Guck mal, wer da guckt!

Eisbär-Jungtier im Erlebnis-Zoo Hannover öffnet seine Augen

(lifePR) ( Hannover, )
Nanu, was blinzelt denn da zwischen dem dichten weißen Pelz hervor? Wo lange Zeit auf den Kamerabildern aus der Wurfhöhle nur kleine Schatten zu erkennen waren, blicken Eisbären-Mutter Milana nun zwei schwarze Knopfaugen entgegen: Das am 20. November geborene Eisbär-Jungtier im Erlebnis-Zoo Hannover hat seine Augen geöffnet!  „Wir gehen davon aus, dass nun auch die Gehörgänge geöffnet sind und das Jungtier seine Umgebung mit allen Sinnen wahrnehmen kann“, so Eisbären-Kurator Fabian Krause.

Das Zoo-Team ist mehr als zufrieden mit der Entwicklung des Nachwuchses. „Das Kleine ist kräftig gewachsen und hat ordentlich an Gewicht zugelegt“, freuen sich die Tierpfleger aus Yukon Bay. Sie schätzen den kleinen Eisbären auf ca. drei bis vier Kilogramm.

Neben Trinken und Schlafen können die Pfleger auch deutlich mehr Aktivität in der Wurfhöhle sehen. „Das Eisbärchen ist schon sehr agil. Die Bewegungen sind aber noch etwas unbeholfen und die ersten Krabbelversuche enden meist mit einem Purzeln“, schmunzeln die Pfleger. Bis es sich alleine umdrehen kann, muss es noch etwas mehr Kraft in den Hinterbeinen bekommen. „Und dann stehen ersten Erkundungstouren in der Wurfhöhle nichts mehr im Wege.“

Eisbärin Milana kümmert sich vorbildlich

Mutter Milana ist weiterhin sehr fürsorglich bei der Aufzucht ihres ersten Jungtiers. „Sie versorgt es mit ihrer enorm fetthaltigen Muttermilch, putzt es und lässt es mittlerweile auch mal kurze Zeit alleine, ein gutes Zeichen für die positive Entwicklung des Jungtiers“, so Kurator Krause.

Trotz der guten Neuigkeiten aus der Wurfhöhle in Yukon Bay bittet das Zoo-Team weiter darum, die Daumen für den Nachwuchs zu drücken: „Die Sterblichkeit bei jungen Eisbären ist sehr hoch. In der Wildnis erreichen etwa 85% Jungtiere das Alter von zwei Jahren nicht“, erklärt Fabian Krause.

Wenn die Aufzucht des ersten Nachwuchses in Yukon Bay allerdings weiterhin so gut verläuft, kann der Zoo-Tierarzt in einigen Wochen dem Jungtier einen ersten Besuch für einen Gesundheits-Check und die notwendigen Impfungen abstatten.

Das Treiben in der Wurfhöhle können Tierpfleger, Zoologen und Tierärzte über installierte Kameras beobachten, denn weiterhin gilt absolute Ruhe für Mutter und Jungtier. 

Hintergrund:

Eisbärin Milana (10) hat am 20. November erstmals Nachwuchs bekommen und kümmert sich vorbildlich um ihr Jungtier, das bei der Geburt nur ungefähr so groß wie ein Meerschweinchen war. Milanas Nachwuchs ist der erste Eisbär-Nachwuchs im Erlebnis-Zoo Hannover.

Absolute Ruhe
In der nächsten Zeit wird sich auch weiterhin niemand der Wurfhöhle nähern, absolute Ruhe ist ein entscheidender Faktor bei der Aufzucht. Die Eisbärin und ihr Jungtier werden ausschließlich über die installierten Kameras beobachtet. Wie auch in der Wildnis, wird Milana die Wurfhöhle erst im Frühjahr verlassen.

Eisbär-Vater Sprinter hält sich übrigens lehrbuchmäßig fern von der Wurfhöhle. Wie auch in der Wildnis hat er als Männchen nichts mit der Jungenaufzucht zu tun und ist dafür weiterhin für Besucher auf der Außenanlage in Yukon Bay zu sehen.

Stark bedroht
Seit 2006 steht der Eisbär auf der Roten Liste der Naturschutzorganisation IUCN. Der Bestand ist als „gefährdet“ eingestuft. In der Arktis leben nur noch etwa 20.000-25.000 Eisbären. Nach Einschätzung der IUCN wird die Bestandsentwicklung des Eisbären als rückläufig eingestuft.

Hilfe vor Ort
Seit über zehn Jahren unterstützt der Erlebnis-Zoo die Artenschutz-Organisation Polar Bears International. Das Team aus renommierten Wissenschaftlern erforscht das größte Landraubtier der Welt. Beim sogenannten „Bear Tracker“-Projekt werden weibliche Tiere mit Peilsender-Halsbändern ausgestattet. Dank der modernen Technik können die Wissenschaftler so nachverfolgen, bis wohin sich das Verbreitungsgebiet der Bärinnen erstreckt, wie die Wanderrouten verlaufen und wo die Weibchen ihren Nachwuchs bekommen. Mittels der Daten können die Artenschützer herausfinden, wo notwendige Schutzzonen errichtet werden sollen. Denn das Eis schmilzt den arktischen Tieren buchstäblich unter den Pfoten weg und nimmt ihnen ihre Lebensgrundlage: die Jagdmöglichkeit auf fettreiche Robben an deren Atemlöchern im Packeis. Die Eisbären weichen immer öfter zur Nahrungssuche auf das Festland aus, Mensch-Tier-Konflikte sind die Folge, die durch Schutzzonen verhindert werden sollen.

Europäisches Erhaltungszuchtprogramm
Der Erlebnis-Zoo Hannover beteiligt sich am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) für Eisbären, um die Tierart langfristig zu erhalten und für den Schutz des Lebensraumes zu sensibilisieren.

Auf seiner Internetseite unter www.zoo-hannover.de/eisbaer wird der Erlebnis-Zoo über die Neuigkeiten bei den Eisbären berichten.
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