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Klimawandel im Büro

Expertenrunde diskutierte Handlungsbedarfe für das Raumklima

(lifePR) (Berlin, )
Auf Einladung der Initiative PrimaBüroKlima fand am 28. Juni 2022 ein Expertengespräch zum Thema „Gutes und sicheres
Raumklima in Büroumgebungen“ statt. Im Mittelpunkt des Roundtables stand die Anpassung des staatlichen Arbeitsschutzes zum Innenraumklima an neue Erkenntnisse und jüngere Erfahrungen.

Zu den Teilnehmern des Roundtables gehörten so renommierte Raumklima-Experten wie Dr. Simone Peters (IFA), Dr. Carina Jehn (VBG), Dr. Kersten Bux (BAuA), Dr. Kai Rewitz (RWTH Aachen University) und Dr. Heinz Fuchsig (AUVA). Ziel des Expertengesprächs war es, den Austausch zum Thema Raumklima in Büroumgebungen zu fördern, Sachverhalte aufzuklären sowie Diskussions- und Handlungsbedarfe festzustellen.

Büroraumklima: Gewonnene Aufmerksamkeit für Aufklärung nutzen

Als Basis diente eine im Mai 2022 im Fachmagazin OFFICE ROXX erschienene Umfrage zu raumklimatischen Bedingungen sicherer Büroarbeit. An die dort veröffentlichten Statements wurde angeschlossen. Im Fokus stand vor allem, welche Regelungen über die bereits bestehenden hinaus noch sinnvoll sein könnten.

Die Expertenrunde war sich einig, dass dem Thema Innenraumklima durch die Coronapandemie endlich die Bedeutung zugekommen ist, die ihm gebührt. Die Welle der entstandenen Aufmerksamkeit müsse nun genutzt werden, um zu allen relevanten Aspekten des facettenreichen Themas aufzuklären, zum Beispiel auch zu Lufttemperatur, Luftgeschwindigkeit, Luftfeuchte, Feinstaub, Schadstoffe/VOC und Schimmel.

Impulse zur Anpassung des staatlichen Arbeitsschutzes

Welche Regelungen des staatlichen Arbeitsschutzes zum Innenraumklima sind neuen Erkenntnissen und jüngeren Erfahrungen entsprechend noch weiter anzupassen? Das war die zentrale Frage des Roundtables. Laut Dr. Kersten Bux von der BAuA sind bereits coronabedingte Anpassungen erfolgt, etwa in den Technischen Regeln hinsichtlich der Lüftung in Form der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel. Jedoch sei bei den entsprechenden Stellen aktuell noch vieles in Arbeit und diese jederzeit offen für Vorschläge.

Ein solcher Vorschlag folgte prompt von Dominic Giesel von Condair Systems. Er plädierte für die Aufnahme einer Mindestfeuchte von 40 Prozent in Innenräumen. Nicht zuletzt wurden in dem im März erschienenen nationalen Anhang der DIN EN 16798 Teil 1 die Empfehlungen für die Mindestluftfeuchten in Gebäuden im Vergleich zur Europäischen Norm massiv angehoben. In den Regelwerken und Empfehlungen der Träger der gesetzlichen Unfallversicherung und der BAuA werde eine pauschale Mindestluftfeuchte zurzeit nicht empfohlen. Laut Dr. Bux ist in diesem Punkt kurzfristig auch mit keiner Änderung zu rechnen, was aber nicht ausschließe, dass dies später einmal der Fall sein könne.

Dr. Carina Jehn von der VBG gab in diesem Zusammenhang zu beachten, dass im Arbeitsschutz die Sicherheit und Gesundheit im Vordergrund stehen und nicht alle technischen Errungenschaften hierfür zielführend sind. Es sei auch zu bedenken, dass bei einer Festschreibung einer Mindestluftfeuchte alle Unternehmen, unabhängig davon, ob sie eine technische Lüftung oder eine Fensterlüftung einsetzen, zur Einhaltung verpflichtet seien.

Einen weiteren Vorschlag formulierte Bernd Opitz von Fellowes. Er forderte Klarheit in Bezug auf die Kriterien für Luftreiniger, etwa hinsichtlich der erforderlichen Anzahl der Luftwechsel, der ausreichenden Eignung von H13- gegenüber H14-Hepafiltern und einer realistischen Lautstärke.

CO2 als Indikator für Infektionsrisiko

Dr. Rewitz von der RWTH Aachen zeigte auf, dass CO2 im Allgemeinen ein guter Indikator zur Bestimmung des Infektionsrisikos in Innenräumen ist. Als Ausnahme müsse aber beachtet werden, dass Luftreiniger kein CO2, sehr wohl aber Viren filtern.

Bei der abschließenden Frage, wie das Arbeiten im Büro hinsichtlich der raumklimatischen Bedingungen wohl in zehn Jahren aussehen werde, bestand einhellig die Auffassung, dass hier der Klimawandel mit steigenden Temperaturen die größte Herausforderung darstelle, der man sich nicht früh genug stellen könne.

Beim Raumklima sind alle gefragt

„Luft ist ein Lebensmittel. Das ist vielen erst durch die Coronapandemie bewusst geworden. Die Aufmerksamkeit, die aktuell auf dem Thema Raumklima liegt, muss genutzt werden, um über alle seine wichtigen Aspekte aufzuklären. Dazu sind alle gefragt: Politik, Wissenschaft, Medien, aber auch die Vertreter des staatlichen Arbeitsschutzes, der gesetzlichen Unfallversicherungen sowie die Beauftragten für das betriebliche Gesundheitsmanagement und nicht zuletzt die Mitarbeitenden selbst. Bei allen aktuellen Problemen muss auch bereits dringend Vorsorge in Bezug auf die Folgen des Klimawandels getroffen werden, insbesondere hinsichtlich weiter steigender Temperaturen“, resümierte Dr. Robert Nehring, Sprecher der Initiative PrimaBüroKlima.

Teilnehmende


Simone Peters


Bereichsleiterin 3.2 Technische Schutzmaßnahmen Raumklima, Innenraumarbeitsplätze Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung DGUV


Carina Jehn


Aufsichtsperson der Gesetzlichen Unfallversicherung VBG, stellv. Leitung des Sachgebietes Innenraumklima im Fachbereich Verwaltung der DGUV


-Ing. Kersten Bux


Wiss. Mitarbeiter Fachgebiet Klima am Arbeitsplatz der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin BAuA


-Ing. Kai Rewitz


Teamleitung Nutzerverhalten und Komfort der RWTH Aachen University


Heinz Fuchsig


Sachverständiger für Arbeits- und Umweltmedizin AUVA


Peter Skala


Initiator Plattform MeineRaumluft 


Dominic Giesel


Leiter Marketing Condair Systems GmbH


Antje Brinkmann


Trade Marketing Manager Fellowes GmbH


Bernd Opitz


Key Account Manager Fellowes GmbH


Gerrit Krämer
Initiative PrimaBüroKlima, Deutsches Institut für moderne Büroarbeit DIMBA, Redakteur OFFICE ROXX
Robert Nehring (Moderation)
Sprecher Initiative PrimaBüroKlima, Leiter Deutsches Institut für moderne Büroarbeit DIMBA, Chefredakteur OFFICE ROXX


Die Initiative PrimaBüroKlima ist eine Aktion des Deutschen Instituts für moderne Büroarbeit DIMBA. Dieses ist im Berliner PRIMA VIER Nehring Verlag angesiedelt, der unter anderem auch das Magazin und den Blog OFFICE ROXX herausgibt. Die Initiative setzt sich seit 2020 für ein besseres Raumklima in Büroumgebungen ein. Zu den Partnern der Aktion gehören die Unternehmen Camfil, Condair Systems, Exhausto by Aldes, Fellowes und Mobilane, die die Felder Reinigung, Befeuchtung und Begrünung kompetent abbilden. Außerdem wird die Aktion unterstützt vom Handelsverband Büro und Schreibkultur HBS, dem Deutschen Netzwerk Büro DNB, der Initiative MeineRaumluft sowie den Medien des PRIMA VIER Verlags. Im September 2021 ist eine viel beachtete Umfrage unter 512 Office-Workern im Auftrag der Initiative auf OFFICE ROXX erschienen.

PrimaBueroKlima.de
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