Donnerstag, 14. Dezember 2017


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"Frankreich wird keine Schuldenbremse einführen"

Ökonom Gros: Griechische Politiker verlieren die Kontrolle

Brüssel, (lifePR) - Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy wird es nicht gelingen, die auf dem EU-Gipfel am Montag beschlossene Schuldenbremse im Land einzuführen. Der Widerstand der Opposition im Land sei zu groß, sagt der Ökonom Daniel Gros, Direktor des Brüsseler Think Tank Centre for European Political Studies (CEPS), in der neuen Ausgabe der VDI nachrichten. Frankreich sei "aktuell kaum in der Lage, die im Vertrag fixierte Schuldenbremse in seinem Rechtssystem zu verankern. Da ist die politische Opposition in Paris strikt dagegen. Zudem ist fraglich, ob Frankreich diesen Pakt jemals ratifizieren wird, denn Präsident Sarkozy hat nur in der Nationalversammlung eine Mehrheit. Im Senat dominieren die Oppositionsparteien."

Dennoch sieht Gros die Chance, dass 2012 die endgültige Rettung des Euros gelingt. "Wenn die Situation nicht weiter eskaliert, könnte 2012 die Wende bringen. Angesichts der relativ starken Fundamentaldaten der Eurozone ist es viel zu früh, den Euro abzuschreiben." Allerdings verlangt der Ökonom, die Krise breiter anzugehen und auch Themen wie die Finanzmarktregulierung beherzter anzugehen. "Leider schaut die Politik, vor allem die deutsche, nur auf Staatsschulden und Staatsdefizite und vergisst dabei, dass die Verfassung der Finanzmärkte und der Banken viel wichtiger ist. Bei der Finanzmarktregulierung hätte viel mehr getan werden müssen. Auch bei der Bankenrettung wäre noch viel mehr zu tun gewesen. Da gibt es immer noch großen Nachholbedarf."

Gros geht fest davon aus, dass der Euro überleben wird, allerdings "vielleicht ohne Griechenland". Der Ökonom rechnet sogar damit, dass Griechenland wegen der sich weiter verschlimmernden Lage im Land selbst aus der Eurozone austreten wird. "Bei der Desorganisation im Land muss man davon ausgehen, dass der Austritt eines Tages kommen kann. Aber nicht, weil er von langer Hand geplant wurde, sondern weil sich kurzfristig die Dinge so negativ entwickelt haben, dass die Politik die Kontrolle über die Lage verliert."

Das Interview finden Sie im Wortlaut unter www.vdi-nachrichten.com/Gros

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