Samstag, 23. Juni 2018


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Warnung von VSE-Vorstand Petry völlig absurd

Große Mehrheit gegen Großkraftwerk in Ensdorf / BUND Saar sieht Kraftwerkspläne vor dem Aus

Saarbrücken, (lifePR) - Der BUND Saar weist die jüngst von VSE-Vorstand Leo Petry geäußerte Warnung vor einem Scheitern der Kraftwerkspläne in Ensdorf als völlig absurd zurück. Die regionalwirtschaftliche Bedeutung des neuen Kraftwerks wird viel zu hoch eingeschätzt. Es bringt keinen Vorteil gegenüber einer dezentralen Energieversorgung mit Heizkraftwerken. Gerade diese sind eine Jobmaschine und bringen bedeutend mehr Arbeitsplätze! Gleichzeitig wird der Energieträger Kohle durch Kraft-Wärme-Kopplung effizient genutzt und die Schadstoffe aus den Einzelfeuerungen fallen weg. Zudem können die kleineren Abgasvolumina wesentlich besser gefiltert werden als dies bei den Riesenabgasmengen des geplanten Doppelblocks möglich ist.

"In welcher Welt lebt eigentlich Herr Petry? Er hat wohl noch nicht zur Kenntnis genommen, dass ein Großteil der Bevölkerung gegen das gigantische Kraftwerk ins Ensdorf ist. Zu glauben, es gäbe einen Volksaufstand bei einem Scheitern der Kraftwerkspläne, zeugt anscheinend von einem Realitätsverlust des Kraftwerkslobbyisten Petry. Die zu erwartenden Gesundheits-, Umwelt- und Vermögensschäden, die der Nachbarschaft und der Allgemeinheit entstehen, blendet er vollkommen aus", so Joachim Götz, Landesvorsitzender des BUND Saar.

Das geplante Kraftwerk ist nach Ansicht des BUND Saar gegen alle Vernunft und verhindert eine nachhaltige Entwicklung der Region. Es ist energiepolitisch, volkswirtschaftlich und ökologisch völlig unverantwortlich.

Auch hängt nach Ansicht des BUND das Überleben des Saarlandes nicht von der Verwirklichung dieses Kraftwerksprojektes ab. Genau das Gegenteil wird der Fall sein. Dieses Mega-Kraftwerk wird den "harten Weg" in der Energieversorgung für die nächsten 50 Jahre festschreiben: Gesundheits-, Umwelt- und Vermögensschäden werden eher zunehmen als abnehmen.

"Man kann es drehen und wenden, wie man will. Der einzige Gewinner beim geplanten Kraftwerk ist die RWE und deren Großaktionäre. Die Gewinne fließen nach außerhalb des Saarlandes ab. Die Schäden in jeglicher Hinsicht tragen wir im Saarland und im angrenzenden Lothringen", so Götz abschließend.
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