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Pressemitteilung BoxID: 415893 (Zentralkomitee der deutschen Katholiken)
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ZdK-Generalsekretär Stefan Vesper: Rüge der "taz" durch des Deutschen Presserat genügt nicht!

(lifePR) (Bonn, ) Mit scharfer Kritik reagiert der Generalsekretär des ZdK, Dr. Stefan Vesper, auf die Tatsache, dass der Deutsche Presserat die Berliner Tageszeitung "taz" zwar wegen einer sachlich falschen Überschrift zu Papst Franziskus gerügt hat, nicht aber wegen der Verletzung religiöser Gefühle. "Es ist richtig, dass die "taz" wegen der falschen Bezeichnung von Papst Franziskus als 'Junta-Kumpel' gerügt wurde. Das begrüßen wir ausdrücklich." Mit scharfer Kritik Vesper aber darauf, dass der Deutsche Presserat gegenüber der "taz" keine Rüge bezüglich der Verletzung religiöser Gefühle im Wortlaut des betreffenden Artikels von Deniz Yüztel ausgesprochen hat.

Unmittelbar nach Erscheinen der taz vom 15.3.2013 hatte der Präsident des ZdK, Alois Glück, die taz scharf kritisiert und im Namen des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) Beschwerde beim Deutschen Presserat eingereicht, weil er die religiösen Gefühle vieler Katholiken verletzt sah. Demgegenüber hat der Deutsche Presserat nun entschieden, Bewertungen im Kommentar wie "Alter Sack I. folgte Alter Sack II." oder "esoterischer Klimbim" als Bezeichnung für katholische Dogmatik seien "zwar provokativ und polemisch", der Ausschuss halte "diese Äußerungen jedoch für vom Recht auf Meinungsfreiheit gedeckt."

Vesper wörtlich: "Eine solche Bewertung ist aus meiner Sicht völlig unangemessen." Eine solche erhebliche Verletzung von religiösen Gefühlen vieler katholischer Christen müsse für den Deutschen Presserat Anlass sein, seine Entscheidungskriterien zu überdenken. Gerade auch in einer säkularen und offenen Gesellschaft, die vom gegenseitigen Respekt vor den Überzeugungen des jeweils anderen lebe, müsse man Respekt gegenüber den Religionsgemeinschaften pflegen. Weite Passagen des Artikels, nicht nur die Überschrift, hätten die Gefühle und Wertvorstellungen vieler Menschen verletzt, die, in diesem Fall, in der katholischen Kirche zu Hause seien und für die der Respekt vor dem Amt des Papstes und der Person des Amtsinhabers ein wichtiger Bestandteil ihres Glaubens sei.