Montag, 29. Mai 2017


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Klima-Therapie in Kopenhagen

WWF: Deutschland trägt historische Verantwortung beim UN-Gipfel

(lifePR) (Berlin, Kopenhagen, ) Mit einer bildstarken Performance auf der Klimakonferenz in Kopenhagen hat der WWF heute die erste Verhandlungswoche illustriert. Mit der symbolischen Reanimierung einer zwei Meter großen, aufblasbaren Weltkugel appellieren die WWF-Aktivisten an die Minister, die Verhandlungen wiederzubeleben und die Erde vor weiteren Verwüstungen zu retten.

"Die Delegierten in Kopenhagen haben in der ersten Woche Fortschritte gemacht, aber in den wirklich wichtigen Punkten haben sie sich nicht bewegt", zieht Regine Günther, WWF-Leiterin Klimaschutz und Energiepolitik eine erste Bilanz. Zum Wochenende treffen Minister aus aller Welt in Kopenhagen ein, um für ihre Staats- und Regierungschefs ein globales Klimaabkommen vorzubereiten. "An diesem Wochenende wartet auf die Minister jede Menge Arbeit", so Regine Günther. "Sie haben viele Hindernisse aus dem Weg zu räumen." Dies gelte insbesondere für den neuen Bundesumweltminister Norbert Röttgen. Deutschland habe als Industrienation nicht nur eine historische Verpflichtung, seine Treibhausgasemissionen drastisch zu senken. "Selbst wenn wir rein ökonomisch denken, bleibt uns keine andere Wahl als zu handeln. Nichts tun ist teurer", so Günther.

Es sei jetzt die Aufgabe der internationalen Staatengemeinschaft alles zu tun, um die globale Erwärmung deutlich unterhalb der Gefahrenschwelle von 2°C zu begrenzen. "Alle müssen an einem Strang ziehen", so Günther. Die Gruppe der Industrieländer muss ihrer Verantwortung gerecht werden und die Reduktionsziele drastisch erhöhen. Insbesondere die EU müsse in Kopenhagen zu ihrem 30 Prozent Ziel stehen, gefragt sei eine Erhöhung auf 40 Prozent. Auch die Schwellenländer müssen ihren angemessenen Beitrag leisten.

Ein gerechtes Abkommen wird es nach Ansicht des WWF nur mit klaren Finanzzusagen geben. Deutschland müsse dabei seinen fairen Anteil an der internationalen Finanzierung für Klimaschutz und Anpassung in den Entwicklungsländern tragen. Fair seien öffentliche Gelder in Höhe von jährlich sieben bis zehn Millionen Euro bis 2020. "Wir werden nicht locker lassen, bis sicher ist, dass sich die Regierungen in Kopenhagen auf ein rechtlich bindendes und ratifizierbares Abkommen einigen", erklärt Regine Günther.

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