Freitag, 19. Januar 2018


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Energiewende: Bundesamt für Seeschifffahrt kritisiert fehlende Richtlinien

Kritik auch vom Germanischen Lloyd - Hersteller wie Siemens und ABB hängen in der Luft

Düsseldorf, (lifePR) - Die Kritik am mangelhaften Management der Energiewende nimmt weiter zu. Jetzt bemängeln das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) in Hamburg und der Zertifizierer Germanischer Lloyd (GL), dass es keine verlässlichen Richtlinien für den Bau so genannter Offshore-Konverter für Windparks gibt. In diesen riesigen, bis zu 80 Meter langen und fast 60 Meter breiten Plattformen im Meer, die mehrere Hundert Millionen Euro kosten, läuft der Strom der Offshore-Windparks zusammen, wird umgewandelt und ans Festland weitergeleitet.

Vor allem Siemens und ABB, die für die geplanten deutschen Offshore-Windparks diese Plattformen bauen, hängen nach einem Bericht der VDI nachrichten in der Luft. „Bei den Generalunternehmern, die die Konverterplattformen errichten, ergeben sich Verzögerungen, weil die Unternehmer keine vereinheitlichenden Technikvorgaben haben, also die Kochbücher – wie DIN-Vorschriften – fehlen“, kritisiert BSH-Justitiar Christian Dahlke in der Online-Ausgabe der VDI nachrichten. „Manche große Unternehmen sind als Generalunternehmer völlig ahnungslos ins Offshore-Geschäft gestolpert.“ Das BSH ist zuständig für alle Stromkonverteranlagen und die Offshore-Windparks in den deutschen Gewässern. Vor allem Siemens und ABB als führende Hersteller der Anlagen sind von den fehlenden Richtlinien betroffen.

„Hinsichtlich der Regelwerke herrscht einige Verwirrung bei denjenigen, die diese Plattformen entwickeln und betreiben“, kritisiert auch Tobias Bublat, Senior Engineer beim Zertifizier GL Renewables Certification, einer Tochter des Germanischen Lloyd. Siemens orientiert sich deshalb an ähnlichen Vorgaben für Offshore-Plattformen für die Öl- und Gasindustrie. Allerdings sagte der zuständige Siemens-Manager Christian Schmitt den VDI nachrichten, dass nicht alle Richtlinien übertragbar seien und deshalb ohne verlässliche Grundlage abgewandelt werden müssen. Zwar planen die Zertifizierer inzwischen eine eigene Richtlinie für den Plattformbau, nennen jedoch kein Erscheinungsdatum.

Eine Übernahme der Richtlinien aus der Öl- und Gasindustrie ist nur bei genauer Betrachtung einzelner Aspekte möglich, macht GL-Zertifizierer Bublat deutlich. „Die haben andere Anforderungen.“ Das betreffe zum Beispiel den Brand- und Personenschutz. Zudem sei „eine Plattform im Windenergiebereich viel kleiner“. Der enge Raum erfordere andere Evakuierungskonzepte. „Zudem unterscheidet sich die Energietechnik einer Konverterplattform eines Windparks von der einer Ölplattform“, so Bublat.

www.vdi-nachrichten.com

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