Budjonny und China, Segelflugzeuge und eine besondere Liebesgeschichte - EDITION digital erinnert zum 100. Geburtstag an Autor Karl-Heinz Schleinitz

100. Geburtstag von Karl-Heinz-Schleinitz
(lifePR) ( Pinnow, )
Am Sonntag, dem 11. Juli 2021, wäre der Journalist und Schriftsteller Karl-Heinz Schleinitz 100 Jahre alt geworden. Spannende Einblicke in sein vielfältiges Schaffen und in die Zeit seines Wirkens erlaubt das fast alle seine Titel umfassende Angebot von EDITION digital. 1956 war der Band „Reisebilder aus China“ erschienen. Damals hatte der Autor das Staatliche Volkskunstensemble der DDR auf einer zehnwöchigen Tournee durch das neue China begleitet. Der Jugendroman „Die Kraftprobe“ aus dem Jahre 1959 thematisiert nicht nur das Segelfliegen, sondern auch Konflikte zwischen Arbeiterklasse und Intelligenz. Unter dem Titel „Ins Herz geblickt“ veröffentlichte Schleinitz 1961 Reportagen, Skizzen und Kurzgeschichten aus dem „Neuen Deutschland“. Das Buch lebt von seinen Begegnungen mit Menschen. 1963 erschien „Wie aus dem Großvater wieder Budjonny wurde“, in dem viele wunderliche Geschichten erzählt werden. EDITION digital hatte „Budjonny“ 2012 in einem E-Book gemeinsam mit „Ein Gewehr und fünfzig Schuss“ von 1970 herausgebracht. Darin berichtet Schleinitz vom Schicksal des deutschen Soldaten Franz Klinger, der im Ersten Weltkrieg aus russischer Gefangenschaft flieht, Revolution und Bürgerkrieg miterlebt und als Kompaniechef unter Tschapajew den Weg zur Kommunistischen Partei findet. In dem Roman „Morgen am Lickweg“ aus dem Jahr 1963 geht es um Landagitation in einem noch nicht vollgenossenschaftlichen Dorf. Eine ungewöhnliche Liebesgeschichte erzählt „Das Wanderdünenfräulein“ von 1969. „Stille Wasser sind tief“ präsentierte 1996 sehr persönliche Erinnerungen des Autors. Die sieben E-Books von Schleinitz sind unter edition-digital.de sowie im Online-Buchhandel zu haben.

Karl-Heinz Schleinitz wurde am 11. Juli 1921 in Brieskow als Sohn eines Bergmanns und Baggerführers und einer Zeitungsausträgerin geboren. Nach dem Besuch der Volksschule wollte er eigentlich Bildhauer werden. Da seine Eltern ein solches Kunststudium jedoch nicht finanzieren konnten, absolvierte er als Notbehelf eine Lehre als Versicherungskaufmann. Während des Zweiten Weltkrieg war Schleinitz, der bereits als Kind Segelflugmodelle gebaut, 1936 erste Gleitflughüpfer unternommen und 1939 den Luftfahrerschein erworben hatte, Fluglehrer, in den letzten Kriegsmonaten Jagdflieger. Dabei wurde er dreimal abgeschossen. Nach dem Krieg arbeitete Schleinitz als Landarbeiter und als Bergmann, wurde Chefredakteur einer Werkzeitung und baute das Welzower Volkskunstensemble auf. 1952 wurde er Redakteur der von 1945 bis 1955 von der Sowjetarmee in der SBZ herausgegebenen „Täglichen Rundschau“, wo er mit Wolfgang Leonhard, Wolfgang Harich, Stefan Heym und Ingeborg Meyer-Rey zusammenarbeite. Unter Chefredakteur Hermann Axen wurde er 1956 Redakteur des SED-Zentralorgans „Neues Deutschland“. Seit 1962 war Schleinitz, der neben seinen Büchern viele Kurzgeschichten schrieb, für die DEFA arbeitete und Beiträge für Funk und Fernsehen der DDR lieferte, freischaffend tätig. Von ihm stammen mehr als 800 meist mehrteilige Reportagen in großen DDR-Zeitschriften. Schleinitz, der zwei Mal verheiratet war, vier Kinder, fünf Enkel und sechs Urenkel hatte, starb am 9. August 2019 im Alter von 98 Jahren in Berlin. Für sein journalistisches und literarisches Schaffen wurde er 1961 mit dem Literaturpreis des FDGB und 1987 mit dem Vaterländischer Verdienstorden in Bronze geehrt.
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