Fachjury fällt Urteil über beste Saale-Unstrut Weine

23 Weingüter stellten sich mit ihren Tropfen der Landesweinprüfung

(lifePR) ( Freyburg, )
10 Gold, 43 Silber und 34 Bronze vergab die Jury heute zur diesjährigen Landesweinprämierung, zu der 115 Weine und zwei Sekte antraten. 23 Weingüter aus dem nördlichsten deutschen Qualitätsweinanbaugebiet stellten sich dem Produktvergleich. Darunter waren drei Winzer, die sich erstmals an der Landesweinprämierung beteiligten. Neben 85 weißen und 18 roten Tropfen hatte die Gruppe der Rosés wiederum Zuwachs erhalten und präsentierte sich in diesem Jahr mit einem Dutzend weißgekelterter Rotwein-Rebsorten.

Der Jahrgang 2010 hat den Winzern viel Kummer bereitet und steht mit geringen Ernteerträgen in den Büchern. Schon das Vorjahr blieb weit unter dem langjährigen Mittel. So brachten die Weinbauern lediglich 31.799 Hektoliter (2009: 25.621 Hektoliter, 2008: 53.000 Hektoliter) in die Keller. Dennoch überzeugten bei den absolvierten Jungweinproben die erzielten Qualitäten. "Den Weinen schmeckt man die klimatischen Wirren nicht nach", meint denn auch Siegfried Boy, Präsident des Weinbauverbandes.

Die Gründe für die geringen Erntemengen lagen mal wieder im Wetter. So haben zunächst Dauerfröste im Januar die Thermometer stellenweise unter minus 20 Grad Celsius fallen lassen und damit die Rebanlagen geschwächt. Nach einer unkomplizierten Blüte und einer wahren Wachstumsexplosion im Juli folgten die ausgesprochen niederschlagsreichen Sommermonate August und September. Das führte zu hohen Säurewerten. Die Jahres-Durchschnittstemperatur lag bei 7,9 Grad Celsius (ansonsten zwischen 10 und 12 Grad).

680 Hektar stehen derzeit in Ertrag, annähernd 50 Hektar sind zudem bereits aufgerebt und werden in den kommenden beiden Jahren mit ihren Weinen die Statistik bereichern und die Weinliebhaber erfreuen.

Unter den weißen Rebsorten dominierten diesmal die Silvaner (15 Nennungen) die Prüflisten, die in den voran gegangenen Jahren meist von Weißburgundern angeführt wurden. Diese Sorte war jetzt "nur" mit 12 verschiedenen Weinen angetreten. Damit lag sie gleichauf mit dem Müller-Thurgau. Es folgten Riesling und Kerner auf den Plätzen. Jeweils nur einmal erschien Sauvignon blanc, Auxerrois, Scheurebe und Muskateller vor den Prüfern.

Unter den 18 dunklen Rebsäften war in diesem Jahr der Dornfelder mit vier Weinen wieder einmal am häufigsten vertreten, wie auch der Spätburgunder vier mal angestellt wurde. Der Portugieser hielt sich mit drei Anstellungen zurück. Der Cabernet Dorsa nahm mit einer Nennung eine Sonderstellung unter den roten Rebsorten ein.

86 Weine sind im QbA-Bereich angesiedelt, acht wurden als Kabinett ausgezeichnet. 18 Spätlesen, eine Beerenauslese, ein Eiswein und eine Trocken-Beerenauslese komplettierten die Listen.

Über die Qualität der angestellten Weine urteilte eine siebenköpfige Jury mit Hilfe präzise definierter Kriterien. Maximal fünf Punkte kann ein Wein erreichen. Mindestens 3,5 Punkte sind für Bronze nötig, 4,0 für Silber und 4,5 für Gold. Die siebenköpfige Jury setzte sich aus erfahrenen amtlich anerkannten Weinprüfern zusammen. Die Weine werden blind verkostet, lediglich die Rebsorte, Qualitätsstufe und der Jahrgang sind dem Prüfer bekannt. Nach einem Punkteschema werden die Weine nach Farbe, Klarheit, Geruch, Geschmack und Harmonie bewertet.

In diesem Jahr verkosteten Karin Röthke (Restaurant Tannenhof, Schöne Eiche) Sven Lützkendorf (Weinkontrolle), Stephan Herzer (Weingut Herzer), Hans-Albrecht Zieger (Produktionsleiter Winzervereinigung Freyburg), Rudolf Thürkind (Kellermeister Winzervereinigung Freyburg), Dr. Tobias Haufe (Weinkontrolleur Sachsen) und Andreas Clauß (Thüringer Weingut Bad Sulza) die Rebsäfte in der mehrstündigen Degustation.

Die Landesweinprämierung fand in diesem Jahr zum 19. Mal statt und ist Wegweiser bei der Einordnung neuer Jahrgänge aus dem Weinbaugebiet Saale-Unstrut. Bekannt gegeben wird am Nachmittag nur das summarische Ergebnis.

Welche Weine von welchen Winzern dann konkret die Auszeichnungen verdient haben, wird bei der öffentlichen Präsentation am 20. Juni 2011 um 17.00 Uhr in der Konsumzentrale in Leipzig verraten. Aber nicht nur dass, die prämierten Weine können dann auch unter Beratung der Weinhersteller verkostet werden. Kartenreservierungen bitte in den nächsten Tagen im Büro der Gebietsweinwerbung vornehmen, Tel. 034464 26110. Weinfachhändler und Gastronomen erhalten eine Karte frei. Weinfreunde und Neugierige können Karten zum Preis für 39,90 € (inklusive Buffet) erwerben.
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