In Altbauten mehr erneuerbare Wärme nutzen

Bessere finanzielle Förderung seit März für die Umstellung auf Ökoheizungen

(lifePR) ( Karlsruhe, )
Neue KfW-Kredite sollen jetzt mehr Schwung in den erneuerbaren Heizungsmarkt bringen.

Heizungen auf Basis erneuerbarer Energien sind auch für Altbauten interessant. Ihr Anteil im Gebäudebestand ist im Vergleich zu Neubauten aber noch gering. Damit sich der Zustand ändert, gibt es seit März eine höhere finanzielle Förderung für einen Heizungstausch. Zu dem Investitionszuschuss der BAFA in Höhe von bis zu 12.300 Euro ist jetzt ein zinsgünstiges Kreditangebot der KfW hinzugekommen. "Hausbesitzer können ab sofort beides kombinieren. Mit dem Investitionszuschuss deckt man einen Teil der Kosten, der Rest wird über den neuen Kredit bezahlt", sagt Petra Hegen vom Landesprogramm Zukunft Altbau des Umweltministeriums Baden-Württemberg. Die Kreditsumme beträgt pro Wohneinheit bis zu 50.000 Euro.

Ökoheizungen sind bisher vor allem in Neubauten beliebt. Rund die Hälfte aller zwischen 2009 und 2012 errichteten Wohnhäuser in Deutschland nutzen inzwischen Solarwärme, Bioenergie oder Wärmepumpen. Im Altbaubestand, dem mit bundesweit 14 Millionen Häusern weitaus größeren Bereich, sieht es dagegen trübe aus. "Öl- und Gasheizungen sind dort mit knapp 80 Prozent immer noch die vorherrschende Technik", sagt Gerhard Freier von der Ingenieurkammer Baden-Württemberg.

Der Grund liegt unter anderem in den gesetzlichen Bestimmungen: Neubauten müssen laut Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) des Bundes einen Teil des Wärmebedarfs erneuerbar decken. Im Altbaubereich gibt es diese Forderung nicht, mit Ausnahme des Erneuerbare-Wärmegesetzes in Baden-Württemberg (EWärmeG). "Eine bessere Förderung erneuerbarer Wärmeanlagen wird bundesweit sicherlich einiges bewegen", ist sich Freier sicher.

Moderne Effizienzpakete für den Heizungskeller

Solarthermiekollektoren, Biomasseheizungen oder Erdwärmepumpen machen unabhängig von fossilen Brennstoffen und den steigenden Öl- und Gaspreisen. Klimafreundlich und wirtschaftlich sind sie allemal. Auf dem Markt gibt es für jedes Haus die passende Lösung: Das Angebot reicht von Solarkollektoren mit Heizungsunterstützung über Pellet- und Scheitholzheizungen bis hin zu Erdwärmepumpen.

Vor einem Heizungstausch sollte jedoch ein qualifizierter Gebäudeenergieberater prüfen, ob die Gebäudehülle gedämmt werden muss, rät Gerhard Freier. Eine unzureichende Dämmung könne sich negativ auf die Wirtschaftlichkeit der Heizung auswirken. "Wird gedämmt, bringt das außerdem einen weiteren Vorteil. Mit einer gedämmten Fassade kann die Ökoheizung kleiner und günstiger ausfallen, da der Heizbedarf sinkt", so Freier.

Neue Kredite der KfW gibt es für thermische Solarkollektoren bis 40 Quadratmeter Kollektorfläche. Biomasseanlagen sind förderfähig, wenn ihre Leistung zwischen fünf und 100 Kilowatt (kW) liegt. Wärmepumpen können bis zu 100 kW haben. "Wer einen Heizungstausch in Erwägung zieht, sollte aber bedenken, dass nur dann Geld vom Staat kommt, wenn die alte Heizung vor dem 10. Januar 2009 in Betrieb gegangen ist", erklärt Petra Hegen von Zukunft Altbau.

Eine Auskunft zur finanziellen Förderung erneuerbarer Wärme gibt es beim kostenfreien Beratungstelefon von Zukunft Altbau 08000 12 33 33 oder unter www.zukunftaltbau.de.
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