Sonntag, 24. Juni 2018


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Radverkehrsnetz NRW Meilenstein für das D-Netz

ADFC: Einheitliche Qualitätsstandards müssen her

Bremen, (lifePR) - Es ist ein Meilenstein auf dem Weg zur einheitlichen Beschilderung von Radrouten in Deutschland: Insgesamt 13.800 Kilometer lang ist das komplette Radverkehrsnetz Nordrhein-Westfalen (NRW), dessen symbolische Fertigstellung am gestrigen Sonntag in Münster mit einem großen Bürgerfest gefeiert wurde. Erstmalig ist damit ein ganzes Bundesland flächendeckend in einem hochwertigen Radverkehrsnetz verknüpft, das sich in den 396 nordrhein-westfälischen Kommunen mit markanten und gut lesbaren rot-weißen Wegweisern präsentiert. Das Netz besteht sowohl aus kurzen und direkten Verbindungen für den Alltagsverkehr als auch aus überregionalen und touristisch attraktiven Routen.

„Dieses Engagement sollte auch für andere Bundesländer Vorbild und Ansporn sein“, sagte Dr. Engelbert Lütke Daldrup, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium beim Festakt in Münster – für den Ausbau der regionalen Netze ebenso wie für die gemeinsame Fertigstellung des künftigen nationalen Radroutensystems „D-Netz“. Dieses umfasst zwölf überregionale Radfernwege mit einer Gesamtlänge von ca. 11.700 Kilometern und erstreckt sich über ganz Deutschland. Das D-Netz soll zukünftig bundesweit mit eigenen Wegweisern gekennzeichnet und zentral beworben und vermarktet werden. Parallel zu seinem landesweiten Radverkehrsnetz hat Nordrhein-Westfalen nun als erstes Bundesland auch die flächendeckende Kennzeichnung von knapp 1.400 Kilometern des D-Netzes fertig gestellt.

„Die verbindlichen, bundesweit gültigen Standards des D-Netzes erhöhen sichtbar die Routenqualität“, sagt der Bundesvorsitzende des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs, Karsten Hübener. „Auch deshalb“, so Hübener, „führt an einer zentralen Koordinierungsstelle für das deutsche Radfernwegenetz künftig kein Weg vorbei.“

Nun soll die geplante D-Netzroute 3 (Europa-Radweg R1 von der niederländischen Grenze über Münster, Goslar, Dessau und Berlin bis zur polnischen Grenze als Pilotprojekt unter Führung des Bundesverkehrsministeriums bald Wirklichkeit werden: „Ich rechne mit einem Start noch in diesem Jahr“, so Lütke Daldrup beim Festakt in Münster. Die Modellroute, die über 266 Kilometer Wegstrecke auch in Nordrhein-Westfalen verläuft, soll in den nächsten drei Jahren nach einheitlichen Qualitätskriterien gemeinsam mit den Landesverkehrs-ministerien aus NRW, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Berlin entwickelt werden.

Die Erfahrungen Nordrhein-Westfalens bei der Umsetzung des eigenen, nun komplettierten regionalen Radverkehrsnetzes sollen auch bei dieser deutschlandweiten Pilotstrecke genutzt werden. In Köln, Duisburg, Herford und Essen sowie im Ennepetal-Ruhr-Kreis wurden und werden in diesen Tagen die letzten Bau- und Beschilderungsmaßnahmen für das NRW-Radverkehrsnetz absolviert.

Und mit der symbolischen Montage des letzten Wegweisers auf dem Münsteraner Domplatz sei „das Radverkehrsnetz-Projekt für uns noch lange nicht abgeschlossen“, sagte der nordrhein-westfälische Verkehrsminister Oliver Wittke. Mit Lückenschlüssen, Instandhaltungs- und Reparaturmaßnahmen werde am NRW-Netz kontinuierlich weiter gearbeitet: „Wir wollen uns auf unseren 13.800 Kilometern Radverkehrsnetz nicht ausruhen“, so Wittke.

Mehr Informationen unter:
www.radverkehrsnetz.nrw.de www.radroutenplaner.nrw.de
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