Der Zug soll Fahrt aufnehmen!

(lifePR) ( Berlin, )
Was mit einem Kurswagen aus Niedersachsen begann, ist nun ein langer Zug mit besonderem Auftrag geworden. Er wartet in Berlin darauf, mit einer leistungsfähigen Lokomotive bespannt zu werden, um in alle Teile der Bundesrepublik zu fahren. Dieser symbolische Zug aus 16 Waggons symbolisiert den Auftrag der 91. Gesundheitsministerkonferenz (GMK) an das Bundesministerium für Gesundheit (BMG), den flächendeckenden Einsatz von Stationsapothekern und Medikationsdatenbanken durch unterstützende bundesweit geltende Regeln prüfen zu lassen. Bislang war ausschließlich in Niedersachsen eine solche Initiative auf Landesebene gestartet worden.

Die ADKA - Bundesverband deutscher Krankenhausapotheker e. V. – begrüßt vollinhaltlich den Auftrag der GMK an das BMG und unterstützt ihn mit einer eigenen Initiative. Auf der Mitgliederversammlung des Verbandes im Mai 2018 wurde beschlossen, den geschlossenen Medikationsprozess (Closed Loop Medication Management) in der stationären Arzneimitteltherapie systematisch zu unterstützen und als erstes Ziel bis zum Jahr 2021 flächendeckend Stationsapotheker in deutschen Krankenhäusern einzuführen.

Der geschlossene Medikationsprozess aus den Elementen elektronische Arzneimittelverordnung, Stationsapothekern, patientenindividueller Arzneimittellogistik und elektronische Dokumentation der Arzneimittelgabe am Patienten ist das beste Instrument, den Hochrisikoprozess der Arzneimitteltherapie im Krankenhaus wirksam und sicher zu gestalten. Von der Umsetzung profitieren alle Beteiligten:
  • die Patienten durch eine qualitätsgeprüfte, wirksame und sichere Arzneimitteltherapie
  • Ärzte und Pflegekräfte durch klinisch-pharmazeutische Unterstützung und Entlastung in Zeiten knapper personeller Ressourcen
  • die Solidargemeinschaft insgesamt durch eine effektive Arzneimitteltherapie ihrer Versicherten.
Unterstützt von elektronischen Verordnungssystemen tragen Stationsapotheker dazu bei, das begrenzte Budget im Gesundheitswesen durch eine qualitätsgesicherte Medikation und damit einhergehend durch Vermeidung unnötiger Ausgaben zur Korrektur der Folgen suboptimaler Arzneimitteltherapien oder von Patientenschädigungen durch Arzneimittel effektiv zu schonen.

Die ADKA wünscht der Initiative der GMK bestes Gelingen und wird sie in begleitenden Maßnahmen unterstützen, um den Stationsapothekerzug bundesweit ins Rollen zu bringen.
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