Sonntag, 17. Dezember 2017


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"Individualreisende tragen Risiko"

Verbraucherzentrale Brandenburg erklärt, was kurzfristige Änderungen von Einreisebestimmungen für Reisende bedeuten

Potsdam, (lifePR) - Die USA haben ihre Einreisebestimmungen kurzfristig geändert. Das Auswärtige Amt informiert aktuell, ob und welche deutschen Staatsbürger betroffen sind.

Anlässlich dieser Ereignisse erklärt Sabine Fischer-Volk, Reiserechtsexpertin bei der Verbraucherzentrale Brandenburg (VZB), welche Rechte Reisende haben, die auf Grund einer kurzfristigen Änderung der Einreisebestimmungen des Ziellandes ihre Reise nicht antreten können oder sogar zurückfliegen müssen.

Was gilt für Individualreisende bei einer kurzfristigen Änderung von Einreisebestimmungen?

Fischer-Volk: „Einzelreisende müssen sich grundsätzlich selbst kümmern. Wer bereits gebuchte Flüge oder Hotels absagen bzw. bereits angetretene Flüge in die USA abbrechen und zurückfliegen muss, weil er auf Grund einer kurzfristigen Änderung der Einreisebestimmungen keine Einreise erhält, muss die Kosten in der Regel selbst tragen. Denn solche kurzfristigen Änderungen gelten als höhere Gewalt. Wer einen Flug in die USA gebucht hat, sich aber nicht sicher ist, ob er auch einreisen darf, sollte sich mit seiner Airline in Verbindung setzen und anfragen, ob eine kostenfreie Stornierung oder Umbuchung auf Kulanz möglich ist. Geht die Airline darauf nicht ein, können Verbraucher unseren Musterbrief nutzen, um zumindest Steuern und Gebühren zurückzuerhalten.“

Wie verhält es sich mit Pauschalurlaubern? 

Fischer-Volk: „Pauschalreisende sind besser gestellt als Individualreisende, denn eine gebuchte Reise wird mangelhaft, wenn keine Einreise ins Urlaubsland erfolgen kann. Diese Urlauber haben dann Mängelansprüche an den Reiseveranstalter, die grundsätzlich verschuldensunabhängig gewährt werden müssen. Außerdem muss er die Kosten für den Rücktransport nach Hause tragen, falls die Reise schon angetreten wurde. Schadenersatzansprüche wegen entgangener Urlaubsfreuden allerdings gibt es nicht, weil den Veranstalter bei einer verwehrten Einreise auf Grund von kurzfristigen Änderungen kein Verschulden trifft. Sagt der Veranstalter deswegen eine bereits gebuchte, jedoch noch nicht angetretene Reise ab, können Urlauber auch eine gleichwertige andere Reise vom Veranstalter verlangen, wenn er eine solche ohne Mehrpreis anbieten kann.“

Verbraucher können sich außerdem mit ihrem individuellen Anliegen an die Verbraucherzentrale Brandenburg wenden:


persönliche Verbraucherberatung, Terminvereinbarung unter 0331 / 98 22 999 5 (Mo bis Fr, 9 bis 18 Uhr) oder online unter vzb.de/termine,
telefonische Beratung unter 09001 / 775 770 (Mo bis Fr, 9 bis 18 Uhr, 1 €/min a. d. dt. Festnetz, Mobilfunk abweichend) sowie
E-Mailberatung auf vzb.de/emailberatung

Verbraucherzentrale Brandenburg e.V.

Die Verbraucherzentrale Brandenburg e.V. (VZB) ist die wichtigste Interessenvertretung der Brandenburger Verbraucher gegenüber Politik und Wirtschaft. Sie bietet unabhängige Verbraucherberatung, -information und -bildung zu zahlreichen Themen: Markt & Recht, Reise & Freizeit, Finanzen & Versicherungen, Lebensmittel & Ernährung, Medien & Telefon, Energie, Bauen & Wohnen.

Zudem berät sie zu deutsch-polnischem Verbraucherrecht. Darüber hinaus mahnt die VZB Unternehmen ab, die zu Ungunsten von Verbrauchern gegen geltendes Recht verstoßen und klärt die Öffentlichkeit über Verbraucherrechte, Abzockmaschen und Spartipps auf. Kürzlich feierte sie ihren 25. Geburtstag.

Aktuelle Informationen gibt es auf www.vzb.de und www.facebook.com/....

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