Donnerstag, 21. September 2017


  • Pressemitteilung BoxID 662313

Verbraucherzentrale Berlin gewinnt gegen Yello Strom

Oberlandesgericht Köln weist Berufung des Energieversorgers zurück

Berlin, (lifePR) - Die Verbraucherzentrale Berlin hat einen weiteren Erfolg für Energiekunden errungen: Die Verbraucherschützer hatten das Verhalten der Yello Strom GmbH als wettbewerbswidrig angesehen, bei der Online-Bestellung des Stromtarifs Basic zwingend die Erteilung eines SEPA-Lastschriftmandats und damit die Angabe von Kontodaten zu verlangen. Alternative Zahlungsmöglichkeiten, etwa per Überweisung, waren in diesem Tarif nicht möglich. Damit aber hat Yello Strom gegen das Gesetz verstoßen, bestätigten nunmehr die Richter des Oberlandesgerichts Köln das Urteil des Landgerichts Köln von August 2016. Die Yello Strom GmbH hatte gegen das Urteil des Landgerichts Berufung eingelegt.

Das Energiewirtschaftsgesetz sehe vor, dass Verbrauchern vor Vertragsabschluss mehrere Zahlungsmöglichkeiten zur Verfügung gestellt werden müssen. Allein das Lastschriftverfahren reiche nicht aus, begründeten die Richter des Oberlandesgerichts das Urteil. Den Einwand von Yello Strom, dass bei Energieverträgen eine freie Wahl bestimmter Zahlungsmethoden nicht notwendig sei, da über 90 Prozent der Haushaltskunden die Lastschrift als Bezahlungsmethode wünschten, ließen die Richter nicht gelten. Das Argument widerspreche der Wertung des Gesetzgebers, der ausdrücklich fordere, vor Abschluss von Energielieferungsverträgen verschiedene Zahlungsmöglichkeiten anzubieten, so das Oberlandesgericht.

Es genüge daher auch nicht, Kunden nur einen Tarif anzubieten, der ihm verschiedene Zahlungsmöglichkeiten einräume, so das Gericht weiter. Ein Kunde dürfe nicht alleine durch die Zahlungsmodalitäten von der Wahl eines bestimmten, häufig günstigeren Tarifs ausgeschlossen werden, wenn er z.B. über kein Konto verfüge und daher kein Lastschriftverfahren durchführen könne. Das Urteil ist rechtskräftig.

Die Verbraucherzentrale empfiehlt Energiekunden, die ihre Rechnung überweisen wollen, bei der Wahl ihres Stromanbieters darauf zu achten, dass mehrere Zahlungsmöglichkeiten angeboten werden. Verbraucherinnen und Verbraucher, die zu diesem Thema Fragen haben, können sich an die Energierechtsberatung der Verbraucherzentrale wenden.

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

TÜV SÜD erweitert Kooperation mit MIRDC in Taiwan

, Energie & Umwelt, TÜV SÜD AG

TÜV SÜD unterzeichnete ein Memorandum of Understanding (MoU) mit dem taiwanesischen Metals Industry Research & Development Center (MIRDC), der...

Ein Kernobst im Zentrum der Aufmerksamkeit

, Energie & Umwelt, pro agro - Verband zur Förderung des ländlichen Raumes im Land Brandenburg e.V.

Der Pomologische Schau- und Lehrgarten Döllingen steht am 24. September zum 23. Mal ganz im Zeichen des Lieblingsobstes der Deutschen. Nach der...

Tag der Regionen 2017 unter dem Motto: "Wer weiter denkt - kauft näher ein"

, Energie & Umwelt, Kreisausschuss des Vogelsbergkreises

Landwirtschaftsdezer­nent Dr. Jens Mischak (CDU) begrüßt die Vogelsberger Aktionen zum „Tag der Regionen“ und ruft zur Teilnahme auf. Das Spektrum...

Disclaimer