Kritik an der EnBW: Strompreiserhöhung statt gesunkene CO2-Zertifikatspreise an Verbraucher weitergegeben

(lifePR) ( Stuttgart, )
Scharfe Kritik an der angekündigten Strompreiserhöhung der EnBW hat der energiepolitische Sprecher der Grünen im Landtag Franz Untersteller geäußert. Die EnBW will für den Tarif "Aktiv Privat" ab 1. September 2007 8,5 Prozent mehr und begründet dies mit gestiegenen Beschaffungskosten. Mit der gleichen Argumentation (abgesehen von der ebenfalls weitergereichten Mehrwertsteuererhöhung am 1.1.2007) seien auch die letzten Preiserhöhungen begründet worden, etwa mit dem Hinweis, die CO2-Zertifikate einpreisen zu müssen. Diese lagen vor Jahresfrist bei ca. 25 Euro pro Tonne CO2. Da die Zertifikate einem kräftigen Preisverfall unterliegen, können sie heute für unter 50 Eurocent erworben werden. Untersteller kritisierte, dass diese Kostenreduktion durch die EnBW nicht an die Verbraucher weiter gegeben werde. Auch die Strombezugspreise an der Leipziger Börse seien nicht gestiegen, wenn nicht sogar gefallen. Untersteller forderte EnBW deshalb auf, die Strompreiserhöhung zurückzuziehen.

An die Verbraucherinnen und Verbraucher gerichtet erinnerte Untersteller in diesem Zusammenhang an die Möglichkeit, den Stromanbieter zu wechseln. "Die Verbraucher haben es selbst in der Hand: Es genügt schon eine Postkarte, sich von Stromanbietern zu befreien, deren Preispolitik nicht transparent ist." Bei der Gelegenheit, so Untersteller, böte sich natürlich an, nicht nur auf den Preis zu achten, sondern auch darauf, woher der Strom komme. Mit der kräftigen Preiserhöhung bei der insgesamt hochpreisigen EnBW werde auch das Märchen widerlegt, Atomstrom sei billig und die Erneuerbaren teuer. "Preiswert und sauber ist längst auf dem Strommarkt zu haben. Ökostrom ist oft auch nicht teurer, und gelegentlich sogar billiger als Strom von Anbietern wie der EnBW."
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