Freitag, 22. September 2017


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ZIA: Wohnungspolitische Forderungen der Grünen-Fraktion verschrecken Immobilienwirtschaft

Berlin, (lifePR) - In dem Beschlussantrag „Zusammenhalt stärken – Mietrecht reformieren“, den die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag gestellt hat, fordert die Partei eine erhebliche Verschärfung der Mietpreisbremse sowie weitere Eingriffe in das Eigentum. Unter anderem soll beschlossen werden, Modernisierungskosten „in deutlich geringerem Umfang als bisher“ auf Mieten umlegen zu dürfen. Zudem sollten Bedingungen, unter denen Mieter eine Modernisierung zu dulden haben, verschärft werden. Erschwert und stärker begrenzt werden sollen weiterhin Mieterhöhungen auch dann, wenn die ortsübliche Vergleichsmiete noch nicht erreicht ist. Darüber hinaus soll das Verfahren zur Berechnung der ortsüblichen Vergleichsmiete genauer und für Vermieter ungünstiger geregelt werden. Zu den weiteren beantragten Neuerungen gehören laut Antrag unter anderem eine Verschärfung des Kündigungsschutzes sowie das Verbot, die Grundsteuer auf die Miete umzulegen.

Energetische Modernisierungen müssen auch wirtschaftlich sinnvoll sein

„Die Forderungen von Bündnis 90/Die Grünen sind nicht neu und im Kontext der beginnenden Wahlkämpfe in Nordrhein-Westfalen und im Bund zu sehen“, erklärt Rolf Buch, Vorsitzender des Ausschusses Wohnen des ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss e.V. „Deutschland hat sich, zuletzt auf dem Weltklimagipfel in Paris, zu ambitionierten Klimaschutzzielen verpflichtet, auch im Gebäudesektor. Die Vorschläge sind jedoch nicht geeignet, bei dieser gemeinsamen Anstrengung der Energiewende im Gebäudesektor voran zu kommen. Energetische Modernisierungen müssen auch wirtschaftlich sinnvoll sein. Mieter und Vermieter müssen beide angemessen an den Kosten beteiligt werden. Darüber hinaus gilt: weitere Versuche der Beschränkung von Mieten werden das Problem der Wohnungsknappheit in den Ballungszenten nicht lösen. Wir müssen sehen, dass wir alle Anstrengungen auf die Schaffung neuen Wohnraums konzentrieren, insbesondere im mittleren und unteren Preissegment – durch schnelle Genehmigungen und serielle Verfahren“, so Buch.

ZIA Zentraler Immobilien-Ausschuss e.V.

Der Zentrale Immobilien Ausschuss e.V. (ZIA) gehört zu den bedeutendsten Interessenverbänden der Branche. Er versteht sich als Stimme der Immobilienwirtschaft und spricht mit seinen Mitgliedern, unter diesen mehr als 20 Verbände, für 37.000 Unternehmen der Branche. Der ZIA will der Immobilienwirtschaft in ihrer ganzen Vielfalt eine umfassende und einheitliche Interessenvertretung geben, die ihrer Bedeutung für die Volkswirtschaft ent-spricht. Als Unternehmer- und Verbändeverband verleiht er der gesamten Immobilienwirtschaft eine Stimme auf nationaler und europäischer Ebene - und im Bundesverband der deutschen Industrie (BDI). Präsident des Verbandes ist Dr. Andreas Mattner.

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