Warum Förderungen gerade für Gründer entscheidend sind
Die Startphase ist finanziell oft die kritischste. Du musst dein Büro mit Möbeln und Technik ausstatten, musst Personal gewinnen und schulen, rechtliche Rahmenbedingungen einhalten. Und das alles, bevor die ersten Einnahmen fließen. Förderprogramme können hier den Unterschied machen – sie reduzieren das finanzielle Risiko und ermöglichen dir, von Anfang an professionell aufgestellt zu sein.
Christian Nösel, Fachreferent und Kundensupporter im Bereich Pflege bei DMRZ, kennt die Herausforderungen aus eigener Erfahrung: „Als ehemaliger Pflegedienstleiter weiß ich, wie wichtig es ist, von Beginn an die richtigen Strukturen zu haben. Wer Fördermittel clever einsetzt, kann wichtigen finanziellen Spielraum schaffen.“
Diese Förderbereiche gibt es
Förderprogramme für Pflegedienste können ein breites Spektrum an Maßnahmen abdecken. Eine Auswahl am möglichen Förderbereichen:
- Digitalisierung: Software, Hardware, Schulungen, Implementierung
- Fachkräftegewinnung und -sicherung: Recruiting, Weiterbildungen, Arbeitgeberattraktivität
- Entlastung der Mitarbeitenden: Gesundheitsprävention, ergonomische Hilfsmittel
- Vereinbarkeit von Familie und Beruf: Kinderbetreuung, flexible Arbeitszeitmodelle
- Beratung und Coaching: Von der Unternehmensberatung über Wirtschaftlichkeitsanalysen bis hin zu Führungskräfte-Coaching
- Qualitätssicherung: Fortbildungen, Prozessoptimierungen, Gründungsberatung
Konkrete Förderprogramme für Pflegedienst-Gründer
1. Digitalisierung in der Pflege (§ 8 Abs. 8 SGB XI)
Dieses bundesweite Programm richtet sich an ambulante Pflegedienste, Tagespflege und Betreuungsdienste. Es fördert die Anschaffung von Hard- und Software sowie Schulungen und Implementierung.
- Förderhöhe: 40 % der Kosten, maximal 12.000 Euro
- Besonderheit: Einmalig abrufbar
- Antragstellung: Grundsätzlich laufend über die Pflegekassen möglich (abhängig von verfügbaren Mitteln)
2. Vereinbarkeit von Pflege, Familie und Beruf (§ 8 Abs. 7 SGB XI)
Auch dieses Programm ist bundesweit verfügbar und richtet sich an ambulante und teilstationäre Pflegeeinrichtungen. Gefördert werden unter anderem Coaching, Beratung, Betreuungsangebote und Maßnahmen zur Rückgewinnung von Pflegepersonal.
- Förderhöhe: 50 % bis 70 % der Kosten, maximal 10.000 Euro
- Besonderheit: Eine erneute Antragstellung ist grundsätzlich möglich, abhängig von verfügbaren Mitteln
- Antragstellung: Grundsätzlich laufend über die Pflegekassen möglich (abhängig von verfügbaren Mitteln)
Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert Beratungsleistungen für kleine und mittlere Unternehmen – also auch für Pflegedienste. Themen können sein: Unternehmensführung, Wirtschaftlichkeitsberatung, Prozessoptimierung oder Führungskräfte-Coaching.
- Förderhöhe: Zuschuss abhängig vom Programm und Standort (typischerweise zwischen 50 % und 80 %)
- Antragstellung: Laufzeiten und Fristen sind programmspezifisch und sollten aktuell beim BAFA geprüft werden
4. Landesspezifische Programme
Viele Bundesländer bieten eigene Förderprogramme an. Zwei Beispiele:
Niedersachsen – Förderung zur Stärkung ambulanter Pflege im ländlichen Raum
- Förderhöhe: 90 % Zuschuss, maximal 40.000 Euro/Jahr
- Zielgruppe: Ambulante Pflegedienste im ländlichen Raum
- Förderbereiche: Digitalisierung, Personalgewinnung, Gesundheitsprävention, Coaching
- Antragstellung: Fristen und Verfahren variieren je nach aktueller Ausschreibung (häufig begrenzte Mittel)
- Förderhöhe: Zuschuss abhängig vom Programm, in der Regel anteilige Förderung von Coachingleistungen
- Zielgruppe: Kleine und mittlere Unternehmen
- Förderbereiche: Change-Management, Digitalisierung, Führungskräfteentwicklung, Prozessoptimierung
- Antragstellung: Im Rahmen der jeweiligen Programmlaufzeit und verfügbaren Mittel
Die Recherche nach Fördermitteln kann überfordernd wirken. Diese Anlaufstellen helfen:
- Förderdatenbank des Bundes:www.foerderdatenbank.de – umfassende Übersicht über Programme von Bund, Ländern und EU
- Landesförderbanken: z. B. NBank (Niedersachsen), NRW.BANK
- Bundesministerien und Landesministerien
- Pflegekassen: Für die Programme nach § 8 SGB XI
- KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau): Vergünstigte Darlehen, teilweise ergänzt durch Tilgungszuschüsse je nach Programm
- BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle): Beratungsförderung
Viele Pflegedienste lassen Fördermittel ungenutzt. Oft aus Unsicherheit oder Zeitmangel. Die häufigsten Hürden:
- „Zu kompliziert“: Der Aufwand wirkt zu hoch, die Anforderungen undurchsichtig.
- „Keine Zeit“: Der Alltag lässt keinen Raum für Recherche und Antragstellung.
- „Angst vor Fehlern“: Sorge vor Rückfragen, falschen Angaben oder Verpflichtungen.
- „Unwissenheit“: Informationen zu passenden Fördertöpfen sind schwer auffindbar.
Professionelle Beratung kann helfen, passende Programme zu identifizieren und Anträge korrekt zu stellen. Beratungsleistungen können unter bestimmten Programmen selbst förderfähig sein (z. B. über BAFA).
DMRZ und PflegeKraft: Partner für Gründer
Wer einen Pflegedienst gründet, braucht mehr als Fördermittel. Eine Software, die von Anfang an funktioniert. Die einfach zu bedienen ist und mit dir wächst. DMRZ bietet hierfür eine entsprechende Lösung an.
Die Pflegesoftware von DMRZ bietet:
- Online-Abrechnung: Direkt per Datenträgeraustausch (DTA) mit den Kassen
- Digitale Pflegedokumentation: Papierlos arbeiten, von überall aus
- Texterkennung: Verordnungen automatisch auslesen lassen
- Tourenplanung und Dienstpläne: Komfortabel erstellen und verwalten
- TI-Anschluss: Inklusive KIM-Adresse für den sicheren Datenaustausch
- Niedriger Einstieg: Monatliche Zahlung statt hoher Investitionskosten, kostenlose Testphase
Ergänzend dazu bietet die Kooperation mit PflegeKraft Expertise rund um Fördermittel. Im Webinar erfährst du, welche Programme für dich infrage kommen, wie du sie beantragst und worauf du achten musst.
Fazit: Fördermittel sind kein Hexenwerk
Wer einen Pflegedienst gründet, muss nicht alles allein stemmen. Für viele Bereiche stehen Förderprogramme zur Verfügung, etwa für Digitalisierung, Beratung oder Personalentwicklung. Du musst wissen, welche Programme es gibt und wie du sie nutzt.
Mit der richtigen Software, professioneller Beratung und gezielter Förderung kannst du von Anfang an professionell aufgestellt sein, ohne dich finanziell zu übernehmen. DMRZ und PflegeKraft unterstützen dich dabei.
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