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Pressemitteilung BoxID: 493014 (Verbraucherzentrale Hessen e. V.)
  • Verbraucherzentrale Hessen e. V.
  • Große Friedberger Straße 13 - 17
  • 60313 Frankfurt am Main
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Immer wieder Ärger mit Beratungsprotokollen

Verbraucherzentrale Hessen stellt fest: Verbraucher werden zur Unterschrift gedrängt

(lifePR) (Frankfurt am Main, ) Die aktuelle Reform der EU-Finanzmarktrichtlinie (MiFID II) sieht vor, dass künftig auch telefonische Beratungsgespräche zwischen Bank und Kunde dokumentiert werden müssen. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass es vier Jahr nach Einführung der Protokollpflicht von persönlichen Beratungen immer noch Unklarheiten gibt.

Seit 2010 müssen Banken und Sparkassen jede Anlageberatung festhalten. Die Regelung soll die Kunden vor Falschberatung schützen. Verpflichtend ist daher die Unterschrift des Beraters. Im Gesetz ist dagegen nicht vorgesehen, dass Verbraucher das Protokoll unterzeichnen. Die Verbraucherzentrale Hessen stellt jedoch immer wieder fest, dass Kreditinstitute und Finanzdienstleister Verbraucher dazu drängen, das Protokoll zu unterschreiben. Die Argumente sind dabei oft vorgeschoben - etwa, dass die Bank ohne die Unterschrift des Anlegers nichts verkaufen könne. Vereinzelt ist sogar die Rede davon, das Girokonto zu kündigen.

Falls Verbraucher mit der eigenen Unterschrift bestätigen, dass sie den Inhalt des Protokolls gelesen und verstanden haben, könnte das im Streitfall problematisch werden. "Als Verbraucher sollte man das Protokoll nicht unterschreiben. In einem eventuellen Streit wegen Falschberatung könnte eine Unterschrift so gedeutet werden, als hätte der Kunde den Inhalt des Protokolls anerkannt", sagt Wolf Brandes, Finanzexperte der Verbraucherzentrale Hessen.

Besteht das Kreditinstitut auf einer Unterschrift, sollten Verbraucher den Wechsel der Bankverbindung in Erwägung ziehen. "Wer kein Vertrauen zu seiner Bank mehr hat, sollte die Konsequenzen ziehen. Der Wechsel von Konten und Depots ist heutzutage problemlos möglich", sagt Brandes. Die Verbraucherzentrale Hessen bietet Musterschreiben, die den Umzug des Kontos erleichtern auf www.verbraucher.de/girokonto-wechseln-checkliste-und-musterbriefe.

Ergänzende Informationen für Verbraucher:

- Die Verbraucherzentrale Hessen bietet eine persönliche Beratung zur Geldanlage und Altersvorsorge. Terminvereinbarung montags bis donnerstags 10 bis 16 Uhr sowie freitags von 10 bis 15 Uhr unter (069) 97 20 10 -900.

- Telefonische Beratung der Verbraucherzentrale Hessen zum Thema Altersvorsorge donnerstags 10 bis 14 Uhr unter 0900 1 972011. 1,75 € pro Minute aus dem deutschen Festnetz; Mobilfunkpreise können abweichen.

- Weitere Informationen zum Thema Beratungsprotokolle unter www.verbraucher.de/Protokollpflicht-Besserer-Schutz-fuer-Anleger

- Hessenweites Servicetelefon (069) 972010-900. Informationen über die Beratungs- und Seminarangebote sowie die Öffnungszeiten der Beratungsstellen der Verbraucherzentrale Hessen; teilweise auch Terminvereinbarung möglich. Keine Beratung!

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