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Endometriose: Wenn Schmerzen zum Alltag werden

Endometriose erkennen, verstehen und individuell behandeln / Chancen auf frühzeitige Diagnostik und Linderung der Schmerzen

(lifePR) (Karlsruhe, )
Viele Frauen leiden unter starken Menstruationsschmerzen. Manchmal steckt jedoch mehr dahinter. Endometriose gehört zu den häufigsten gynäkologischen Erkrankungen, wird jedoch oft erst spät diagnostiziert. Fachärztin Mai Thi Hornaus aus dem Klinikum Karlsruhe klärt zum Endometriose Awareness Month auf.

Starke Unterleibsschmerzen während der Periode werden von betroffenen Frauen oft als „normal“ abgetan, dabei können sie auch auf eine tieferliegende Ursache haben: Endometriose. Es dauert oft lange, bis die Erkrankung diagnostiziert wird, obwohl sie keine Seltenheit ist. Ungefähr jede zehnte Frau in Deutschland ist betroffen. Damit ist die Endometriose die zweithäufigste gynäkologische Erkrankung.

„Endometriose zählt zu den gutartigen chronischen Erkrankungen, bei der Gewebe, das der Gebärmutterschleimhaut ähnelt, außerhalb der Gebärmutterhöhle wächst. Es kann sich zum Beispiel im Bauchraum, an den Eierstöcken oder am Darm ansiedeln“, erklärt Mai Thi Hornaus, Fachärztin für Frauenheilkunde am Städtischen Klinikum Karlsruhe.

Die Zellen, die dort eigentlich nicht hingehören, reagieren auf den weiblichen Zyklus und können zu starken Schmerzen, chronischen Entzündungen, Verklebungen oder ungewollter Kinderlosigkeit führen.

Die Erkrankung wird wegen der vielfältigen Symptome häufig erst spät erkannt. „Weil Endometriose sich sehr unterschiedlich präsentiert, sprechen wir häufig vom ‚Chamäleon der Gynäkologie‘. Das macht die Krankheit auch in vielen Fällen schwer zu diagnostizieren“, sagt Hornaus. „Um die Erkrankung frühzeitig zu erkennen und eine geeignete Therapie zu finden, sollten Frauen bei anhaltenden Beschwerden eine Ärztin oder ein Arzt aufsuchen.“

Endometriose ist eine komplexe, chronisch verlaufende Erkrankung, die Symptome können aber durch unterschiedliche therapeutische Ansätze gelindert werden. „Wir unterscheiden zwischen der operativen Therapie und der hormonell-medikamentösen Therapie. Zusätzlich zu diesen beiden Säulen der Therapie kommen komplementärmedizinische Maßnahmen infrage, wie zum Beispiel Yoga, Physiotherapie oder Akupunktur“, erklärt Hornaus. „Die Therapie ist immer individuell und hängt von den jeweiligen Bedürfnissen der Betroffenen ab.“

Die Frauenklinik am Klinikum Karlsruhe ist als Endometriosezentrum ausgewiesen und bietet wöchentliche Sprechstunden für Betroffene an.

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