VCD kritisiert Einknicken der Landes-SPD beim Thema Lang-LKW in Baden-Württemberg

Verkehrsclub befürchtet Brückensperrungen auch im Land, sofern kein Umdenken auf politischer Ebene stattfindet

(lifePR) ( Stuttgart, )
Mit großem Unverständnis reagiert der ökologische Verkehrsclub auf die Forderung der Landes-SPD, Lang-LKWs auf den Straßen in Baden-Württemberg testweise einführen zu wollen.

"Muss es denn erst zu Brückensperrungen auch in Baden-Württemberg kommen, bis auch die Landes-SPD erkennt, dass das Straßennetz nicht noch mehr Güterverkehr aufnehmen kann und Verlagerungsstrategien auf Güterzug und Binnenschiff notwendig sind?" fragt der VCD-Landesvorsitzende Matthias Lieb. Bei Abschluss des Koalitionsvertrages sei das der SPD noch bewusst gewesen, nun habe sie dies wohl verdrängt, beklagt der VCD.

"Mit der Forderung nach Einführung von Lang-LKWs verdreht die selbsternannte Infrastrukturpartei SPD ihre bisherigen Bemühungen, die Straßen zu sanieren, ins Gegenteil", erklärt VCD-Landesvorsitzender Matthias Lieb.

Es liege aus VCD-Sicht auf der Hand, dass eine Verbilligung des LKW-Verkehrs um 15 bis 25 Prozent, wie von der SPD unterstellt, nicht zu weniger LKW-Verkehr, sondern zu einer massiven Ausweitung des Transports auf der Straße führen werde.

"Diese Verbilligung des Straßen-Güterverkehrs hat natürlich negative Konsequenzen sowohl auf die Binnenschifffahrt als auch auf den Güterverkehr per Bahn und belastet die staugeplagten und sanierungsbedürftigen Autobahnen noch weiter", erklärt Matthias Lieb. Das Auffahren auf Autobahnen werde für PKW-Fahrer noch schwieriger, die 'LKW-Wände' würden immer länger werden, erwartet der VCD.

Eine weitere Zunahme des Güterverkehrs auf der Straße beschleunige den Verfall der Straßeninfrastruktur noch schneller, dabei bestehe heute schon ein milliardenschwerer Sanierungsrückstand, stellt der VCD fest.

Ein LKW belastet bekanntlich die Straßen so stark wie 100.000 PKW - dies gelte auch für Lang-LKW, so der Verkehrsclub. Angesichts einstürzender Autobahnbrücken über den Rhein bei Wiesbaden und den Ergebnissen der Brückentests in Baden-Württemberg sei es aus VCD-Sicht unverantwortlich, den Straßengüterverkehr weiter verbilligen zu wollen.

Wenn auch von der Landes-SPD lediglich als Versuchsballon deklariert, der innerhalb des bis Ende 2016 laufenden bundesweiten Feldversuchs noch umgesetzt werden solle, bedeutet dies aus Sicht des VCD nichts anderes, als die Vorstufe zur Einführung deutlich schwerer Lang-LKW (Monster-Trucks) auf baden-württembergischen Straßen. Eine verantwortungsvolle und zukunftsorientierte Güterverkehrspolitik sehe definitiv anders aus, erklärt Matthias Lieb.
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