisen oder Omega-3-Fettsäuren führen. Diese Nährstoffe spielen eine wichtige Rolle für ein widerstandsfähiges Zahnfleisch, fehlen sie, können Entzündungen leichter entstehen und langsamer abheilen. Hinzu kommen Medikamente wie Kortikosteroide oder Immunsuppressiva, die den Speichelfluss verringern können. Weil Speichel Säuren neutralisiert und Bakterien wegspült, begünstigt ein trockener Mund Karies und Zahnfleischprobleme.
Im Alltag zeigt sich das oft durch empfindliches Zahnfleisch, das schneller blutet, sich zurückziehen kann und auf harte Zahnbürsten oder aggressive Zahnpasten gereizt reagiert. Wo das Zahnfleisch angegriffen ist, können sich Bakterien leichter in Zahnfleischtaschen ansiedeln und dort Entzündungen auslösen, im ungünstigen Fall bis hin zum Abbau des Zahnhalteapparats. Wer von CED betroffen ist, sollte seiner Mundpflege daher besondere Aufmerksamkeit schenken.
Entscheidend ist eine Pflege, die gründlich und zugleich schonend ist. Herkömmliche Zahnbürsten reinigen mechanisch, die Borsten liegen je nach Druck auf Zahn und Zahnfleisch auf und können empfindliches Gewebe zusätzlich reizen. Eine Alternative ist die berührungsarme Reinigung mit Ultraschall: Die emmi-DENT Ultraschallzahnbürste arbeitet mit hochfrequenten Ultraschallwellen und kommt ohne mechanischen Bürstenabrieb aus, was Zähne und Zahnfleisch schont und helfen kann, Plaque und Bakterien auch in schwer zugänglichen Bereichen zu reduzieren. Auch die Zahnzwischenräume brauchen Aufmerksamkeit, denn dort entstehen häufig Zahnfleischentzündungen. Da Zahnseide bei gereiztem Zahnfleisch unangenehm sein kann, bietet sich eine Munddusche wie die emmi-DENT Munddusche an: Der sanfte Wasserstrahl spült Speisereste und Bakterien aus den Zwischenräumen, und ein einstellbarer Wasserdruck erlaubt es, die Reinigung an das eigene Empfinden anzupassen.
Dazu kommt die Ernährung. Vitamin D, Omega-3-Fettsäuren und Vitamin C, enthalten etwa in Fisch, Eiern, Leinöl, Chiasamen, Paprika oder Brokkoli, können die Zahnfleischgesundheit unterstützen. Säurehaltige Getränke wie Limonaden und zuckerreiche Speisen belasten dagegen Zahnschmelz und fördern Plaque. Da sich nicht jede Stelle zu Hause optimal reinigen lässt, sind außerdem regelmäßige Zahnarztbesuche wichtig, am besten mit einer professionellen Zahnreinigung etwa zweimal im Jahr. So lassen sich erste Anzeichen einer Parodontitis früh erkennen, hartnäckige Ablagerungen entfernen und die Pflege individuell auf die eigene Situation abstimmen. Gerade bei CED gilt: Darmgesundheit und Mundgesundheit gehen Hand in Hand, und sanfte Pflege, regelmäßige Kontrollen und eine bewusste Ernährung sind drei Bausteine, um das Zahnfleisch langfristig zu schützen. Ersetzen kann das keine ärztliche oder zahnärztliche Behandlung, bei Beschwerden gehört die Abklärung in professionelle Hände.