Donnerstag, 19. Oktober 2017


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Rolls-Royce: Emissionen des Flugverkehrs halbieren

Neue Triebwerke aus Carbon - Wiedereinstieg in Propeller-Antrieb

Düsseldorf, (lifePR) - Trotz des stark wachsenden Flugaufkommens will der Triebwerkshersteller Rolls-Royce dazu beitragen, die CO2-Emissionen des Flugverkehrs um 50 % zu senken. „Das Verkehrsaufkommen in der Luft dürfte sich – gerechnet von 2000 bis 2050 – verachtfachen. Trotzdem glauben wir, dass sich die Menge des tatsächlich ausgestoßenen CO2 halbieren lässt“, sagte Ric Parker, Chefentwickler des weltweit zweitgrößten Triebwerksbauers Rolls-Royce, im Interview mit den VDI nachrichten.

Die Effizienzgewinne durch verbesserte Triebwerke schilderte Parker als enorm. „Verglichen mit einer Boeing 777 aus dem Jahr 2000 wollen wir bis 2050 die CO2-Emissionen pro Passagier und Kilometer um 75 % verringern. Die Stickoxid-Emissionen sollen um 90 % sinken.“

Schon jetzt seien im Triebwerksbau große Fortschritte erzielt worden, so Parker. „Unser neues Triebwerk für den Airbus A350, die Trent XWB, stößt bereits 15 % weniger CO2 aus als ein vergleichbares Triebwerk aus dem Jahr 2000.“ Die Effizienz der Triebwerke steige jedes um mehr als ein Prozent pro Jahr.

Um diese größere Effizienz zu erreichen werde Rolls-Royce künftig verstärkt neue Verbundwerkstoffe einsetzen. Für die nächste Triebwerksgeneration, die ab 2020 flugbereit sein soll, entwickle der Konzern bereits Turbinen aus Carbon und Titan, kündigte Parker an. „Der Großteil der Turbinenschaufeln wird aus Carbon bestehen, damit wir Gewicht einsparen können. Schließlich werden die Triebwerke immer größer.“ Zur Verstärkung würden die Spitzen der Schaufeln aus Titan gefertigt, denn dieses Metall sei „für sein geringes Gewicht sehr steif.“ Auch die Triebwerksverkleidung werde künftig aus Carbon gefertigt.

Für denkbar hält der Chefentwickler auch die Rückkehr des Propellers bei großen Verkehrsflugzeugen. „Wir haben sehr viel zu offenen Rotoren geforscht und können uns vorstellen, dass die ab 2030 den Weg in die Flugzeuge finden“, sagte Parker der Wochenzeitung. „Nimmt man gegenläufig drehende Propeller, winken uns sogar weitere 10 % Effizienz beim Treibstoffverbrauch, denn das Gewicht und der Luftwiderstand der Triebwerksummantelung fallen weg.“

Das Interview finden Sie im Wortlaut unter www.vdi-nachrichten.com/Parker

Axel Mörer-Funk

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