Sonntag, 19. November 2017


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Der Kniff mit der Umkehrhypothek

Verbraucherzentrale Hessen rät, Angebote genau zu prüfen

Frankfurt am Main, (lifePR) - Die schuldenfreie Immobilie zu Geld machen und dennoch darin wohnen bleiben, das wollen viele. Doch es mangelt an attraktiven Angeboten. Auf Nachfrage erhalten interessierte Verbraucher stattdessen Rentenversicherungen oder andere nicht passende Angebote.  

So auch die Eheleute K , die anstelle der gewünschten Umkehrhypothek ein Angebot über ein Hypothekendarlehen in Höhe von 150.000 € mit einer Laufzeit von 10 Jahren erhielten. Kombiniert werden sollte der Kredit mit einer Sofortrentenversicherung. Die Kreditrate würde aus der Rentenzahlung gespeist. In der Beratung stellte sich heraus, dass die Rentenversicherung nicht reichen würde, um den Kredit bis zum Auslauf der Zinsfestschreibung zu tilgen. Es wäre  eine Anschlussfinanzierung in Höhe von 93.000 € erforderlich. 

die klassische umkehrhypothek gibt es nicht mehr

„Angesicht der aktuellen Marktlage erscheint es fraglich, ob Immobilienbesitzer ihre finanzielle Lage durch die aktuellen Angebote zum Immobilienverzehr überhaupt verbessern können“, sagt Christiane Kienitz, Referentin für Immobilienfinanzierung bei der Verbraucherzentrale Hessen. Für die Umkehrhypothek, bei der der Eigentümer einer selbstgenutzten Immobilie einen Kredit erhält, für den er während der Laufzeit in der Regel keine Zinsen und keine Tilgung bezahlt und die Restschuld erst fällig wird, wenn der Eigentümer stirbt, die Immobilie verkauft oder dauerhaft auszieht, gibt es hierzulande keine Angebote mehr. 

Erhöhung der Liquidität oft nur mit Verkauf möglich

„Aus Steinen Geld zu machen, erscheint derzeit schwierig“, so Kienitz weiter. Auch das Leibrentenmodell, das immerhin ein im Grundbuch verankertes Wohnrecht bietet, führt meist nicht zur gewünschten Liquidität. Zunächst entscheidet die Werthaltigkeit der Immobilie darüber, ob überhaupt ein Angebot gemacht wird.  Dann bleibt die angebotene Darlehenshöhe oft hinter den Wünschen der Eigentümer zurück. Hinzu kommen kurze Laufzeiten von 10 bis 15 Jahren.

Interessierte Verbraucher können bei Fragen zum „Immobilienverzehr“ auch die Immobilienfinanzierungsberatung der Verbraucherzentrale Hessen nutzen. 

 

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