Konzeptentwicklung - UNBEKANNTE MODERNE 2019

Bauhausbauten in der Euroregion Spree-Neiße-Bober

(lifePR) ( Cottbus, )
Am 26.11.2014 haben sich erstmalig Vertreter aus der Energieregion Lausitz und polnische Akteure der Woiwodschaft Lubuskie in Gubin getroffen, um die grundsätzliche Strategie des Projektes "Unbekannte Moderne 2019" weiter zu qualifizieren.

"Obwohl sich Brandenburg 2019 thematisch dem Fontane-Jahr verschrieben hat, möchten wir den Reichtum der Bauhausmoderne aus der Industriezeit in Energieregion Lausitz und in unserer Nachbarregion Südlubuskie nicht unentdeckt lassen", sagt Norman Müller, Geschäftsführer der Energieregion Lausitz-Spreewald GmbH. "Wir möchten uns auf die Spuren, die der Strukturwandel in fast allen altindustriellen Regionen Europas hinterlassen hat, begeben und das Bewusstsein der regionalen Identität über das Thema Bauhaus in der Energieregion Lausitz schärfen.", führt Norman Müller aus.

Beispielgebend dafür war das erste Treffen mit Fachvertretern aus Kommunen, Verwaltungen und weiteren Gebietskörperschaften sowie Touristikern, Instituten und Vereinen in der ehemaligen Industriestadt Guben-Gubin. Der Bürgermeister der Stadt Gubin, Bartłomiej Bartczak, begrüßte die Gäste in der Stadtverwaltung. Ein Traum seinerseits ist der Wiederaufbau der, im zweiten Weltkrieg zerstörten, Villa Wolf, das Erstlingswerk des berühmten Bauhausarchitekten Ludwig Mies van der Rohe. Eine Stadtführung vor Beginn des Workshops zeigte, den Standort im polnischen Teil der Eurostadt Guben-Gubin, mit einem wunderbaren Blick auf die Stadt, von wo aus, zu Zeiten des Industriezeitalters, das blühende Leben einer aufstrebenden Hut- und Tuchmacherindustrie zu sehen war.

"Mich begeistert der internationale Aspekt. Viele Architekten sind nach Ihrem Schaffen in der Region durch weitere Werke weltbekannt geworden. Dies schafft die Möglichkeit wie über den Architekten Ludwig Mies van der Rohe, der in den USA durch seine Glas- und Stahl-Hochhausbauten Bekanntheit erlangte, den Fokus in die Region zu lenken. Dies soll für ein nachhaltiges touristisches Angebot genutzt werden. Kulturtourismus ist eines der Wachstumssegmente im Tourismusbereich.", so Norman Müller.

Mit der positiven kulturtouristischen Nachfrageentwicklung im Land Brandenburg werden aber auch die vielschichtigen Entwicklungspotenziale stärker diskutiert. Die Produktentwicklung in den Regionen ist hier ein Schwerpunkt, um sich nachhaltig für eine zahlkräftige Klientel aufzustellen. Rund 42 Prozent aller inländischen Brandenburg-Besucher sind Kulturreisende (Bundesdurchschnitt 19 Prozent).

"Der deutsch-polnische Ansatz in Verzahnung mit den Themen Schlösser- und Parkverbund und dem Radtourismus könnte eine Alleinstellung der Region bilden und ein touristisches Schwerpunktthema der Energieregion Lausitz. Neben dem identitätsstiftenden Aspekt bei der regionalen Bevölkerung ist aber auch ein Kennenlernen der Wirtschaftsregion durch den historischen Blick der Touristen ein wesentlicher.", führt Norman Müller weiter aus.

Mit der Woiwodschaft Lubuskie, dem IBA-Studierhaus, der Universität Zielona Góra, der Eurostadt Guben-Gubin, dem Tourismusverband Spreewald und dem Dieselkraftwerk Cottbus haben sich bereits die ersten Partner gefunden, die an einem touristischen Gesamtangebot gemeinsam arbeiten werden. "Dem Ziel ein langfristiges, über das Bauhausjahr hinausgehendes kulturtouristisches, grenzüberschreitendes Angebot zu entwickeln, wollen wir auch dadurch näher kommen, dass in allen Landkreisen Bauten der Moderne in touristische Produkte gemeinsam mit den Profis in der Vermarktung überführt werden. Die vier Jahre bis zum Bauhausjubiläum 2019 werden dafür intensiv genutzt.", so Norman Müller abschließend.

Die Energieregion Lausitz und Südlubuskie weisen zahlreiche wertvolle Bauten und Erinnerungsstätten der modernen Architektur der 1920er und 1930er Jahre auf, die es mit dem deutsch-polnischen Projekt "Unbekannte Moderne 2019" zu entdecken und kulturtouristisch zu nutzen gilt. Gemeinsam mit dem Wojewodschaftsamt für Denkmalpflege in Zielona Góra (Wojewódzki Urzad Ochrony Zabytków) möchte die Energieregion Lausitz-Spreewald GmbH ein neues kulturtouristisches Angebot entwickeln und im Rahmen des 100. Gründungsjubiläums des Staatlichen Bauhauses im Jahr 2019 international präsentieren. Mit der Erarbeitung eines Konzeptes für die Umsetzung ist das Institut für Neue Industriekultur INIK GmbH bis Ende 2014 beauftragt.



Das Projekt wird aus Mitteln der Europäischen Union aus dem Programm der Europäischen Territorialen Zusammenarbeit im Rahmen des Operationellen Programms zur grenzübergreifenden Zusammenarbeit Polen (Woiwodschaft Lubuskie) - Brandenburg 2007 - 2013 kofinanziert.
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