Samstag, 18. November 2017


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IRENA-Chef Amin: Subventionen für fossile Energieträger müssen runter

2012 erhielten die fossilen Energien rund sechsmal so viele Subventionen wie die Erneuerbaren

Düsseldorf, (lifePR) - Der Ausbau der erneuerbaren Energieträger wird weltweit durch hohe Subventionen fossiler Energieträger behindert. Der Generaldirektor der Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien (Irena), Adnan Amin, hat deshalb in den VDI nachrichten eine Kürzung der Subventionen für Öl und Gas gefordert. "Die Wahrheit ist, dass die massiven Subventionen der fossilen Energieträger die Einspeisevergütungen zugunsten der erneuerbaren Energien bei Weitem übersteigen und den nachhaltigen Ausbau alternativer Energieformen behindern", kritisiert Amin. "Die weltweiten staatlichen Subventionen für fossile Energieträger beliefen sich 2012 auf 523 Milliarden US-Dollar, wogegen die Erneuerbaren eben mal 88 Milliarden US-Dollar Unterstützung erhielten."

Das bedeute, dass die Staaten den hohen CO2-Ausstoß fossiler Energieträger auch noch hoch subventionieren. "Das heißt im Klartext: Die weltweiten CO2-Emissionen aus fossilen Energien werden mit 100 Dollar pro Tonne CO2 vom Steuerzahler auch noch bezuschusst. Das System von Energietechnologiesubventionen muss global auf den Prüfstand."

Die Irena, der aktuell 160 Länder angehören, glaubt dennoch, dass die erneuerbaren Energien weltweit rasant zulegen werden. "Die meisten Staaten auf der Erde sind importabhängig von fossilen Energieträgern. Diese Importabhängigkeit zieht für viele Volkswirtschaften ein enormes Versorgungs- und Preisrisiko nach sich", so Amin. "Viele aufstrebende Regionen in der Welt stellen jetzt die Weichen für nachhaltige Energiestrukturen in der Zukunft. Der Anteil der Erneuerbaren wird sich an der Stromerzeugung daher weltweit bis 2035 verdoppeln."

Dabei sei die Windenergie in vielen Teilen der Welt heute schon konkurrenzfähig. "Windenergie ist gegenüber fossilen Energieträgern in vielen Ländern ohne Subventionen bereits wettbewerbsfähig." Die größten Wachstumspotentiale habe die Windkraft auf See. "Auch wenn seit 2009 die Wachstumsraten in der Branche von ehemals 28 % auf 10 % im Jahr 2012 zurückgegangen sind, zeigen sich dennoch enorme Potenziale für Windkraft vor allem in Afrika, Asien und Lateinamerika."

Das Interview finden Sie im Wortlaut unter www.vdi-nachrichten.com/Amin

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