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ABT CEO Thomas Biermaier vor dem Norisring-Rennen: "Wenn ich an 2002 denke, bekomme ich eine Gänsehaut"

(lifePR) (Kempten, )
Das Norisring-Rennen am kommenden Wochenende (Samstag und Sonntag jeweils ab 13 Uhr live in ProSieben) ist der Saisonhöhepunkt der DTM und das Heimrennen von ABT Sportsline. Auf dem nur 2,3 Kilometer langen Stadtkurs am Dutzendteich in Nürnberg hat das bayerische Team in der DTM schon hochemotionale Siege gefeiert, aber auch die eine oder andere Träne vergossen. Teamchef und CEO Thomas Biermaier erinnert sich.

Worauf dürfen sich die DTM-Fans am Norisring-Wochenende freuen?

Auf ein pures Motorsport-Festival. Was die ITR da auch mit den ganzen Rahmenserien auf die Beine gestellt hat, ist aller Ehren wert. Laut Wettervorhersage bekommen wir ein heißes Wochenende. Mit dem vielen Beton ist der Norisring dann wie ein Heizkessel. Es kann auch Blitz und Donner geben. Wir haben am Norisring schon so ziemlich alles erlebt. Ich freue mich auf tolle Rennen, viel Spannung und hoffentlich einen Heimsieg für ABT Sportsline.

Es wird erstmals ein zweigeteiltes Qualifying geben – ist das eine gute Idee?

Ich glaube, dass es absolut Sinn macht mit so vielen Fahrzeugen auf der kurzen Strecke. Es ist fairer für alle, sonst hätten wir ein großes Problem mit „Blocking“.

Der Norisring ist ein Heimspiel für ABT Sportsline und Audi. Gibt es auch einen Heimvorteil?

Nicht wirklich. Es gab viele Jahre, in denen ABT und Audi auf dem Norisring gar nichts gewonnen haben, auch wenn wir fast immer vorne dabei waren. Aber es gibt auch viele Norisring-Momente, auf die wir gerne zurückblicken. Wenn ich an unseren ersten Sieg 2002 mit Laurent Aiello denke, bekomme ich noch immer eine Gänsehaut. Nach dem letzten Jahr haben wir am Norisring etwas gutzumachen. Wir freuen uns darauf.

Am Norisring erscheint ein neues Buch über 22 Jahre ABT Sportsline in der DTM, das an Freunde des Hauses und Partner verteilt wird. An welche Norisring-Stories erinnern Sie sich besonders gerne, an welche weniger gerne?

Das absolute Highlight war das Rennen 2002, in dem wir 72 Runden lang mit Bernd Schneider, dem erfolgreichsten DTM-Fahrer aller Zeiten, gekämpft haben. Laurent Aiello hat ihn in der letzten Kurve überholt und den Sieg eingefahren. Ein besonders schöner Moment war auch 2013, als Mattias Ekström die Ziellinie als Norisring-Sieger überquert hat. Wir haben das im Parc-fermé ausgelassen gefeiert. Ein paar Stunden später wurde daraus mit der Disqualifikation aufgrund der Wasserflaschen-Affäre der bitterste Moment.

Zurück in die aktuelle Saison: Wie ist der Eindruck von der DTM 2022 insgesamt kurz vor dem Ende der ersten Saisonhälfte?

Alles liegt sehr eng zusammen. Man muss an jedem noch so kleinen Detail arbeiten, um vorne zu stehen. Wir haben ein tolles Fahrerfeld, gute Teams, viele Hersteller. Die Rennen könnten ab und zu noch ein bisschen spannender sein. Das ist aber ein bisschen dem geschuldet, dass wir eine relativ gute Balance of Performance und viele extrem gute Fahrer haben. Da ist das Überholen einfach schwierig. Aber ich bin sicher, dass wir nicht nur am Norisring viel Action und interessante Rennen sehen werden.

Wie wichtig waren die ersten beiden Saisonsiege in der DTM in Imola für das ganze Team?

Sehr wichtig! Ich glaube, dass jedem im Team ein Stein vom Herzen gefallen ist. Aber noch wichtiger ist, dass wir nun eine super Basis und eine gute Richtung für die nächsten Rennen haben.

Hat sich das Team mit der Umstellung auf die evo-II-Version des Audi R8 LMS GT3 schwerer getan als erwartet?

Wir hatten im letzten Jahr eine Set-up-Philosophie, mit der wir schnell waren. Für das neue Evo-Paket hat das nicht mehr hundertprozentig gepasst. Es hat eine gewisse Zeit gedauert, das Optimum herauszuholen. Ich glaube, jetzt haben wir die richtige Mischung gefunden.

Haben Sie erwartet, dass René Rast in seiner ersten DTM-Saison mit den GT3-Autos so schnell wieder ganz oben auf dem Podium stehen würde?

Wenn ich ganz ehrlich bin: nein! Aber gehofft habe ich es natürlich. Wir wissen ja, dass er einer der besten Rennfahrer der Welt ist. Es verdient allerhöchsten Respekt, dass er den Umstieg so schnell geschafft hat. Man sieht wieder einmal, dass sich die viele harte Arbeit, die er, aber auch sein Ingenieur Felix (Fechner) und das ganze Team machen, auszahlt. Der Erfolg kommt nicht von ungefähr.

Ricardo Feller hat auch bereits sein erstes DTM-Rennen gewonnen – an seinem dritten Wochenende in der DTM und kurz nach seinem 22. Geburtstag. Wie hat er sich in das Team eingefügt?

Absolut super! Ich bin sehr zufrieden mit ihm – mit seiner Art und Weise, wie er arbeitet. Mit seinem Charakter. Er passt perfekt ins Team. Und er zeigt auch in der DTM, wie schnell er ist. Dabei hat er in den ersten Rennen viel Pech gehabt, inklusive zweier Reifenschäden. Sonst wäre er schon jetzt ganz vorne dabei im Titelkampf.

Kelvin van der Linde hatte nach seiner starken Saison 2021 einen schwierigen Saisonstart. Wie kann das Team ihm dabei helfen, wieder ganz nach vorn zu kommen?

Es geht nur gemeinsam und mit einer gewissen Portion Lockerheit. Man darf auf die Kritik, die von außen kommt, nicht immer gleich reagieren. Wir müssen einfach cool bleiben und hart arbeiten. Jeder bei uns hat hundertprozentiges Vertrauen in Kelvin. Wir wissen, dass er einer der schnellsten GT3-Fahrer der Welt ist. Das wird er auch zeitnah wieder zeigen.

Nach dem Norisring macht die DTM Sommerpause. Aber dem Team wird es vermutlich nicht langweilig mit all den anderen Motorsport-Projekten bei ABT Sportsline?

Das stimmt. Nach dem Norisring geht es mit der Extreme E gleich nach Sardinien. ABT und Extreme E passen – was die sportlichen Erfolge angeht – noch nicht so ganz zusammen. Es wird Zeit, das zu ändern. Im vergangenen Jahr sind wir auf Sardinien Zweite geworden. Vielleicht klappt es auch dieses Mal mit einem Podium. Wir arbeiten auf jeden Fall hart dafür. Bei der Vorbereitung unseres Formel-E-Comebacks sind wir in einer sehr intensiven Phase. Die Mannschaft für 2023 ist weitgehend aufgestellt, aber es liegt noch sehr viel Arbeit vor uns.

ABT Sportsline macht natürlich nicht nur Motorsport. Kelvin van der Linde war zuletzt mit einem ABT RS6-S in Imola und vom Fahrzeug sehr angetan. Wie viel Motorsport steckt in den veredelten Fahrzeugen von ABT Sportsline?

Rein auf die Hardware bezogen relativ wenig. Wenn man an Emotionen und Know-how denkt, dann extrem viel. „Von der Rennstrecke auf die Straße“ ist bei uns seit fast 50 Jahren wörtlich zu nehmen. Das ist die DNA von ABT Sportsline. Und natürlich tauschen sich unsere Ingenieure aus dem Rennsport mit ihren Kollegen aus dem Tuning immer wieder aus. Unser Anspruch ist, das Optimum aus jedem Fahrzeug herauszuholen – auf der Rennstrecke genauso wie auf der Straße. Der Input unserer Rennsport-Ingenieure und auch unserer Rennfahrer ist da sehr hilfreich.

Wie laufen die Geschäfte bei ABT Sportsline insgesamt? Die Zeiten sind ja nicht die einfachsten …

Wir sind sehr zufrieden. Wir haben bei ABT Sportsline tolle Produkte und einen tollen Teamspirit in der gesamten Mannschaft, dank dem wir trotz Corona zwei sehr gute Jahre hatten. Die Zusammenarbeit der Abteilungen während der Corona-Pandemie war vorbildlich. Jeder hat wirklich alles gegeben, um dieser Krise zu trotzen. Wir können uns wirklich nicht beschweren. Es gibt viel Schlimmes derzeit auf der Erde. Wenn wir jammern, dann jammern wir auf einem sehr hohen Level.

Stimmen vor den DTM-Rennen auf dem Norisring

Thomas Biermaier (Teamchef): „Die beiden Siege in Imola haben dem ganzen Team sehr gutgetan. Leider gab es keine Zeit zum Feiern – das holen wir am Sonntagabend am Norisring nach, unabhängig vom Ausgang der Rennen dort. Im vergangenen Jahr lag die Strecke dem R8. Deshalb gehe ich davon aus, dass wir auch dieses Mal konkurrenzfähig sein werden. Ein Heimsieg auf dem Norisring wäre auf jeden Fall etwas ganz Besonderes. Wir erwarten viele Fans und Freunde des Hauses, die uns die Daumen drücken werden. Ich freue mich sehr auf unser DTM-Heimrennen und ein pures Motorsport-Festival.“

Kelvin van der Linde (ABT Audi R8 LMS GT3 evo II #3): „Wir haben noch etwas Arbeit vor uns, um wieder dahin zu kommen, wo wir im letzten Jahr waren. Ich bin sicher, wir schaffen das – und zwar noch vor Saisonende. Am liebsten schon am Norisring. Unser Heimspiel wäre ein guter Ort, um endlich so richtig in die Saison zu starten. Audi ist dort immer gut unterwegs.“

Ricardo Feller (ABT Audi R8 LMS GT3 evo II #7): „Ich werde zum ersten Mal auf dem Norisring fahren und freue mich riesig auf das Wochenende. Ich kann es schwer einschätzen, weil ich die Strecke nicht kenne. Sie ist sehr kurz und man denkt, dass sie einfach ist. Ich denke, sie hat es trotzdem in sich. Normalerweise liegen mir Strecken, auf denen man keine Fehler machen darf.“

René Rast (ABT Audi R8 LMS GT3 evo II #33): „Die DTM-Fans dürfen sich auf viel Spektakel freuen. Der Norisring ist ja immer das Highlight des Jahres: viele Zuschauer, eine geile Strecke, viele Autos und erstmals zwei Qualifying-Gruppen. Man muss sehen, welches Auto dort stark sein wird. Ich habe viele gute und positive Erinnerungen an den Norisring und hoffe, dass das auch so bleibt.“

Wussten Sie, dass ...

… Fußballtrainer Felix Magath am Samstag das Team ABT Sportsline am Norisring besucht?

… ABT Sportsline vor genau 20 Jahren mit Laurent Aiello zum ersten Mal auf dem Norisring siegte?

… ABT Sportsline in der Saison 2016 mit Edoardo Mortara am Samstag und Nico Müller am Sonntag beide Norisring-Rennen gewann?

Kelvin van der Linde einen Tag nach Imola 26 Jahre alt wurde?

… der bei Kempten lebende Südafrikaner in Imola von ABT Partner HYLA einen Luftreiniger geschenkt bekam?

… zwei Gewinner der Aktion „Money can’t buy“ von Antenne Bayern zu Gast am Norisring sind und dabei auch in den Genuss kommen, das Qualifying am Samstag am Kommandostand von ABT Sportsline zu verfolgen?

Ricardo Feller zwei Tage nach seinem Sieg in Imola bei Testfahrten für das 24-Stunden-Rennen in Spa schon wieder im Cockpit eines Audi R8 LMS saß?

René Rast am vergangenen Samstag ein NLS-Rennen auf dem Nürburgring für ABT Partner Scherer Sport bestritt und seinen ersten Sieg in der NLS feierte?

Kelvin van der Linde das Goodwood Festival of Speed besuchte und dort seinen Siegerwagen vom 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring entdeckte?

… alle drei ABT Piloten, Hans-Jürgen Abt, Thomas Biermaier und ABT Sportmarketing-Chef Harry Unflath am Norisring am Freitagabend zu Gast bei der MotorsportLounge von B&M Marketing sein werden?

... Jürgen Tap von der Agentur Hoch Zwei schon zweimal die ABT DTM Photo Challenge gewonnen hat?

… nicht nur Profi-Fotografen, sondern auch Fans an der Photo Challenge teilnehmen können?

… es am Norisring-Wochenende bei der Photo Challenge neben einem Handstaubsauger von ABT und HYLA und einem ABT Chronographen das druckfrische neue ABT Buch „Wir sind DTM“ zu gewinnen gibt?

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ABT SPORTSLINE GmbH

ABT Sportsline ist der weltgrößte Veredler für Fahrzeuge aus dem VW-Konzern und insbesondere Audi. Das Spektrum reicht dabei vom Motor über Karosserieanbauteile, Fahrwerke und Interieurs bis hin zur umfangreichen Kollektion von Leichtmetallrädern. Im Rahmen des Programms ABT Individual können sogar exklusive Einzellösungen umgesetzt werden. Daneben betreibt das Allgäuer Unternehmen Motorsport auf internationalem Top-Niveau: etwa als Privatteam bei der DTM oder mit dem erfolgreichen Engagement in der Formel E. Der Einstieg in die Elektro-Rennserie erfolgte bereits 2014 und wurde 2017 mit dem Gewinn der Meisterschaft gekrönt. Aber auch sonst spielt das Thema Elektromobilität im Unternehmen eine immer größere Rolle. So baut die hauseigene ABT e-Line GmbH, deren Wurzeln bereits über ein Jahrzehnt zurückreichen, aktuell den VW T6.1 für Volkswagen Nutzfahrzeuge in einen Elektrotransporter um.

Technikaffin seit 1896

Die Wurzeln von ABT Sportsline reichen bis zu einer Pferdeschmiede zurück, die 1896 in Kempten gegründet wurde. Ihr innovativstes Produkt: Eine Kutsche, die sich im Winter dank eines cleveren Klappmechanismus auch als Schlitten nützlich machte. Bald rückten auch Motofahrzeuge ins Visier: Ab circa 1920 verkaufte und reparierte AUTO-ABT die Vorgängermarken der heutigen Audi AG - eine Weichenstellung, die das Unternehmen noch heute prägt. 1950 bestritt Gründerenkel Johann Abt sein erstes Autorennen und legte den Grundstein für die Motorsportaktivitäten des eigenen Hauses. Aber auch im Alltag schätzt er schnelle Autos. Deshalb gründete er 1967 ABT Tuning, veredelte 1978 den ersten VW Golf und bringt bereits 1980 das erste Chiptuning auf den Markt. Dann geht es Schlag auf Schlag. Und 1991 wird schließlich der neue repräsentative Firmensitz in der heutigen Johann-Abt-Straße eröffnet, der 2014 um ein beeindruckendes Motorsport-Zentrum erweitert wird, und auch ein eigenes Museum beherbergt.

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