Wo weidende Kühe drauf sind, muss Weidemilch drin sein!

Umfrage auf www.lebensmittelklarheit.de zur Bewerbung von Milchprodukten stützt Forderung der Verbraucherzentrale Hessen

(lifePR) ( Frankfurt am Main, )
Kühe auf saftigen Weiden als Motiv auf Milchprodukten suggerieren zumeist artgerechte Tierhaltung in ländlicher Idylle. Entsprechend erwartet die Mehrheit der Verbraucher, dass die Kühe Weidezugang hatten, wenn solche Abbildungen auf Milchpackungen verwendet werden. Das zeigen die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage auf dem Internetportal www.lebensmittelklarheit.de. "Lebensmittelverpackungen dürfen bei Verbrauchern keine falschen Erwartungen, zum Beispiel über die Haltungsbedingungen der Tiere, wecken", so Andrea Schauff, Lebensmittelexpertin der Verbraucherzentrale Hessen. "Wenn Anbieter durch Wort oder Bild Qualitätseigenschaften für Produkte versprechen, müssen diese auch eingehalten werden."

Mehr als die Hälfte der über 1.860 Teilnehmer der vom 16.9. bis zum 28.10.2013 durchgeführten, nicht repräsentativen, Umfrage auf www.lebensmittelklarheit.de gab an, dass sie solche Abbildungen von grasenden Kühen in ländlicher Idylle für täuschend halten, wenn die Tiere tatsächlich aber keinen Weidezugang hatten.

Bilder zur artgerechten Weidehaltung finden sich mittlerweile weniger auf Milchtüten, sondern hauptsächlich auf Milchprodukten wie Buttermilch, Joghurt oder Quark. Das ergab eine ergänzende Marktstichprobe der Verbraucherzentrale Hessen, die Ende Oktober 2013 durchgeführt wurde. So wurden zum Beispiel verschiedene Milfina-Milcherzeugnisse des Discounters Aldi Süd, Joghurt der Eigenmarke EDEKA und Müller Buttermilch mit Bildern von weidenden Rindern gefunden. Verbraucher müssen jedoch davon ausgehen, dass diese Milchprodukte aus konventioneller Landwirtschaft stammen. Im hessischen Test wurden die Abbildungen von grasenden Kühen nur noch auf zwei Trinkmilchverpackungen gesichtet. "Wir werten das als einen Erfolg des Internetportals www.lebensmittelklarheit.de", so Schauff. "Wir gehen davon aus, dass Anbieter aufgrund der Umfrage, der Produktmeldungen und der Informationen zu Weidemilch auf Lebensmittelklarheit einige Milchverpackungen geändert haben und noch ändern werden."

Gerade zur Art der Tierhaltung fehlen aus Sicht der Verbraucherzentrale klare Kennzeichnungsregeln. Es ist aber lebensmittelrechtlich verboten, Produkte unter irreführender Bezeichnung, Angabe oder Aufmachung in den Verkehr zu bringen. Dazu können auch Abbildungen zählen, die einen besonderen Ursprung wie Weidehaltung erwarten lassen.

Mit den Umfragen auf www.lebensmittelklarheit.de ermitteln die Verbraucherzentralen, was Verbraucher von der Kennzeichnung und Aufmachung von Lebensmitteln erwarten. "Das erleichtert es uns, die Interessen der Verbraucher in Gremien und bei Stellungnahmen zu Gesetzesänderungen zu vertreten", so Schauff. Gleichzeitig beteiligen sich Verbraucher aktiv an der Meinungsbildung und nehmen so direkt Einfluss auf eine bessere Produktkennzeichnung, die ihren Vorstellungen entspricht.

Demnächst wird auf www.lebensmittelklarheit.de eine Umfrage zum Thema "Near-Water-Getränke" starten. Hier sind Verbraucher eingeladen, ihre Erwartungen und Wünsche an die Kennzeichnung der Erfrischungsgetränke einzubringen, die im Wesentlichen aus Wasser, Zucker oder Süßungsmitteln und Aromen bestehen.

Ergänzende Informationen für Verbraucher:



www.bmelv.de/klarheit-und-wahrheit.de
Telefonische Beratung der Verbraucherzentrale Hessen zum Thema "Lebensmittel und Ernährung" dienstags 10 bis 14 Uhr unter 0900 1 972012. 0,90 € pro Minute aus dem deutschen Festnetz; Mobilfunkpreise können abweichen.
Ratgeberangebot unter www.verbraucher.de
Hessenweites Servicetelefon 0180 5 972010. 0,14 € pro Minute aus dem deutschen Festnetz; maximal 0,42 € pro Minute aus dem Mobilfunk. Informationen über das Beratungs- und Seminarangebote sowie die Öffnungszeiten der Beratungsstellen der Verbraucherzentrale Hessen; teilweise auch Terminvereinbarung möglich. Keine Beratung!
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