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Appell für Kinder in vergessenen Konflikten

Positive Bilanz 2006 - Zahl der Fördermitglieder wächst auf 200.000

(lifePR) (Köln, )
Anlässlich der Vorlage seines Geschäftsberichts ruft UNICEF dazu auf, die Not der Kinder in vergessenen Krisengebieten nicht länger zu übersehen. Weitgehend unbeachtet von der Weltöffentlichkeit wachsen Kinder in Konflikt- und Krisenregionen wie Somalia, der Zentralafrikanischen Republik, Darfur oder Kolumbien in einem permanenten Ausnahmezustand auf. Sie leiden unter extremer Armut und Unsicherheit, ungenügender Gesundheitsversorgung und erhalten nur selten eine Schulbildung. „Millionen Kinder sind Opfer von Notsituationen, die sich jenseits des medialen Interesses entwickeln. Je länger die Krisen dauern und je unübersichtlicher die Konfliktlinien verlaufen, desto schwieriger wird es, Hilfe zu mobilisieren“, sagte UNICEF-Vorsitzende Heide Simonis. UNICEF leistet derzeit in 33 Ländern der Erde Nothilfe für Kinder, die unter Kriegen, bewaffneten Konflikten, Naturkatastrophen und anderen extremen Mangelsituationen leiden. „Ohne intensive Berichterstattung ist es kaum möglich, Spenden für eine bestimmte Krise zu sammeln. Selbst die Regierungen orientieren sich bei ihren Hilfszusagen zunehmend am öffentlichen Interesse, das wiederum stark von den Medien bestimmt wird“, sagte Simonis. „Umso wichtiger ist es, dass immer mehr Menschen in Deutschland die Arbeit von UNICEF kontinuierlich und unabhängig von medienwirksamen Katastrophen unterstützen.“

Die Einnahmen von UNICEF Deutschland lagen 2006 bei insgesamt 97,3 Millionen Euro. „Das Ergebnis ist nach dem Ausnahmejahr 2005 das zweitbeste in der Geschichte von UNICEF Deutschland und belegt eindrucksvoll die Hilfsbereitschaft der Spender und Grußkartenkäufer in Deutschland“, sagte Dietrich Garlichs, Geschäftsführer von UNICEF Deutschland.

Besonders wichtig für die Arbeit von UNICEF sind Fördermitglieder, die einen regelmäßigen Beitrag leisten. Ihre Zahl wächst kontinuierlich. Inzwischen unterstützen fast 200.000 Menschen in Deutschland UNICEF mit einem monatlichen Betrag von mindestens acht Euro. Hinzu kamen 2006 rund 650.000 einzelne Spenden und mehr als 16 Millionen verkaufte Grußkarten.

Hilfe für langwierige Krisen jenseits der Schlagzeilen Neben langfristigen Entwicklungsprogrammen ist in diesem und im vergangenen Jahr die Unterstützung für Kinder in anhaltenden Krisen und Konflikten ein Schwerpunkt der UNICEF-Arbeit:

In der sudanesischen Bürgerkriegsprovinz Darfur verschlechtert sich aktuell die Lage der Zivilbevölkerung weiter. Trotz Unsicherheit und enormer logistischer Probleme hilft UNICEF seit Beginn der Krise 2003, hunderttausende Flüchtlinge mit dem Nötigsten zu versorgen. UNICEF unterstützt mit Spendengeldern aus Deutschland in Darfur die Wasserversorgung für 1,1 Millionen Menschen und kümmert sich um die Versorgung und Behandlung von zehntausenden mangelernährten Kindern. Über 500.000 Kinder besuchen von UNICEF unterstützte Notschulen.

Im Norden der Zentralafrikanischen Republik haben jahrelange Kämpfe und Angriffe verschiedener bewaffneter Gruppen über 200.000 Menschen aus ihren Dörfern vertrieben. Schulen und Gesundheitszentren wurden geplündert, ganze Dörfer ausgeraubt und niedergebrannt. UNICEF hilft, das Überleben der Kinder zu sichern und versorgt mangelernährte Kinder mit therapeutischer Spezialmilch. Die Familien erhalten Überlebenspakete mit Moskitonetzen und Kochtöpfen. Kinder werden gegen Masern geimpft und erhalten Vitamin A zur Stärkung ihrer Abwehrkräfte.

In Somalia sind zehntausende Menschen auf der Flucht vor bewaffneten Auseinandersetzungen. Trotz der angespannten Sicherheitslage bringt UNICEF Decken, Wasserkanister, Kochutensilien, Plastikplanen und Medikamente in die Region.

In Kolumbien werden rund 14.000 Kinder im Kampf zwischen Regierung und Rebellengruppen als Soldaten missbraucht. Besonders die Kämpfer der FARC (Bewaffnete Revolutionäre Front Kolumbiens) rekrutieren gezielt Kinder. Viele von ihnen werden gequält, Mädchen werden auch sexuell missbraucht. UNICEF hilft, ehemalige Kindersoldaten in Übergangszentren medizinisch und psychologisch zu betreuen und unterstützt den Aufbau von Kinderschutz-Netzwerken in den Konfliktgebieten. Lehrer, Eltern und Freiwillige arbeiten zusammen, um Rekrutierungsversuche zu stoppen und Jugendlichen neue Perspektiven zu bieten.

Langfristige Hilfe zur Selbsthilfe - das Beispiel „Schulen für Afrika“
Der überwiegende Teil der Einnahmen des Jahres 2006 floss in langfristige Entwicklungsprogramme für Kinder. Ein Schwerpunkt ist dabei die Hilfe für Afrika. Auf dem afrikanischen Kontinent sind die Probleme besonders groß. Dort leben zwölf Prozent der Weltbevölkerung. Aber auf Afrika entfallen 43 Prozent aller weltweiten Todesfälle bei Kindern und 90 Prozent aller AIDS-Waisen. Nahezu die Hälfte der afrikanischen Kinder geht nicht oder nur kurz zur Schule. Spender aus Deutschland haben besonders den Bau von Schulen für die ärmsten Kinder im südlichen Afrika unterstützt. Mit der Aktion „Schulen für Afrika“ hat UNICEF in den vergangenen zwei Jahren fast 100.000 Kindern in Afrika erstmals Zugang zu Schulbildung verschafft. In sechs Ländern im südlichen Afrika wurden einfache Schulen gebaut oder instand gesetzt. Die Kinder erhielten Hefte und Stifte. Lehrer wurden ausgebildet und Gemeinden angeleitet, den Betrieb von Schulen zu organisieren.

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UNICEF, das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, hilft Kindern in den Entwicklungsländern und Krisengebieten. UNICEF sorgt dafür, dass Kinder in die Schule gehen können, medizinisch betreut werden, sauberes Trinkwasser erhalten sowie eine ausreichende Ernährung. UNICEF setzt sich weltweit ein, um Kinder vor Ausbeutung und Missbrauch zu schützen.

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