Es muss nicht immer Betrug sein

Verbraucherzentrale Hessen warnt vor Geldanlagen im Grauen Kapitalmarkt und berät geschädigte Anleger

(lifePR) ( Frankfurt am Main, )
Spektakuläre Fälle wie der Prozess gegen die Frankfurter Unternehmensgruppe S&K lenken das Augenmerk immer wieder auf Finanzanlagen im Grauen Kapitalmarkt. Die Verbraucherzentrale Hessen warnt: Geld, das für die Altersvorsorge gebraucht wird, sollte nicht im riskanten Grauen Markt investiert werden, auch wenn das Angebot lukrativ wirkt. Geschädigte Verbraucher können sich rechtlich bei der Verbraucherzentrale Hessen beraten lassen.

Vor einem Jahr begann der Prozess gegen die ehemaligen Chefs von  S&K, die über ein komplexes Firmengeflecht Immobiliengeschäfte betrieben und Fonds verkauft hatten. Sie stehen im Verdacht, ein betrügerisches Schneeballsystem aufgebaut zu haben, bei dem rund 11.000 Verbraucher etwa 240 Millionen Euro verloren haben sollen.

„Es muss nicht immer Betrug sein, der Verbrauchern schmerzhafte Verluste beschert“, sagt Brigitte Mayer, Finanzexpertin bei der Verbraucherzentrale Hessen. „Bei unseren Beratungen begegnen wir häufig Menschen, denen Anlagen des Grauen Kapitalmarkts als Altersvorsorge verkauft wurden. Das sind meist unpassende und hochriskante, oftmals überteuerte Finanzprodukte, die Verbraucher schlimmstenfalls in die Altersarmut treiben können.“

Verbraucherzentrale berät rechtlich zu Kapitalanlagen

Rechtliche Beratung zu ihrer Kapitalanlage – seien es Direktinvestments, Nachrangdarlehen, geschlossene Fonds oder Genussrechte – erhalten Verbraucher bei der Verbraucherzentrale Hessen. Fachleute prüfen, ob Schadensersatzansprüche geltend gemacht werden können. Dafür sichten die Experten der Verbraucherzentrale Verträge und prüfen, unter welchen Umständen diese abgeschlossen wurden. Im Fall einer Falschberatung können unter Umständen auch gegenüber dem Vermittler Schadensersatzansprüche entstehen. Wenn die Aussicht besteht, die Angelegenheit außergerichtlich zu regeln, unternimmt die Verbraucherzentrale einen Vermittlungsversuch und führt den Schriftwechsel mit dem Vertragspartner.

Schneeballsysteme melden

Im Rahmen des Projekts Marktwächter Finanzen beobachtet die Verbraucherzentrale Hessen die Entwicklungen auf dem Grauen Kapitalmarkt. Sie sammelt aktuell auch Fälle von Schneeballsystemen. Beim Portal www.marktwaechter.de können Verbraucher Hinweise auf Unternehmen geben, deren Geschäftsmodell augenscheinlich auf dem Schneeballprinzip beruht und sich melden, wenn sie Geld verloren haben.

Über den Marktwächter Finanzen:

Der Marktwächter Finanzen ist ein Projekt, mit dem der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) und die Verbraucherzentralen den Finanzmarkt aus Perspektive der Verbraucher beobachten. Hierfür werden Beschwerden und Beratungen von Verbrauchern aus allen 16 deutschen Verbraucherzentralen über ein Frühwarnnetzwerk systematisch ausgewertet. Zudem werden empirische Untersuchungen durchgeführt. So können Schwachstellen und Fehlentwicklungen erkannt, Verbraucher frühzeitig gewarnt und Aufsichts- und Regulierungsbehörden bei ihrer Arbeit unterstützt werden. Insgesamt untersuchen fünf Schwerpunkt-Verbraucherzentralen den Finanzmarkt: Baden-Württemberg (Geldanlage und Altersvorsorge), Bremen (Immobilienfinanzierung), Hamburg (Versicherungen), Hessen (Grauer Kapitalmarkt) und Sachsen (Bankdienstleistungen und Konsumentenkredite). Der Marktwächter Finanzen wird durch das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) gefördert. www.marktwaechter.de/finanzen
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