Photovoltaikanlagen müssen umgerüstet werden

VNB informiert Anlagenbetreiber

(lifePR) ( Darmstadt, )
In Deutschland gibt es inzwischen über eine Million Photovoltaikanlagen. Davon müssen rund 300.000 Photovoltaikanlagen bis spätestens Ende 2014 technisch umgerüstet werden. Nur die Betreiber der betroffenen Anlagen werden dazu von ihrem Netzbetreiber angeschrieben. So auch bei den Anlagen im Netzgebiet der Verteilnetzbetreiber (VNB) Rhein-Main-Neckar GmbH & Co. KG. Betroffen sind Anlagen, die mehr als 10 Kilowatt Leistung haben und je nach Leistungsklasse im Zeitraum 1. Mai 2001 bis 31. Dezember 2011 in Betrieb gegangen sind. Die Umrüstung ist für die Betreiber im Normalfall kostenlos und wird vom VNB organisiert. Der Gesetzgeber hat die Anlagenbetreiber mit der sogenannten Systemstabilitätsverordnung zur Mitwirkung verpflichtet. Diese müssen einen Fragebogen ausfüllen und an den Verteilnetzbetreiber zurückschicken.

Von über 8.600 Anlagen im südhessischen Netzgebiet des VNB müssen rund 2.330 Anlagen umgerüstet werden. Diese Anlagen können eine Spitzenlast von etwa 85.000 Kilowatt in das Netz einspeisen. Der VNB informiert diese Anlagenbetreiber schriftlich in drei Wellen: Die Besitzer von 86 Anlagen über 100 Kilowatt Leistung haben bereits Anfang November letzten Jahres die Fragebogen erhalten. Ende Februar beginnt nun die nächste Welle für rund 490 Solaranlagen mit über 30 Kilowatt Leistung. Im Sommer dann bekommen die Betreiber von circa 1.750 Anlagen zwischen 10 und 30 Kilowatt Post von dem Darmstädter Unternehmen. Der VNB ist auf die fristgerechte Mitarbeit der Betreiber angewiesen. Deswegen appelliert Dr. Ulrich Groß, Geschäftsführer des VNB, an die Anlagenbesitzer: "Als Netzbetreiber benötigen wir unbedingt die technischen Daten der jeweiligen Anlage. Ohne diese Informationen können wir die Nachrüstpflicht nicht erfüllen. Die Umrüstung ist erforderlich, um die Stabilität des Stromnetzes nicht zu gefährden." Bei einer Verweigerung der Mitarbeit könnte sogar die Zahlung der Einspeisevergütung ausgesetzt werden.

Der Grund für diese strenge Regelung: Die Frequenz im Stromnetz beträgt in Europa im Normalbetrieb 50 Hertz. Steigt die Frequenz, weil besonders viel Strom eingespeist wird, leidet die Netzstabilität. Deswegen schalten sich Photovoltaikanlagen, die zwischen dem 1. April 2001 und 31. Dezember 2011 installiert wurden, bei einer Frequenz von 50,2 Hertz automatisch ab. Dies war solange problemlos, wie es nur wenige Anlagen gab. Mittlerweile beträgt die installierte Leistung aller Solaranlagen zusammengenommen 32 Gigawatt. Etwa 10 Gigawatt bringen die Anlagen ans Netz, die jetzt nachgerüstet werden müssen. Dies entspricht etwa der Leistung von 10 Kohlekraftwerken. Wenn diese gleichzeitig automatisiert vom Netz gehen, droht ein flächendeckender Blackout. Um dem entgegenzuwirken, hat der Gesetzgeber im Juli die sogenannte Systemstabilitätsverordnung erlassen. Darin ist geregelt, bis wann welche Anlagenklassen umgerüstet werden müssen. Die Umrüstung wird vom jeweiligen Verteilnetzbetreiber vor Ort organisiert und ist für die Betreiber kostenlos, wenn ein vom Netzbetreiber ausgewähltes Unternehmen mit der Umrüstung beauftragt bzw. ein bestimmtes Kostenniveau nicht überschritten wird. Die Kosten werden bundesweit auf die Netzentgelte und die EEG-Umlage umgewälzt. Alle Anlagenbetreiber sind gesetzlich verpflichtet, den Netzbetreiber zu unterstützen. Anlagen mit einer Leistung von mehr als 100 Kilowatt müssen bis zum 31. August 2013 nachgerüstet werden. Diejenigen mit einer Leistung von mehr als 30 Kilowatt haben eine Frist bis zum 31. Mai 2014. Das Gros der Anlagen, mit einer Leistung zwischen 10 und 30 Kilowatt, muss bis zum 31. 12. 2014 ungerüstet werden.

Der VNB hat ein umfangreiches Informationsportal zum diesem Thema auf seiner Webseite (www.vnb-rmn.de) eingerichtet.
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