Freitag, 20. Oktober 2017


Vorbildliches Engagement für Menschen mit Multipler Sklerose: DMSG-Bundesverband belohnt herausragende Leistungen Ehrenamtlicher

Hannover, (lifePR) - Mit einem Festakt hat die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft, Bundesverband e.V. (DMSG) am 16. Oktober 2014 in Berlin verdienstvolle Persönlichkeiten geehrt, die seit vielen Jahren und in beispielgebender Weise den MS-Erkrankten in ihrer Familie, im Rahmen der Selbsthilfe oder in Projekten der DMSG zu mehr Lebensqualität verhelfen. Die Auszeichnungen übergab der Schirmherr des DMSG-Bundesverbandes, Bundespräsident a. D. Christian Wulff. Literarische Einblicke in sein Leben mit MS gewährte Autor Thomas J. Erning. Durch das Programm führte Moderator Ludger Abeln.

Käte Hammersen Preis 2014 für über 20 Jahre herausragendes Engagement

Prof. Dr. med. Judith Haas, Berlin, stellvertretende Vorsitzende im Geschäftsführenden Vorstand, Vorstandsmitglied im Ärztlichen Bei-rat des DMSG-Bundesverbandes und Neurologin am Jüdischen Krankenhaus Berlin, fördert seit mehr als zwei Jahrzehnten mit ihrem professionellen Rat, ihrer medizinischen Kompetenz, ihrer großen Erfahrung, vor allem aber mit ihrer herzlichen Zuwendung zu den Menschen die Arbeit der DMSG und trägt in hohem Maße dazu bei, dass MS-Erkrankte ihr Leben besser meistern können. Dafür erhielt sie den Käte Hammersen Preis 2014 der DMSG, der mit 2.500 Euro dotiert ist. "Sie sind nicht nur eine herausragende Ärztin und Wissenschaftlerin, sondern auch jemand, der sich mit großer Leidenschaft, Empathie und hoher fachlicher Kompetenz für die Menschen einsetzt, deren Leben von dieser Krankheit geprägt ist", so Bundespräsident a.D. Christian Wulff in seiner Laudatio.

Pia Näbauer Preis für junge MS-Erkrankte 2014

Zum vierten Mal wurde der mit 2.500 Euro dotierte Pia Näbauer Preis der DMSG, der aus einer Zustiftung der Bayerischen Multiple Sklerose Stiftung resultiert, verliehen. Er soll für junge Leute mit MS ein Ansporn sein, sich in der DMSG zu engagieren. In diesem Jahr wurde der Preis zweimal vergeben und so konnte Bundespräsident a.D. Christian Wulf gleich zwei junge Frauen auszeichnen: Marianne Silzle aus Loßburg in Baden-Württemberg ist mit ihren 17 Jahren die bislang jüngste Preisträgerin. Ihr selbstbewusster, offener und öffentlicher Umgang mit ihrer Erkrankung macht sie zu einer wunderbaren Botschafterin in Sachen MS. Katrin Kormann aus Velen-Ramsdorf in Nordrhein-Westfalen ist es gelungen, eine gut funktionierende Beratungs-Kooperation zwischen dem von ihr betreuten Kontaktkreis und einer MS-Fachklinik aufzubauen.

DMSG-Pflegepreise 2014

Die Merck Serono GmbH stiftete dem DMSG-Bundesverband zum 13. Mal zwei Pflegepreise mit je 5.000 Euro, mit denen in der Pflege tätige Angehörige MS-Erkrankter für ihr jahrelanges, aufopferungsvolles Engagement belohnt werden. Bundespräsident a.D. Christian Wulff ehrte eine Mutter und einen Ehemann: Helga Grunow aus Alt-reetz in Brandenburg ist, unterstützt von ihrem Mann Siegfried, seit 11 Jahren tagtäglich, rund um die Uhr, für ihren schwer an MS er-krankten Sohn André da und macht ihm mit ihrer Liebe und Fürsorge das Leben lebenswert. Hans-Jürgen Meyer aus Staßfurt in Sachsen-Anhalt pflegt seit 12 Jahren in vorbildlicher Weise seine sehr schwer an MS erkrankte Frau Martina, ermutigt sie und gibt ihr immer wieder die Lebensfreude zurück.

DMSG-Ehrennadeln: Anerkennung für langjähriges Engagement

Acht Ehrennadeln in Gold überreichte Bundespräsident a.D. Christian Wulff und skizzierte in kurzen Laudationes die herausragenden Verdienste von: Kurt Bange/Bremerhaven (Bremen), Sabine Gwarys/Ettenheim(Baden-Württemberg), Irmgard Hunger/Coburg (Bay-ern), Roswitha Kiers/Hamburg (Hamburg), Gisela Kübel-beck/Nauheim (Hessen), Anngret Lorenz-Zimmer/Kühlungsborn (Mecklenburg-Vorpommern/Nordrhein-Westfalen), Therese Nicko-lai/Bergheim (Nordrhein-Westfalen) und Gabriele Troll/Lübbenau (Brandenburg).

Neun Persönlichkeiten erhielten die Ehrennadel in Silber: Brigitte Bode/Achim (Niedersachsen), Doris Conrad/Dessau-Roßlau (Sachsen-Anhalt), Bernd Dicke/Mehren (Rheinland Pfalz), Monika Dickmann/Oberhausen (Nordrhein-Westfalen), Carolin Froehlich/Neustadt (Bayern), Helga Hopfe/Rotschau (Sachsen), Annemie Nickels/Prüm (Rheinland-Pfalz), Britta Rudolph/Oranienburg (Brandenburg), Romy Wandschneider/Weingarten (Baden-Württemberg) und Günter-Ernst Winkle/Wächtersbach (Hessen).

Der an MS erkrankte Autor Thomas J. Erning erntete viel Beifall für die Kostproben aus seinem Roman "Mein Leben mit Daly". Das Improvisationstheater "Emscherblut" aus dem Ruhrgebiet begeisterte mit kleinen Szenen, die es auf Zuruf aus dem Publikum mit Witz und Temperament gestaltete.
Diese Pressemitteilung posten:

Website Promotion

Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft Bundesverband e.V.

Der DMSG-Bundesverband e.V., 1952/1953 als Zusammenschluss medizinischer Fachleute gegründet, vertritt die Belange Multiple Sklerose Erkrankter und organisiert deren sozialmedizinische Nachsorge.

Die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft mit Bundesverband, 16 Landesverbänden und derzeit 900 örtlichen Kontaktgruppen ist eine starke Gemeinschaft von MS-Erkrankten, ihren Angehörigen, 4.230 engagierten ehrenamtlichen Helfern und 245 hauptberuflichen Mitarbeitern. Insgesamt hat die DMSG 45.000 Mitglieder.

Mit ihren umfangreichen Dienstleistungen und Angeboten ist sie heute Selbsthilfe- und Fachverband zugleich, aber auch die Interessenvertretung MS-Erkrankter in Deutschland. Schirmherr des DMSG-Bundesverbandes ist Christian Wulff, Bundespräsident a.D.

Multiple Sklerose (MS) ist eine chronisch entzündliche Erkrankung des Zentralnervensystems (Gehirn und Rückenmark), die zu Störungen der Bewegungen, der Sinnesempfindungen und auch zur Beeinträchtigung von Sinnesorganen führt.

In Deutschland leiden rund 130.000 Menschen an MS. Nach neuesten Zahlen des Bundesversicherungsamtes sind es möglicherweise deutlich mehr MS-Erkrankte. Trotz intensiver Forschungen ist die Ursache der Krankheit nicht genau bekannt.

MS ist keine Erbkrankheit, allerdings spielt offenbar genetische Veranlagung eine Rolle. Zudem wird angenommen, dass Infekte in Kindheit und früher Jugend für die spätere Krankheitsentwicklung bedeutsam sind. Welche anderen Faktoren zum Auftreten der MS beitragen, ist ungewiss.

Die Krankheit kann jedoch heute im Frühstadium günstig beeinflusst werden.

Weltweit sind schätzungsweise 2,5 Millionen Menschen an MS erkrankt.

Weitere Pressemitteilungen dieses Herausgebers

Disclaimer