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Chancen schaffen: Unternehmen diskutieren inklusiven Zugang für Menschen mit Behinderungen

2. Netzwerktreffen Inklusion in Nürnberg

(lifePR) (Erlangen, )
Am 10. Februar 2025 fand das zweite Netzwerktreffen Inklusion des Inklusionsprojekts LAUT statt. Gastgeber war das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg. Zu den teilnehmenden Großunternehmen aus der Region Erlangen-Nürnberg, gehörten die Bundesagentur für Arbeit, Danone DACH, DATEV eG, die Friedrich-Alexander-Universität, die Schwan STABILO Gruppe, Siemens AG, Siemens Healthcare AG, Sivantos GmbH / WS Audiology sowie die Stadt Nürnberg. Gemeinsam diskutierten die Teilnehmenden, wie der Zugang von Menschen mit Behinderungen (MmB) zu Großunternehmen verbessert werden kann.

Erfolgreiche Best Practices und Lösungsansätze

Die Veranstaltung startete mit einer Vorstellung des IAB und seiner Forschungsprojekte im Bereich Arbeitsmarkt und Inklusion durch Dr. Ulrich Wenzel (IAB), Leiter des Wissensmanagements und Inklusionsbeauftragter. Besonders im Fokus stand das Projekt „InklusionsGuides“, das von Marta Mistela (Geschäftsbereich Personal, Qualifizierung und Infrastruktur am IAB) und Monika Biermeier (Inklusionsbotschafterin IAB) präsentiert wurde. Biermeier beriet als eine von zwei Studentinnen mit Behinderung / chronischer Krankheit das IAB als Expertinnen in eigener Sache. Durch verschiedene Aktivitäten, wie einen Aktionstag Inklusion, Besuchen in verschiedenen Institutsbereichen oder der Reflektion der Bewerber*innen-Ansprache haben sie die Bedeutung der Begegnung und Einbeziehung von MmB am Institut nachhaltig unterstrichen. Das Fazit: Inklusion kann in Unternehmen maßgeblich vorangetrieben werden, wenn kontinuierlich kommuniziert, sensibilisiert und kompetenzorientiert gearbeitet wird.

Inklusive Stellenausschreibungen und Jobcarving als Erfolgsfaktoren

Im Rahmen der anschließenden Diskussionsrunde ging Birgit Eiber (Leiterin Koordinierungsstelle Inklusion an der Bundesagentur für Arbeit) auf die Erfolgsfaktoren inklusiver Stellenausschreibungen ein. Besonders positiv hervorgehoben wurde eine explizite Ansprache von MmB in den Stellenausschreibungen der Bundesagentur, die auf Inklusionsvereinbarungen, die Schwerbehindertenquote und mögliche Arbeitsplatzanpassungen hinweist sowie den direkten Kontakt zu einer Vertrauensperson im Unternehmen anbietet.

Ein weiterer Schwerpunkt war das Konzept des „Jobcarving“, das von Phyllis Ros (Öffentlichkeits- und Netzwerkarbeit im Projekt LAUT bei der Access gGmbH) vorgestellt wurde. Jobcarving umfasst die gezielte, innerbetriebliche Suche nach geeigneten Tätigkeiten für Menschen mit Behinderungen, die zu einem neuen, passgenauen Stellenprofil zusammengestellt werden. Das Konzept gewinnt zunehmend auch für bestehendes Fachpersonal an Bedeutung, insbesondere im Hinblick auf den Anstieg psychischer Erkrankungen und erfolgreicher Wiedereingliederung. Durch die anhaltende Auslagerung unterstützender Dienstleistungen an externe Unternehmen sinkt jedoch der direkte Einfluss und die Möglichkeit zur Anpassung dieser Arbeitsplätze wird reduziert.

Herausforderungen bei Personalbudgets und Lösungsansätze

Ein zentrales Thema war die Herausforderung durch die strikte Budgetierung von Personalressourcen, die den schnellen Zugang von MmB zu Arbeitsplätzen erschwert. Lösungsansätze wie finanzielle Anreize, die Einführung von Sonderfonds und die Unterstützung durch externe Fachdienste wie Access oder auch dem IFD wurden intensiv diskutiert. Dabei wurde deutlich, dass insbesondere der Austausch innerhalb von Unternehmen sowie die Wirkung von Onboarding-Patensystemen zur erfolgreichen Inklusion von MmB beitragen können.

Ausblick: Weiteres Netzwerken für Inklusion

Für die Zukunft wurde beschlossen, das Netzwerk regelmäßig weiterzuführen und auch virtuelle Austauschmöglichkeiten zwischen den halbjährlichen Treffen zu schaffen.  Das Netzwerktreffen verdeutlichte, wie wichtig es ist, Inklusion als Chance zu begreifen und konkrete Maßnahmen zu ergreifen, um den Zugang von Menschen mit Behinderungen in Großunternehmen nachhaltig zu fördern.

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LAUT – Leben, Arbeiten und TeilhabeN in einer inklusiven Gesellschaft.

Seit November 2019 hat sich das Projekt "LAUT – Leben, Arbeiten und Teilhaben in einer inklusiven Gesellschaft" zum Ziel gesetzt, neue, nachhaltig wirksame Impulse zu geben, um bestehende Maßnahmen zur Förderung arbeitsuchender Personen mit erheblichen gesundheitlichen Einschränkungen einschließlich schwerbehinderter Menschen mit besonderen Vermittlungsbedürfnissen zu unterstützen und zu stärken. Das Projekt LAUT ist dabei sowohl Ansprechpartner und Coach für Arbeitssuchende, als auch kompetenter Berater und Partner für Arbeitgebende zur Etablierung inklusiver Strukturen im Unternehmen.

Gemeinsam sind wir LAUTstark für Inklusion:

Das Erlanger Jobcenter ist Projektkoordinator und verantwortet zusammen mit dem Jobcenter Erlangen- Höchstadt das Modellprojekt LAUT gegenüber der Fachstelle rehapro. In bewährter Qualität arbeiten die beiden Jobcenter mit der Access gGmbH sowie den Sozialen Betrieben der Laufer Mühle gGmbH, den Regnitz-Werkstätten gGmbH und der wabe e.V. Erlangen sowie mit Arbeitgebenden aus der Region zusammen. Wissenschaftlich begleitet wird das Modellprojekt vom Institut für empirische Soziologie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (IfeS).
Weitere Informationen unter [url=http://]www.laut-inklusion.de[/url].

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