Mieter können hohe Nebenkosten nicht pauschal reklamieren

(lifePR) ( Stuttgart, )
Vermieter sind verpflichtet, sparsam zu wirtschaften und bei den Nebenkosten auf ein angemessenes Kosten-Nutzen-Verhältnis zu achten. Allerdings müssten Mieter konkret nachweisen, dass bestimmte Kosten unnötig hoch sind, wenn sie diese nicht in voller Höhe bezahlen wollen. Wie die Wüstenrot Bausparkasse AG, eine Tochtergesellschaft des Vorsorge-Spezialisten Wüstenrot & Württembergische, mitteilt, reicht es dazu nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs (VIII ZR 340/10) nicht aus, pauschal auf die durchschnittlichen Kosten in einem Betriebkostenspiegel zu verweisen.

Im entschiedenen Fall reklamierten Mieter die ihrer Meinung nach viel zu hohen Müllentsorgungsgebühren. Sie zahlten an den Vermieter nur die durchschnittlichen Gebühren für eine vergleichbare Wohnung, die sich aus dem "Betriebskostenspiegel für Deutschland" des Deutschen Mieterbundes ergaben. Das akzeptierte der Vermieter nicht und verklagte die Mieter erfolgreich, die gesamten Gebühren zu begleichen, die er an die Kommune bezahlt hatte.

Laut Gericht ergeben sich aus einem Betriebskostenspiegel nur überregionale durchschnittliche Kostenansätze, die je nach Region und Kommune sehr differieren können und die tatsächlichen Gegebenheiten des Mietobjekts nicht berücksichtigen. Deshalb müssten Mieter konkret nachweisen, dass sich der Vermieter unwirtschaftlich verhalten habe, und alle relevanten Umstände berücksichtigen. Sie hätten dabei das Recht, die maßgeblichen Belege für die Betriebskostenabrechnung einzusehen. Im konkreten Fall stellte sich heraus, dass die relativ hohen Müllgebühren darauf zurückzuführen waren, dass die Mieter ihren Müll nicht trennten, sondern auch Verpackungsmaterialien in die Restmülltonne warfen.
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