Donnerstag, 23. November 2017


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Weihnachtsessen in unseren Nachbarländern: So schlemmt Europa

München, (lifePR) - Viele Länder — viele Spezialitäten: Weihnachten ist auch immer ein Fest des guten Essens. Schließlich will jeder die gemeinsame Zeit mit den Liebsten auch durch ein gebührendes Mahl feiern. Während es einige Länder eher süß lieben, bevorzugen andere Nationen zum Fest etwas Deftiges. Vom Kletzenbrot in Österreich bis Melomakarona in Griechenland: Die Geschmäcker der Europäer sind sehr unterschiedlich.

Dänemark

God Jul — in Dänemark hat Weihnachten ohne Frage einen besonderen Stellenwert. Bereits in der Adventszeit geht es sehr gemütlich zu mit zahlreichen klassischen Gerichten. Der kulinarische Höhepunkt findet jedoch am 23. Dezember statt. Ob in Kopenhagen oder auf dem Land, am ‚lillejuleaften‘ servieren die Dänen gefüllte Ente oder Gans mit Weißkohl und kandierten Kartoffeln. „Als Nachspeise gibt es dann Ris à l’amande — dänischen Milchreis mit gehackten Mandeln. Traditionell ist im Milchreis eine ganze Mandel versteckt. Wer diese findet, erhält ein kleines Geschenk“, weiß Kurzreisen-Spezialist Tobias Boese von weekenGO aus eigener Erfahrung. www.weekengo.com

Griechenland

„Unter den griechischen Weihnachtsplätzchen sind Kourabiedes und Melomakarona die Klassiker“, weiß Eleftheria Danoupoulou vom Griechenland-Spezialisten Mouzenidis Travel. Die weißen, mit Puderzucker überzogenen Kourabiedes symbolisieren Reinheit und enthalten traditionell griechische Mandeln. Die braunen Kekse namens Melomakarona sind dank Sirup sehr saftig. Beide Weihnachtsklassiker sind so köstlich, dass sie beinahe im Mund zergehen. Besonders am Heiligen Abend fehlen sie unter keinem Weihnachtsbaum. Die Kinder in Griechenland bekommen ihre Geschenke vom Weihnachtsmann erst am 1. Januar. Bleibt zu hoffen, dass genug der Leckereien bis dahin übrig bleiben. www.mouzenidis.de

Island

Ab dem 12. Dezember kommen die Jólasveinar, die Weihnachtskerle, mit Geschenken von den Bergen. Traditionell beginnen die Isländer dann das Laufabraud, auch Schneeflockengebäck genannt, zu backen. Diese Tradition aus dem Jahr 1736 ist bis heute ein schöner Grund für Familien, sich in der Vorweihnachtszeit zusammenzufinden. „Es gibt viele verschiedene Varianten, aber das Grundrezept ist immer dasselbe. Es besteht aus kaum mehr Zutaten als Mehl, Zucker und Milch. Deswegen ist es besonders geeignet, um es mit Kindern zu backen“, erklärt Eric La Bonnardière, Gründer von Evaneos. Beliebt ist das Gebäck beispielsweise als Beilage zu geräuchertem Lammfleisch. www.evaneos.de

Italien

„In der Lombardei gibt es eine traditionelle Weihnachts-Spezialität: Tartufolin da Credaro.1914 war Minister Luigi Credaro der Erstverkoster“, erzählt Martina Bormolini vom Tourismusverband APT Livigno. Die süßen Gnocchi werden aus Zucker, Eiern, Sahne und Mehl hergestellt, kross frittiert und schließlich in feinem Kristallzucker gewendet. Die weihnachtlichen Festtage beginnen bereits mit dem 13. Dezember: Zu Santa Lucia beschenken die Italiener bedürftige Mitmenschen. Das große Weihnachtsfest mit mehrgängigem Festtags-Menü findet am 25. Dezember statt. Die Weihnachtszeit endet mit dem Ghibinet-Fest am 6. Januar, zu dem Kinder von Haus zu Haus ziehen und Süßigkeiten bekommen. www.livigno.eu/de/

Niederlande

Kerstmis — Heiligabend — ist ein Familienfest, das ohne große Geschenke auskommt. Dafür gibt es ein üppiges Festmahl. Ganz klassisch kommt bei niederländischen Familien Rinderbraten oder Wild auf den Tisch. Immer öfter servieren die Gastgeber   ihren Liebsten aber auch Gourmetten, eine Art Raclette. „Anders als beim Raclette kommt in die kleinen Pfännchen des Gourmet Sets — wie die Holländer das Raclette-Gerät nennen — kein Käse, sondern Beilagen wie Eier, Frühlingszwiebeln oder Kartoffeln. Auf dem oberen Teil grillen wir Fleisch und Fisch“, erklärt Stefan Bekhuis, Küchenchef des Restaurants de Wanne im Relais & Châteaux Parkhotel de Wiemsel. www.parkhotel-dewiemsel.nl

Österreich

Kletzenbrot, Bachlkoch, Karpfen — so schmeckt Weihnachten in Österreich. Das Kletzenbrot ist seit Urzeiten beliebt und ein typisches Weihnachtsgebäck im Salzburger Land. Die saftig-weiche Füllung des Sauerteigs aus Rosinen, Nüssen und gedörrten Birnen — in Österreich Kletzen genannt — verströmt ein fruchtiges Aroma. Johanna Klammer vom Tourismusverband Zell am See-Kaprun erzählt: „In unserer Region wird am 24. Dezember ganz traditionell Bachlkoch zu Mittag gegessen. Wer mag, verfeinert den süßen Teig, der in kochende Milch eingesiebt wird, mit Honig oder Zuckerkaramell.“ Am 25. Dezember findet jedes Jahr das feierliche „Christbaumtauchen“ zum Gedenken an alle verunglückten Personen am See statt. www.zellamsee-kaprun.com

Schweiz

Eine besinnliche Weihnacht definieren Schweizer durch gutes Essen im Kreise der Familie und Freunde. Dabei zeigen sich unsere Nachbarn wenig experimentierfreudig und bevorzugen einen Klassiker. „Am liebsten essen wir Schweizer Fondue Chinoise mit Rindfleisch und Geflügel“, verrät Marc Born, Geschäftsführer des Schweizer Kurzreisevermittlers weekend4two. Insbesondere am Heiligen Abend selbst holen viele Eidgenossen den Feuertopf heraus. Denn die Vorbereitung des Festessens ist sehr einfach und es lädt zum längeren Verweilen am Tisch ein. Das ursprünglich aus Ostasien stammende Fondue besteht aus Brühe. Mit langen Gabeln garen die Schweizer darin Fleisch und Gemüse. www.weekend4two.de

Spanien

„Zur La Noche Buena, dem Heiligen Abend, lassen es die Mallorquiner gemütlich angehen“, informiert Mallorca-Experte Ralf Zur Linde, Gründer von fincallorca. „Sie trinken heiße Schokolade und essen dazu Ensaïmades. Dieses typisch mallorquinische Schmalzgebäck in Schneckenform gibt es schon seit dem 17. Jahrhundert.“ Geschenke gibt es an Weihnachten traditionell nicht. Erst am 6. Januar bringen die Heiligen Drei Könige den Kindern ihre Gaben. Um bis dahin auszuhalten, hilft die süße Delikatesse Turrón. „Diese Variante des weißen Nougats wird aus Eiklar, Zucker, Honig und Mandeln hergestellt und ist mit dem türkischen Honig vergleichbar“, so der fincallorca-Gründer. www.fincallorca.de

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