Preisanstieg bei Datenbanken und SAP bremst Kosteneinsparpotenzial für IT

(lifePR) ( Mannheim, )
In den kommenden Monaten ist bei Informationstechnologien (IT) mit einem Rückgang der Kosten zu rechnen. Dieser Trend geht aus einer Befragung von 200 IT-Experten durch das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) hervor. Der auf Basis der Umfrage berechnete IT-Trendindex (zur Berechnung siehe Ende der Pressemitteilung) liegt derzeit mit einem Wert von minus 24,5 Punkten klar im negativen Bereich, was signalisiert, dass die befragten Experten einen Preisrückgang erwarten. Prozentual gewichtet dürfte der Rückgang der IT-Kosten bis März 2009 nach Einschätzung der befragten IT-Experten bei etwas über drei Prozent liegen (siehe Grafik am Ende der Pressemitteilung). "Während die Mehrheit der Experten mit geringeren Betriebspreisen in der Bürokommunikation und im Rechenzentrumsbetrieb rechnet, ist bei den Betriebspreisen für Datenbanken und SAP-Anwendungen bis März 2009 ein Preisanstieg zu erwarten", sagt Jenny Meyer, wissenschaftliche Mitarbeiterin am ZEW.

Der von den IT-Experten erwartete Trend setzt die bisherige Entwicklung der IT-Kosten fort. So zeigt der IT- Benchmarkindex der LEXTA Consultants Group, der die Entwicklung der IT-Kosten von 2006 bis 2008 wiedergibt, dass die Kosten für Bürokommunikation und Rechenzentrum seit 2006 gesunken sind, während sich besonders seit 2007 ein Anstieg der Kosten für SAP-Anwendungen abgezeichnet hat.

Bezüglich der einzelnen IT-Bereiche geht die Mehrheit der vom ZEW aktuell für den neuen IT-Trendindex befragten Experten davon aus, dass die Betriebspreise in der Bürokommunikation bis zum Frühjahr 2009 sinken werden: Der Teilindex für die Betriebspreise in der Bürokommunikation, der sich aus den beiden Komponenten Arbeitsplatzsysteme sowie E-Mail und Internetzugang zusammensetzt, liegt bei minus 17,9 Punkten. Dabei wird sich dieser Preisnachlass den Erwartungen der befragten IT-Experten zufolge auf etwa zwei Prozent belaufen.

Einen noch einmal deutlich niedrigeren Wert nimmt der Teilindex für die Entwicklung der Betriebspreise im Rechenzentrum (Speicher und Server) an. Er liegt bei minus 57,6 Punkten. Nach Einschätzung der Experten werden die Preise für Komponenten des Rechenzentrumsbetriebs bis März 2009 um 8,5 Prozent sinken.

Der Trend zu sinkenden Preisen wird durch die Preisentwicklung für Datenbanken und SAP-Anwendungen abgebremst. Der Teilindex, der deren Preisentwicklung bis März 2009 widerspiegelt, hat einen Wert von 15,9 Punkten. Nach Einschätzung der Experten werden die Preise bis März 2009 in diesem IT-Segment um fast zwei Prozent steigen.

Die ZEW/LEXTA-Expertenbefragung:

Das ZEW führt eine Befragung von rund 200 IT-Experten/EDV-Verantwortlichen aus Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes und ausgewählter Dienstleistungssektoren mit mehr als 100 Mitarbeitern in Deutschland durch. Die Befragung konzentriert sich auf IT-Preisentwicklungen und aktuelle IT-Trends. Weitere Informationen und Ergebnisse finden Sie im aktuellen IT trend report, der im Internet unter www.zew.de/ittrendreport abrufbar ist.

Der IT-Trendindex:

Der IT-Trendindex setzt sich aus den drei Teilindizes Bürokommunikation, Datenbanken und SAP-Anwendungen sowie Rechenzentrum zusammen. Sowohl der Gesamtindex als auch die Teilindizes werden entsprechend der Bedeutung der einzelnen Komponenten in einem repräsentativen Unternehmen gewichtet. Die Gewichte des repräsentativen Warenkorbs werden auf der Basis von Daten der LEXTA Consultants Group berechnet. Der Index kann Werte von -100 bis 100 annehmen, wobei Werte größer als null auf einen Preisanstieg und Werte kleiner als null auf sinkende Preise hindeuten. Die befragten Experten gaben ihre Einschätzung zur Preisentwicklung der einzelnen Komponenten (Arbeitsplatzsysteme, E-Mail und Internetzugang, Datenbanken, SAP-Anwendungen, Speicher und Serverbetrieb) in den nächsten zwölf Monaten auf einer fünfstufigen Likertskala von "stark sinken" bis "stark steigen" an. Der IT-Trendindex spiegelt somit den gewichteten Saldo aus dem Anteil der Experten, der mit steigenden Preisen rechnet, minus den Anteil der Experten, der mit sinkenden Preisen rechnet, wider. Außerdem wurde die erwartete prozentuale Preisentwicklung jeder Komponente abgefragt. Die Berechnung der erwarteten prozentualen Preisentwicklung erfolgte analog.

LEXTA Consultants Group, Berlin

Die LEXTA Consultants Group ist ein wachstumsstarkes Beratungshaus mit Fokus auf dem IT-Management. Das LEXTA-Team setzt sich aus Spezialisten und Generalisten zusammen, die im IT-Bereich und der Top-Managementberatung über umfassende Erfahrung verfügen. Die Kernkompetenzen von LEXTA sind IT-Benchmarking, IT-Cost-Cutting, IT-Sourcing und IT-Strategie.

Mehr Informationen über LEXTA finden Sie im Internet unter www.lexta.com
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