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Pressemitteilung BoxID: 499289 (Verbraucherzentrale Hessen e. V.)
  • Verbraucherzentrale Hessen e. V.
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  • 60313 Frankfurt am Main
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Drei Jahre Lebensmittelklarheit

Onlineportal der Verbraucherzentralen und des Verbraucherzentrale Bundesverbands liefert Forschungsbelege

(lifePR) (Frankfurt am Main, ) Am 20.7.2014 feiert das Verbraucherportal www.lebensmittelklarheit.de der Verbraucherzentralen und des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv) seinen dritten Geburtstag. Seit dem Start haben die Projektbetreiber die Kluft zwischen Lebensmittelkennzeichnung durch Hersteller und Anbieter und dem Verbraucherverständnis dokumentiert. "Verbraucher haben mit Lebensmittelklarheit eine Stimme in Sachen Kennzeichnung und Aufmachung erhalten", so Claudia Weiss, Internetredakteurin für das Portal lebensmittelklarheit.de. "Wir schaffen hiermit mehr Transparenz und bewirken vielfältige Verbesserungen." Vorab veröffentlichte Ergebnisse aus der projektbegleitenden Verbraucherforschung 2014 zeigen, wie stark sich Verbraucher an einem aussagekräftigen Bild auf der Verpackung orientieren.

Die Resonanz des Portals ist ungebrochen: Rund 200.000 Besuche verzeichnet das Portal allein im zweiten Quartal 2014. Täglich gehen im Schnitt drei Produktmeldungen mit unklaren oder von Verbrauchern als irreführend wahrgenommenen Kennzeichnungen bei der Internetredaktion ein. Etwa jede dritte Kritik von Verbrauchern führte zu Verbesserungen beim beanstandeten Produkt. Verbraucher informieren sich auch weiterhin intensiv auf Lebensmittelklarheit: Rund 400 Kurzmeldungen und Fachbeiträge zu Lebensmittelkennzeichnung und -aufmachung sowie zu Trends und aktuellen Entwicklungen befinden sich aktuell im Portal. Mehr als 4.200 Forenanfragen von Verbrauchern wurden seit Portalstart beantwortet.

Die zum dritten Jubiläum vorab veröffentlichten Ergebnisse der Begleitforschung des vzbv zeigen: 87 Prozent der Verbraucher entscheiden sich für ein aussagekräftiges Bild als wesentliche Orientierungshilfe beim Lebensmittelkauf. "Nach wie vor treiben die Anbieter mit den schönen Bilder auf den Etiketten aber reichlich Schindluder", so Weiss. "Einer der häufigsten Beschwerdegründe lautet 'Mehr Zutat erwartet' aufgrund eines tollen Fotos." Beispielsweise bildet ein Saftetikett ausschließlich hochwertige Mango auf dem Etikett ab, enthalten sind aber 85 Prozent Birnensaft.

Im Rahmen der aktuellen Befragung wurde Verbrauchern ein Tofufrikassee gezeigt, dass neben Tofu mit Soße auch Erbsen und Reis abbildet, die aber nicht enthalten sind. Der Hinweis "Serviervorschlag" auf dem Etikett soll das Missverständnis ausräumen. Die repräsentative Befragung von 750 Verbrauchern zeigt aber, dass das nicht funktioniert. Über 50 Prozent der Verbraucher erwarten in diesem Beispiel, dass Erbsen enthalten sind, über 40 Prozent erwarten ebenso den Reis. Der Hinweis "Serviervorschlag" ändert an der Zutatenerwartung nichts, er ist demnach überflüssig. Weitere Ergebnisse der Begleitforschung werden am 22. September 2014 in Berlin vorgestellt.

Das von der damaligen Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner initiierte Verbraucherportal www.lebensmittelklarheit.de bietet Verbrauchern seit Juli 2011 die Möglichkeit, sich über die Lebensmittelkennzeichnung zu informieren und unklare Kennzeichnungen zur Veröffentlichung im Portal zu melden. Eine Fachredaktion prüft die eingegangenen Meldungen und kommentiert sie. Die Sensorfunktion des Portals wird um regelmäßige Verbraucherforschung ergänzt, die Erwartungen von Verbrauchern an eine klare und wahre Lebensmittelkennzeichnung und -aufmachung repräsentativ erheben lässt.

Das Projekt Lebensmittelklarheit wird durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) gefördert.

Ergänzende Informationen für Verbraucher:

- www.lebensmittelklarheit.de
- www.bmelv.de/klarheit-und-wahrheit.de
- Telefonische Beratung der Verbraucherzentrale Hessen zum Thema "Lebensmittel und Ernährung" dienstags 10 bis 14 Uhr unter 0900 1 972012. 0,90 € pro Minute aus dem deutschen Festnetz; Mobilfunkpreise können abweichen.
- Ratgeberangebot unter www.verbraucher.de
- Hessenweites Servicetelefon (069) 97 20 10 - 900. Informationen über die Beratungs- und Seminarangebote sowie die Öffnungszeiten der Beratungsstellen der Verbraucherzentrale Hessen; teilweise auch Terminvereinbarung möglich. Keine Beratung!

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