Mittwoch, 20. September 2017


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Finanzierung der Unternehmen wird zur Schlüsselfrage

Berlin, (lifePR) - Zum Jahresgutachten des Sachverständigenrates erklärt Otto Kentzler, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH):

"Die aktuelle Belebung der Konjunktur darf nicht darüber hinweg täuschen, dass auch 2010 ein wirtschaftlich schwieriges Jahr für Deutschland wird. Denn sie kommt von einem sehr niedrigen Niveau und es bestehen weiterhin erhebliche Unsicherheiten.

Vor allem die steigende Arbeitslosigkeit und wachsende Finanzierungsengpässe der Unternehmen müssen uns Sorge machen. Diese Faktoren dämpfen den beginnenden Aufschwung und gefährden die Überlebensfähigkeit an sich solider Betriebe. Umso wichtiger sind die mit dem Wachstumsbeschleunigungsgesetz gesetzten Signale: Die Bundesregierung will durch maßvolle Entlastungen für Bürger und Unternehmen die Ausgabenspielräume für Konsum und Investitionen erhöhen, Vertrauen schaffen und damit Arbeitsmarkt und Aufschwung stärken.

Zu Recht weist der Sachverständigenrat auf die auch vom Handwerk stetig geforderte Balance zwischen Zukunftsinvestitionen in Bildung, Abgabenentlastungen und Haushaltskonsolidierung hin. Die Konsolidierungsbemühungen müssen vorrangig durch Ausgabenkürzungen im konsumtiven Bereich vorangetrieben werden. Zudem müssen die strukturellen Reformen in den sozialen Sicherungssystemen konsequent angegangen werden.

Sorge bereiten uns die wachsenden Finanzierungsengpässe der Unternehmen. Die Finanzierungsbedingungen haben sich im Jahresverlauf weiter verschlechtert. Die Anforderungen an Sicherheiten sind so stark gestiegen, dass es für Betriebe deutlich schwieriger geworden ist, an Kredite zu kommen. Selbst im kurzfristigen Bereich ist die Kreditversorgung unserer Betriebe rückläufig. Diese unzureichende Betriebsmittelfinanzierung gefährdet selbst solide Betriebe. Keinesfalls darf es dazu kommen, dass leistungsfähige und im Grunde robuste Betriebe aufgrund überzogener Zurückhaltung der Banken Insolvenz anmelden müssen. Die Kreditwirtschaft muss hier ihrer gesamtwirtschaftlichen Verantwortung gerecht werden. Gegebenenfalls muss die Politik notwendige Schritte einleiten."

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