Samstag, 18. November 2017


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Neue Vorgaben für Staubsauger

Weniger Watt erlaubt, dafür mehr Pluszeichen auf dem Energielabel

Mainz, (lifePR) - Ab dem 1. September gelten für Staubsauger, die neu in den Handel kommen, strengere Vorgaben für den Energieverbrauch: Statt bisher 1600 Watt dürfen neue Modelle nur noch 900 Watt Strom ziehen. Darüber hinaus werden die Vorgaben zur Saugqualität leicht verschärft. Das Energielabel wird von der bisher besten Klasse A auf A+++ erweitert.

Eigentlich hatte das EU-Parlament im März beschlossen, die Pluszeichen auf dem Energielabel abzuschaffen – doch bei Staubsaugern kommen jetzt erst mal welche dazu. „Hintergrund sind die komplizierten Verfahrensabläufe bei der EU“, sagt Elke Dünnhoff, Energieexpertin der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz: „Positiver sind dagegen die strengeren Vorgaben für Staubsauger zum Stromverbrauch zu sehen.“ Statt bisher maximal 62 Kilowattstunden pro Jahr bei wöchentlich einer Stunde saugen, dürfen es bei neuen Modellen in Zukunft höchstens 43 Kilowattstunden sein. Viele Hersteller haben sich bereits auf die neuen Vorgaben eingestellt. Die meisten Modelle im Handel erreichen auch heute schon die neu geforderten Werte. „Es lohnt sich aber nicht, den alten Staubsauger allein aus Stromspargründen auszutauschen“, so Dünnhoff. Wer Strom sparen will, sollte den Blick auf die echten Stromfresser im Haushalt richten: Hohe Stromsparpotenziale von mehreren hundert Kilowattstunden findet man oft bei älteren Kühl- und Gefriergeräten, Wäschetrocknern oder elektrischen Warmwasserboilern. „Dagegen sind Staubsauger ‚Peanuts‘“, so die Energieexpertin.

Leicht verschärft hat die EU die Vorgaben an die Saugqualität auf Hart- und auf Teppichböden. Außerdem wurde der Staubausstoß von Staubsaugern begrenzt. Dies bedeutet allerdings nur, dass die bisher schlechteste Klasse G für neue Modelle verboten wird. Neu sind die Anforderungen an die Lebensdauer von Saugern. Mindestens 500 Stunden müssen sie bei definierten Tests halten. Das sind bei wöchentlich einer Stunde Staub saugen rund zehn Jahre. Die gesetzliche Gewährleistungspflicht von zwei Jahren verlängert sich für Verbraucher dadurch jedoch nicht.

Ein aktueller Test der Stiftung Warentest von Juli 2017 hat zwölf Staubsaugermodelle getestet. Dabei kam heraus, dass die meisten getesteten Modelle auch mit weniger Strom gründlich reinigen. Die Testhefte sind in den Beratungsstellen der Verbraucherberatungs-stellen kostenfrei einsehbar. Weitere Informationen finden Interessierte in einem Informationsblatt zum Energielabel für Staubsauger, welches unter www.verbraucherzentrale-rlp.de/energiekennzeichnung heruntergeladen werden oder in den örtlichen Beratungsstellen und Stützpunkten der Verbraucherzentrale abgeholt werden kann. Der Postversand erfolgt gegen Einsendung von 1,45 Euro in Briefmarken durch die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, Versand, Postfach 41 07 in 55031 Mainz.

Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz e.V.

Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz ist eine anbieterunabhängige, überwiegend öffentlich finanzierte, gemeinnützige Organisation. Seit mehr als 50 Jahren informiert, berät und unterstützt sie Verbraucherinnen und Verbraucher in Fragen des privaten Konsums und vertritt Verbraucherinteressen bei Unternehmen, Politik und Verbänden. Die Verbraucherzentrale hat 17 Mitgliedsverbände und über 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Vorstand ist Ulrike von der Lühe.

Arbeitsschwerpunkte sind Verbraucherrecht, Telekommunikation und Medien, Versicherungen und Finanzdienstleistungen, Energie und Bauen, Lebensmittel und Ernährung sowie Gesundheit und Pflege. Anlaufstellen für persönliche Beratung sind sechs Beratungsstellen und sechs Stützpunkte in Rheinland-Pfalz. Ratsuchende können sich auch telefonisch oder per E-Mail beraten lassen. Im Internet ist die Verbraucherzentrale unter www.vz-rlp.de zu finden.

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