Freitag, 20. Juli 2018


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Was ändert sich 2018 für Verbraucher?

Die Energieberatung der Verbraucherzentrale Berlin fasst die wichtigsten Neuigkeiten zusammen / Was Verbraucher beim Hausbau und bei Sanierungen beachten sollten

Berlin, (lifePR) - Förderantrag vor Beginn der Baumaßnahmen stellen: Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle bezuschusst in seinem Programm „Heizen mit erneuerbaren Energien“ Solaranlagen, Wärmepumpenheizungen und Biomasseheizungen. Um die Förderung zu erhalten, müssen Verbraucher ab 2018 den Förderantrag stellen, bevor sie mit der Umsetzung der zu fördernden Maßnahme beginnen.

Absenkung des Tilgungszuschusses: Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) verringert ab dem 1. Januar 2018 den Tilgungszuschuss in ihrem Programm „Erneuerbare Energien-Speicher“ zur Förderung von Batteriespeichern für Photovoltaikanlagen von dreizehn auf zehn Prozent der errechneten Speicherkosten.

HBCD-haltige Dämmstoffe nicht mehr als gefährlicher Abfall eingestuft: HBCD-haltige Dämmstoffe gelten ab 2018 in der Regel nicht mehr als gefährlicher Abfall. Verbraucher müssen sie jedoch separat sammeln, sodass sie vom Entsorger erfasst und gewogen werden können.

Bauherren künftig besser abgesichert: Mit der Reform des Bauvertragsrechts und der Änderung der kaufrechtlichen Mängelhaftung erhalten Bauherren ab 2018 eine Baubeschreibung. Sie beinhaltet detaillierte Angaben zum Energie- und Schallschutzstandard. Bauherren profitieren in mehrfacher Weise von dieser Neuregelung:


Sie ermöglicht ihnen noch vor Abschluss des Vertrages, Angebote besser miteinander zu vergleichen.
Sie belegt, dass die Förderbedingungen eingehalten wurden.
Sie eignet sich als Grundlage, um einen Kredit zu beantragen.
Sie dient als Nachweis, dass öffentlich-rechtliche Vorschriften eingehalten wurden.


Darüber hinaus verpflichtet das Bauvertragsrecht ab dem 1. Januar 2018 die am Bau beteiligten Parteien dazu, die Bauzeit im Bauvertrag verbindlich festzuhalten. Des Weiteren können Bauherren den Bauvertrag innerhalb von 14 Tagen ab Vertragsschluss widerrufen.

Neuigkeiten für Stromerzeuger

Eingeschränkte Steuerentlastung bei Kraft-Wärme-Kopplung: Energiesteuern für Gas und Öl werden bei Kraft-Wärme-Kopplung nur noch nach Abzug der Investitionsbeihilfen zurückerstattet. Die Steuerentlastung gilt nur für hocheffiziente Anlagen, mit einem Jahresnutzungsgrad von mindestens 70 Prozent.

Intelligente Messsysteme für Photovoltaik, Kraft-Wärme-Kopplung und Co.: Ab 2018 können neue kleine Energieerzeugungsanlagen mit Smart Metern ausgestattet werden. Hierbei handelt es sich um einen digitalen Stromzähler, der den Stromverbrauch bzw. die Stromerzeugung ermittelt. Er speichert die Daten und sendet sie an den Stromversorger und Netzbetreiber. Das intelligente Messsystem darf die Kosten von 60 Euro pro Messpunkt pro Jahr nicht übersteigen. Ab 2020 sollen auch Verbraucher, die einen jährlichen Stromverbrauch von unter 6.000 kWh haben, mit Smart Metern ausgestattet werden.

Verbraucher aufgepasst:

Strompreisvergleich lohnt sich: Obwohl die EEG-Umlage 2018 leicht sinkt, kann es zu Strompreiserhöhungen kommen. Die gleichzeitige Novellierung des Netzentgeltmodernisierungsgesetzes sieht vor, die Übertragungsnetzentgelte zu vereinheitlichen. Je nach Stromanbieter kann der Strompreis steigen oder sinken. Verbraucher sollten daher ihre Stromverträge prüfen, die Preise vergleichen und gegebenenfalls den Anbieter wechseln.

Die Berliner Haushalte, können nach dem Inkrafttreten der Novellierung des Netzentgeltmodernisierungsgesetzes mit einer Senkung der Stromkosten rechnen. Laut Angaben des Netzbetreibers Stromnetz Berlin GmbH würde die jährliche Kosteneinsparung bei einem Jahresstromverbrauch von 2.200 kWh 18 Euro betragen. 

Was diese Änderungen für Sie persönlich bedeuten und viele Tipps und Informationen zum Thema Energie erhalten Sie von den Energieberatern der Verbraucherzentrale - online, telefonisch oder in einem persönlichen Beratungsgespräch. Sie informieren anbieterunabhängig und individuell. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die Beratungsangebote kostenfrei. Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder unter 0800 – 809 802 400 (kostenfrei). Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

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