Montag, 22. Mai 2017


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Mobilfunkgespräche im EU-Ausland werden billiger, Datendienste jedoch nicht

Verbraucherzentrale warnt vor leichtfertiger Nutzung von Datendiensten im Ausland

(lifePR) (Leipzig, ) "Leider werden die Tarife für Handy-Telefonate aus dem EU-Auslandsurlaub nach Hause erst am Ende der hochsommerlichen Reisesaison erneut gesenkt", bedauert Evelin Voß, Telefonexpertin bei der Verbraucherzentrale Sachsen. Sie dürfen ab dem 30. August statt maximal 58 Cent pro Minute nur noch bis zu 55 Cent pro Minute kosten. Wenn man sich auf dem Handy anrufen lässt, sind es dann maximal 26 statt 28 Cent pro Minute.

"Ein Fünf-Minuten-Handygespräch etwa von Mallorca nach Deutschland ist dann mit 2,75 Euro aber noch immer vergleichsweise teuer, und ein ebenso langer Anruf aus Deutschland schlägt mit 1,30 Euro zu Buche, weil der Angerufene die Roamingkosten tragen muss", rechnet Voß vor.

Für Datenverbindungen, wie SMS, MMS und Verbindungen ins Internet über das Handy wurden die Tarife allerdings nicht abgesenkt. "Vielen Verbrauchern ist leider nicht bewusst, dass ihr Handytarif nur für Deutschland gilt", warnt Voß. "Damit sind auch Handy-Flatrates für Telefonate und fürs Internet im Ausland nicht gültig."

So kann es zum Beispiel sehr teuer werden, wenn das Handy im Ausland angeschaltet bleibt und alle 5 Minuten automatisch ins Internet geht, um nach neuen E-Mails Ausschau zu halten. Dadurch kommen in 14 Tagen leicht bis zu 400 Megabyte zusammen. Wenn der Download von einem Megabyte beispielsweise Roaming-Kosten von 18,80 Euro verursacht, beträgt die Rechnung am Urlaubsende dafür 7.920 Euro. "Auch vom Datei-Download mit dem Handy, etwa von MP3-Musiktiteln, sollte man wegen der hohen Roaming-Kosten für Datenverbindungen im Auslandsurlaub am besten die Finger lassen", rät Voß.

Es bleibt zu hoffen, dass das EU-Parlament spätestens im nächsten Jahr auch die Roamingkosten für Datenverbindungen im EU-Ausland per Verordnung deckelt.

Tipps zur Handynutzung im Ausland enthält das gleichnamige Faltblatt der Verbraucherzentrale Sachsen, das man in allen Beratungsstellen kostenlos erhält und von der Internetseite www.verbraucherzentrale-sachsen.de kostenlos herunterladen kann.

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