VCD fordert neue Finanzierungsbasis für den ÖPNV

Fahrpreis-Steigerung um 40 Prozent in den letzten zehn Jahren

(lifePR) ( Stuttgart, )
Anlässlich der heutigen Eröffnung des ÖPNV-Innovationskongresses in Freiburg verweist der ökologische Verkehrsclub VCD auf die dringende Notwendigkeit einer neuen Finanzierungsbasis für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) mit Bussen und Bahnen hin: "In den vergangenen zehn Jahren sind die Fahrpreise für die Nutzer um über 40 Prozent angestiegen, während die Inflationsrate nur 15 Prozent betrug und die Benzinpreise ebenfalls nur um rund 20 Prozent angestiegen sind", beschreibt VCD-Landesvorsitzender Matthias Lieb die Entwicklung der letzten Jahre.

Grund für diese außerordentliche Fahrpreissteigerung sei der schleichende Rückzug der Kommunen, der Länder und des Bundes aus der Finanzierung des ÖPNV, so der VCD. Bei steigenden Kosten müssten die Fahrgäste deshalb regelmäßig Preissteigerungen oberhalb der Inflationsrate erdulden, beklagt der VCD. "Die große Nachfrage nach einem verbilligten Jobticket oder preisgünstigen Seniorenticket, wie zum Beispiel in Stuttgart, zeigt, dass die Akzeptanz der hohen Fahrpreise schwindet, während mit neuen günstigen Tarifmodellen mehr Fahrgäste gewonnen werden können", erklärt Matthias Lieb.

Da der Nutznießer eines guten öffentlichen Verkehrsangebotes neben dem Fahrgast auch die Allgemeinheit sei, müsse aus VCD-Sicht eine neue Balance bei der Finanzierung zwischen Fahrgeldeinnahmen, Steuerfinanzierung und anderen Erlösen gefunden werden.

Im Spannungsfeld zwischen Haushaltskonsolidierung und Umwelt- und Klimaschutz werde derzeit aus VCD-Sicht zu sehr die Haushaltskonsolidierung in den Vordergrund gerückt. Die Politik sei deshalb gefragt, ob sie im Interesse des Umwelt- und Klimaschutzes mehr Fahrgäste in Bus und Bahn haben möchte - dann müssten dafür aber auch ausreichend Finanzmittel zur Verfügung gestellt werden, fordert der VCD.
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