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Tatort Arbeitsplatz: Wenn Kollegen krank zur Arbeit kommen

Welttag für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz 28. April 2019

(lifePR) (Hamburg, )
Am 28. April findet der Welttag für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz statt. Viele denken dabei an Rückenleiden, Burnout-Syndrom oder Verletzungen durch unzureichende Schutzmaßnahmen. Dabei droht auch Gefahr von ganz anderer Seite: vom eigenen Kollegen, der krank zur Arbeit kommt.

Gesunde Mitarbeiter bilden die Voraussetzung für ein erfolgreiches Unternehmen. Doch viele Arbeitnehmer ignorieren die Warnsignale ihres Körpers und kommen krank zur Arbeit. Vor allem vermeintliche Bagatellerkrankungen wie Erkältungen und Magen-Darm-Krankheiten, die das ganze Jahr über Saison haben, werden von den Betroffenen oft unterschätzt. Tatsächlich gehen laut einer statistischen Umfrage drei von vier Mitarbeitern mit einer Erkältung ins Büro. Mehr als ein Drittel erscheint sogar mit Fieber und Grippe am Arbeitsplatz.

Ansteckungsrisiko liegt bei 30 Prozent

Damit schaden die Mitarbeiter nicht nur ihrer eigenen Gesundheit, sondern gefährden auch ihre Kollegen. Denn die Ansteckungsgefahr ist hoch, wie Studien zeigen. Werden z. B. durch kranke Mitarbeiter Rhinoviren ins Büro gebracht, die Auslöser von Schnupfen und Erkältungen, liegt die Wahrscheinlichkeit bei ca. 30 Prozent, dass sich die gesunden Kollegen ebenfalls anstecken. Und: Durch allein einen erkrankten Mitarbeiter werden Viren auf 50 Prozent der häufig berührten Flächen im Büro, wie z. B. Türgriffe oder Bedienfelder des Kopierers, übertragen. Von diesen Flächen wiederum können die Keime in die Schleimhäute von Mund, Nase oder Augen gelangen. Denn laut einer Untersuchung fassen sich Menschen in einer Stunde durchschnittlich 16 Mal ins Gesicht. Eine Ansteckung ist damit quasi vorprogrammiert.

A und O der Prävention: Händehygiene

Was also tun, wenn Kollegen krank zur Arbeit erscheinen? Die Antwort liegt buchstäblich auf der Hand. Da die Mehrzahl der Krankheitserreger durch die Hände übertragen wird, hat die Händehygiene oberste Priorität. Das bestätigen auch Untersuchungen der Uni Greifswald zur Händedesinfektion im Büro und öffentlichen Verwaltungen. Demnach litten Mitarbeiter, die sich mehrmals täglich bei der Arbeit die Hände mit einem alkoholischen Händedesinfektionsmittel einrieben, deutlich seltener an Husten, Fieber, Erkältung oder Durchfall.

Bewährt hatte sich in der Studie die Händedesinfektion am Arbeitsplatz in folgenden Situationen:
  • Nach der Toilettennutzung
  • Nach dem Naseputzen
  • Vor dem Essen
  • Nach dem Kontakt mit kranken Kollegen
  • Nach dem Umgang mit Akten
Dass die Händedesinfektion in diesen Situationen dem Händewaschen überlegen ist, zeigt eine weitere Untersuchung. So verblieben nach dem Händewaschen mit einfacher Seife noch 8 Prozent der Keime auf den Händen. Nach Anwendung  alkoholischer Einreibepräparate sind je nach Rezeptur nur noch 0,01 Prozent der Erreger nachweisbar – so z. B. beim umfassend geprüften und hautfreundlichen Händedesinfektionsgel Sterillium Protect & Care.

Quellen

Nier H., Die Deutschen gehen auch krank zur Arbeit, statista, 26.10.2017.

Beamer PI. et al., Modeling of Human Viruses on Hands and Risk of Infection in an Office Workplace Using Micro-Activity Data. J Occup Environ Hyg. 2015;12(4):266-75

Blue A. Germs Spread Fast at Work, Study Finds. University of Arizona. University Communications. Jan. 30, 2013. https://uanews.arizona.edu/... (Letzter Zugriff 11.04.2019)

Nicas M., Best D., A study quantifying the hand-to-face contact rate and its potential application to predicting respiratory tract infection. J Occup Environ Hyg. 2008 Jun;5(6):347-52

Kramer A. Hand hygiene - patient and staff protection. GMS Krankenhaushyg Interdiszip 2006;1(1):Doc14

Hübner NO., Effectiveness of alcohol-based hand disinfectants in a public administration: Impact on health and work performance related to acute respiratory symptoms and diarrhoea. BMC Infect Dis. 2010; 10: 250

Burton M., The effect of handwashing with water or soap on bacterial contamination of hands. Int J Environ Res Public Health. 2011 Jan;8(1):97-104

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