Mittwoch, 18. Oktober 2017


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Elektrische Automatisierungstechnik in Deutschland stabil auf hohem Niveau

2012 fünf Prozent Wachstum erwartet

Hannover, (lifePR) - Die deutsche Automatisierungsindustrie zeigt sich auf der Hannover Messe 2012 verhalten optimistisch. Die stabilen Auftragseingänge der letzten Monate des Jahres 2011 haben sich 2012 fortgesetzt, so dass man für das laufende Jahr fünf Prozent Wachstum bei elektrischer Automatisierungstechnik erwartet.

Der Gesamtumsatz ist 2011 um über 17 Prozent auf knapp 48 Mrd. Euro gestiegen nach 16 Prozent Wachstum im Jahr zuvor. Der Export hat um knapp 13 Prozent zugelegt und erreichte mit über 30 Mrd. Euro ein Allzeithoch. "Bemerkenswert ist das erneut hohe Exportwachstum von 20 Prozent in das Europa außerhalb der EU, nach bereits plus 25 Prozent im Jahr 2010", betonte Gunther Kegel, Vorstandsvorsitzender des ZVEI-Fachverbands Automation, auf einer Pressekonferenz während der Hannover Messe. "Das Exportwachstum nach Südostasien und China sowie in die USA hat sich mit 15 bzw. 18 Prozent wieder ein wenig beruhigt nach jeweils plus 40 Prozent im Jahr zuvor." Die Exportquote liegt derzeit bei fast 80 Prozent.

"Risiken für die Automatisierungskonjunktur lassen sich - wenn überhaupt - nur außerhalb unserer Industrien und Technologien erkennen", so Kegel. Chancen ergeben sich aus der verstärkten Exploration von Öl und Gas in den USA und aus den Erholungssignalen in Japan. Im Bereich erneuerbarer Energien sieht Kegel Konsolidierungs-bedarf, bevor wieder dynamisches Wachstum einsetzen wird. "Neue Auftragswellen aus der Energiewende und der Elektromobilität haben die Automatisierungsindustrie noch nicht erreicht", dämpft Kegel die Erwartungen an die neuen Geschäftsfelder.

Der Umsatz mit Antrieben ist 2011 um über 17 Prozent auf über zehn Mrd. Euro gestiegen, der mit Schaltanlagen und Industriesteuerungen um fast 26 Prozent auf knapp 20 Mrd. Euro. "Der Konjunkturzyklus der Prozessautomatisierung startet ein paar Monate später. Der Umsatz in diesem Bereich ist 2011 um 9,4 Prozent auf knapp 18 Mrd. Euro geklettert", erläutert Michael Ziesemer, im Vorstand des ZVEI-Fachverbands Automation zuständig für dieses Segment. Er verwies darauf, dass noch im Jahr 2000 die USA mit einem Anteil von mehr als 40 Prozent der führende Produzent in der Welt dieser Technologie gewesen sind. Während China damals noch unbedeutend war, liege dieses Land jetzt an zweiter Stelle und der deutsche Anteil sei von sieben auf bemerkenswerte zehn Prozent gewachsen.

Stetig steigendes Beschäftigungsniveau

Nach dem Festhalten an der Beschäftigung auch während der Konjunkturkrise ist jetzt die Zahl der Beschäftigten in der Automatisierungsindustrie wieder um fast sieben Prozent gewachsen. Von den 26.000 neuen Arbeitsverhältnissen der Elektroindustrie im Laufe des Jahres 2011 gehen 16.000 auf das Konto der Automation. Die Branche beschäftigt nun in Deutschland eine Viertel Million Menschen.

Weltmarkt wächst wieder

Schätzungen des ZVEI zufolge ist der Weltmarkt der elektrischen Automation 2010 gegenüber dem Vorjahr insgesamt um knapp acht Prozent auf 315 Mrd. Euro gewachsen. "Die größten Nettoexporteure in Sachen elektrischer Automatisierungstechnik sind Japan und Deutschland", so Kegel. "Japans Anteil an der weltweiten Produktion von Automatisierungstechnik übersteigt mit zehn Prozent den Eigenbedarf von 7,4 Prozent deutlich. Deutschland produziert 9,8 Prozent der weltweiten Automatisierungstechnik und hat einen Anwendungsbedarf von lediglich 5,9 Prozent."

Technologischer Trend zum 'Internet der Dinge'

Zunehmende Bedeutung gewinnt nach Aussage der Automationsexperten die Vernetzung in der Automation. Künftig werden die Maschinen bei der Herstellung von Produkten direkt über Web-Technologien miteinander vernetzt. Man spreche dabei vom 'Internet der Dinge' und von der 'Industrie 4.0'. Dabei stehe derzeit die Datensicherheit im Mittelpunkt des Interesses. Die Trennung der Fertigungs- und der Prozessautmatisierung verliere dabei an Bedeutung, sind sich Kegel und Ziesemer einig.

Nach wie vor im Fokus der Automatisierung sind Technologien für mehr Energieeffizienz. Das vom ZVEI errechnete Einparpotenzial von 88 Mrd. kWh pro Jahr mit vorhandener Technik entspricht der Stromproduktion von 58 Steinkohlekraftwerken der 400 MW-Klasse. "Wann fangen wir endlich mit dem Energiesparen an?" fragte Kegel.

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