Freitag, 22. Juni 2018


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Mit Kriseninterventionsteams gegen Rechtsextremismus in Bayern

Neue Landeskoordinierungsstelle gegen Rechtsextremismus beim Bayerischen Jugendring unterstützt von Bund und Land – Mobile Interventionsteams fördern Aufbau lokaler Netzwerke

München, (lifePR) - Der Bayerische Jugendring (BJR) richtet ab Oktober 2007 eine Landeskoordinierungsstelle „Rechtsextremismus“ Bayern ein. Sie ist Teil des Bundesprogramms „Förderung von Beratungsnetzwerken - Mobile Intervention gegen Rechtsextremismus“ in Verantwortlichkeit des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Als zuständige Landesbehörde hat das Bayerische Kultusministerium den BJR als ausführende Stelle benannt. Die neue Koordinierungsstelle hat die Aufgabe, die Kommunen in Bayern mit allen relevanten Bereichen wie Kommunalpolitik, Kirchen, Jugendarbeit, Bürgerinitiativen u.a. durch den Einsatz mobiler Interventionsteams zu unterstützen, wenn vor Ort Probleme mit Rechtsextremismus auftreten. Experten beraten die Zuständigen vor Ort und entwickeln gemeinsam mit diesen jeweils individuell zugeschnittene Maßnahmen. Gleichzeitig unterstützen sie den Aufbau lokaler Netzwerke gegen Rechts mit dem Ziel eines regelmäßigen Informations- und Erfahrungsaustauschs zwischen den beteiligten Organisationen und Personen. Die landesweite Vernetzung aller Betroffenen findet über den BJR statt. So werden auch die Ergebnisse der Aktivitäten gesichert und Nachhaltigkeit hergestellt.

BJR kann erfolgreiche Präventions- und Vernetzungsarbeit fortsetzen Martina Kobriger, Präsidentin des Bayerischen Jugendrings, freut sich darüber, dass Bundesjugendministerium und Bayerisches Kultusministerium wieder den BJR mit dieser Aufgabe betraut haben: „Gerade die Vorfälle im sächsischen Mügeln haben gezeigt, wie wichtig es ist, vor Ort gegen Rechtsextremismus präsent zu sein. Dies hat das Bundesjugendministerium richtig erkannt und mit dem Bundesprogramm zur „Förderung von Beratungswerken – Mobile Intervention gegen Rechtsextremismus“ auch die Umsetzung ermöglicht. Der Bayerische Jugendring ist hierfür der richtige Partner, denn unsere seit 60 Jahren gewachsenen Strukturen ermöglichen es uns, landesweit direkt auf die kommunale Ebene von Jugendarbeit und Jugendpolitik einzuwirken.“ Bis vor Kurzem hatte der BJR das ebenfalls vom Bundesjugendministerium geförderte Präventionsprojekt „Entimon Bayern“ betreut, das seit 2004 zahlreiche lokale Aktivitäten in diesem Bereich auf den Weg gebracht hat.

Aktiv für Integration und gegen Fremdenfeindlichkeit Der Bayerische Jugendring erfüllt die staatlich übertragenen Aufgaben der Beratung und Unterstützung von öffentlichen und freien Trägern der Jugendhilfe und ist dadurch grundsätzlich Netzwerkstelle auf Landesebene für Jugendarbeit und Jugendpolitik. Dabei blickt er auf eine lange Tradition in der Arbeit gegen Rechtsextremismus, Ausländerfeindlichkeit und Antisemitismus zurück, die auch in der bereits 1947 verabschiedeten Satzung verankert ist. Darüber hinaus ist der BJR auch in der Integrationsarbeit aktiv: Das „Aktionsprogramm Integration“ unterstützt mit Mitteln des Freistaats Bayern seit 2002 die stärkere Einbindung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund in die Strukturen und Angebote der Jugendarbeit.
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Bayerischer Jugendring KdöR

Der Bayerische Jugendring ist die Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände (derzeit 29 landesweit und 36 regional tätige Verbände) und der mehr als 350 örtlichen Jugendorganisationen in Bayern. Strukturell ist er in 96 Stadt- und Kreisjugendringe sowie sieben Bezirksjugendringe gegliedert. Seine Mitgliedsorganisationen erreichen mit ihren Angeboten mehr als zwei Drittel aller Kinder und Jugendlichen
in Bayern.

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