Freitag, 20. April 2018


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vbw fordert grundlegende Reformen beim "Morbi-RSA"

Brossardt: "Benachteiligung bayerischer Krankenkassen muss aufhören"

München, (lifePR) - Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. fordert eine zügige und grundlegende Reform des morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleichs („Morbi-RSA“). Aus Anlass der Mittelzuweisung aus dem Gesundheitsfonds bekräftigt sie diese Forderung. „Das aktuelle System des ‚Morbi-RSA‘ führt zu starken Verwerfungen. Die neuen Zahlen zeigen, dass die Schere immer weiter auseinandergeht: Die Spreizung in den Zuweisungen an die AOK und die Ersatzkrankenkassen hat sich von rund 800 Millionen Euro im Jahr 2010 auf 2,5 Milliarden Euro im Jahr 2016 mehr als verdreifacht“, erklärt vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

Der „Morbi-RSA“ bestimmt die Zu- und Abschläge, die Kassen je nach Alter, Geschlecht und Gesundheitszustand ihrer Versicherten zusätzlich zu einer pauschalen Zuweisung aus dem Gesundheitsfonds erhalten. Dabei werden viele bayerische Krankenkassen doppelt benachteiligt: Zum einen haben sie Versicherte mit tendenziell höheren Durchschnittslöhnen und müssen deshalb mehr an den Gesundheitsfonds abführen. Zum anderen haben vor allem die bayerischen Betriebskrankenkassen höhere Ausgaben für das Krankengeld, das sie an die Versicherten auszahlen müssen, weil dieses von der Lohnhöhe des Versicherten abhängig ist. Aus dem Gesundheitsfonds erhalten viele Kassen nicht genügend Geld zurück, um ihre Ausgaben zu decken – auch weil ihre Versicherten oftmals nicht an den Erkrankungen leiden, für die es besondere Zuschüsse gibt.

Die vbw unterstützt die Forderung nach einer Neuordnung des bestehenden Konstrukts. „Das Ziel ist klar: Die Unwucht im bestehenden System muss korrigiert werden. Da die bevorteilten Krankenkassen niedrigere Zusatzbeitragssätze erheben und dadurch Wettbewerbsvorteile genießen können, entstehen eklatante Verzerrungen – auch zulasten der Versicherten. Diese Benachteiligung bayerischer Kassen und Versicherter beim ‚Morbi-RSA‘ muss endlich aufhören“, so Brossardt.

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