Naturparke bei der Reform der EU-Agrarpolitik stärken!

(lifePR) ( Bonn, )
"Wir brauchen eine ökologische Neuausrichtung der Agrarpolitik, um den von der EU erkannten neuen Herausforderungen wie Artenschwund und Klimawandel begegnen zu können", stellt Dr. Michael Arndt, Präsident des Verbandes Deutscher Naturparke (VDN) anlässlich des Papiers "Für eine grundlegende Reform der EU-Agrarpolitik" fest, das von einem breiten Bündnis von Verbänden aus Umwelt- und Naturschutz, Landwirtschaft, Entwicklungspolitik, Verbraucherschutz und Tierschutz, zu dem der VDN gehört, unterzeichnet und gestern in Berlin der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.

Arndt weiter: "Die Gemeinsame Agrarpolitik muss noch stärker zu einer am Gemeinwohl orientierten Politik werden. Ziel muss es sein, die fortschreitende Industrialisierung der Landwirtschaft zu stoppen und ökologisch wirtschaftende bäuerliche Familienbetriebe stärker zu fördern." Landwirte, die zum Schutz der Artenvielfalt, der Gewässer und des Klimas beitragen und Arbeitsplätze auf dem Land sichern, müssten dafür angemessen honoriert werden. Die Verödung ganzer Landstriche durch Maisanbau für Biogasanlagen müsse Einhalt geboten werden, so Arndt.

Für die "Gemeinsame Agrarpolitik" (GAP) der Europäischen Union (EU) stellen Europas Steuerzahlerinnen und Steuerzahler viel Geld zur Verfügung, annähernd 55 Milliarden € pro Jahr. Das Kernproblem ist aber nicht, dass die Agrarpolitik Geld kostet, sondern dass sie trotz dieser vielen Finanzmittel auf die wachsenden gesellschaftlichen Aufgaben keine hinreichenden Antworten gibt. Mehr noch: Viele negative Entwicklungen, die mit bestimmten Formen von Landbewirtschaftung, Tierhaltung und internationalem Agrarhandel verbunden sind, werden durch die bisherige Gemeinsame Agrarpolitik sogar noch beschleunigt. Auf der anderen Seite werden die positiven Leistungen, die viele landwirtschaftliche Betriebe und andere Akteure in den ländlichen Räumen u.a. in den Naturparken Deutschlands in unterschiedlicher Weise für die Gesellschaft erbringen, agrarpolitisch vernachlässigt und nicht ausreichend gefördert. Gerade in Naturparken, die als Großschutzgebiete nach den Naturschutzgesetzen ausgewiesen sind und die die verschiedenen Interessen in den Regionen zusammenführen, kann es als Modellregionen gelingen, Naturschutz, Landwirtschaft und ländliche Entwicklung zu integrieren.

Das Positionspapier "Für eine grundlegende Reform der EU-Agrarpolitik" steht unter www.naturparke.de/infothek_bestellung_downloads.php als pdf-Datei zur Verfügung.
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